Doktorarbeit / Dissertation, 2008
352 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1. Forschungsfragen
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Überblick über das Gesundheitswesen Österreichs
2.1. Einführung und historischer Hintergrund
2.1.1. Einführende Übersicht
2.1.2. Historischer Hintergrund
2.2. Struktur und Management des Gesundheitssystems
2.2.1. Struktur des Gesundheitssystems
2.2.2. Planung, Regulierung und Management
2.2.3. Dezentralisierung des Gesundheitssystems
2.3. Finanzierung und Ausgaben des Gesundheitssystems
2.3.1. Finanzierung der sozialen Krankenversicherung
2.3.2. Zusätzliche Finanzierungsquellen
2.3.3. Gesundheitsleistungen und Rationierung
2.3.4. Gesundheitsausgaben
2.4. Leistungserbringung im Gesundheitssystem
2.4.1. Primäre Gesundheitsversorgung
2.4.2. Stationäre Gesundheitsversorgung
2.4.3. Personelle Ressourcen
2.5. Verwendung der Finanzmittel im Gesundheitssystem
2.5.1. Budgetsetzung und Ressourcenallokation
2.5.2. Finanzierung von Krankenhäusern
2.5.3. Politische Zielvorgaben der Gesundheitsreformen
3. Innovationstheorien
3.1. Einführung
3.2. Begriffsbestimmungen
3.3. Definitionsversuche und Kriterien für „Innovation”
3.3.1. Inhaltliche Dimension
3.3.1.1. Produkt- und Prozessinnovationen
3.3.1.2. Innovationen der Systemeigenschaften
3.3.1.3. Innovationen jenseits der Technik
3.3.1.4. Postindustrielle Systeminnovationen
3.3.2. Intensitätsdimension
3.3.3. Subjektive Dimension
3.3.4. Prozessuale Dimension
3.3.5. Fazit
3.4. Funktionales Referenzschema der Innovation
3.5. Schema der Entstehung innovativer Märkte
3.6. Stand der Innovationstheorie
3.6.1. Überblick und klassische Ansätze
3.6.2. Neoklassische mikroökonomische Ansätze und neue Wachstumstheorie
3.6.3. Institutionen- und evolutionsökonomische Ansätze
3.6.4. Nachfragetheoretische Ansätze
3.7. Fazit und Einordnung des funktionalen Referenzschemas von Grupp
3.8. Dimensionen der Innovation im Gesundheitswesen
3.8.1. Innovationsprozess
3.8.2. Ansatz: Innovationssystem
3.8.3. Innovationssystem Gesundheit
3.8.4. Der Patient im Mittelpunkt des Gesundheitssystems
3.8.5. Anforderungen an Innovationen aus Sicht der unterschiedlichen Interessensgruppen
3.8.6. Charakteristika von Innovationen im Gesundheitswesen
3.8.7. Schlussfolgerungen
4. Grundlagen Medizinischer Informationssysteme
4.1. IT-Unterstützung zur Steigerung der Effizienz und Effektivität im Gesundheitswesen
4.2. Aspekte der Betriebs- und Managementunterstützung
4.3. Aspekte der Unterstützung medizinischen Handelns
4.3.1. Informationstransparenz
4.3.2. Das problemorientierte Krankenblatt
4.3.3. Klinische Pfade und Behandlungsmanagement
4.3.4. Benachrichtigungs- und Erinnerungsfunktionen
4.3.5. Integration von Literatur-/Wissensbasen
4.3.6. Entscheidungsunterstützende Funktionen
5. Grundlagen Elektronischer Krankenakten
5.1. Einleitung
5.2. Definitionen
5.3. Ziele und Nutzen der Elektronischen Krankenakte
5.4. Allgemeine Anforderungen und Anforderungen an die Bedienung Elektronischer Krankenakten
5.5. Zusammenfassung
6. Innovationspotentiale und Trends im Gesundheitswesen
6.1. eHealth – Grundlagen, Anwendungen, Konsequenzen
6.1.1. Einführung
6.1.2. Definitionen und Ziele von eHealth
6.1.3. Taxonomie der Anwendungen
6.1.4. Anwendungsbeispiele
6.1.4.1. eHealth-Anwendungen in der Patientenversorgung
6.1.4.2. eHealth-Anwendungen zur Information und Ausbildung
6.1.4.3. eHealth-Anwendungen in der Forschung
6.1.5. Technische, soziale und ethische Aspekte
6.1.6. Zusammenfassung
6.2. Vernetzungsfähigkeit im Gesundheitswesen
6.2.1. Einleitung
6.2.2. Transformationen des Gesundheitswesens mit Informations- und Kommunikationstechnologien
6.2.3. Konzept für die ganzheitliche Gestaltung vernetzter Strukturen
6.2.4. Bewertung der Vernetzungsfähigkeit
6.2.5. Übertragung des Business-Engineering-Frameworks auf das Gesundheitswesen
6.2.6. Psychologische und organisatorische Aspekte der Vernetzung
6.2.7. Zusammenfassung und Ausblick
6.3. Integrierte Versorgung
6.3.1. Einleitung
6.3.2. Ziele der integrierten Versorgung
6.3.3. Einsatz neuer Technologien
6.3.4. Aktueller Stand
6.3.5. Beispiele aus der Praxis
6.3.6. Zusammenfassung und Ausblick
6.4. Entscheidungsunterstützende Systeme
6.4.1. Einleitung
6.4.2. Entwicklung
6.4.3. Bedarf in der Medizin
6.4.4. Systematik
6.4.5. Transparenz und Qualitätspotentiale
6.4.6. Herausforderungen
6.4.7. Zusammenfassung und Ausblick
6.5. Evidenzbasierte Medizin
6.5.1. Einleitung
6.5.2. Anwendung von Evidenzbasierter Medizin (EbM)
6.5.3. Bewertung und Synthese der EbM
6.5.4. Systematische Übersichtsarbeiten und Leitlinien
6.5.5. Qualitätssicherung von EbM
6.5.6. Zusammenfassung und Ausblick
6.6. Disease Management
6.6.1. Einleitung
6.6.2. Patientenintegration
6.6.3. „level of care“
6.6.4. Beispiel „Risikoreport Diamart”
6.6.5. Zusammenfassung und Ausblick
6.7. Internet – Communities und Dienstleistungsszenarien
6.7.1. Einleitung
6.7.2. Internet-Nutzung durch Patienten
6.7.3. Im Internet verfügbare Gesundheitsdienstleistungen
6.7.4. Managed Care
6.7.5. Internet- und Call-Center-gestützte Programme - Beispiel Asthma
6.7.6. Prävention
6.7.7. Veränderungen durch das Internet
6.7.7.1. Mehr Kontakte - mehr Wissen
6.7.7.2. Zusätzliche Bewältigungsressourcen durch online-vermittelten Rückhalt
6.7.7.3. Veränderte Arzt-Patient-Beziehung
6.7.8. Zusammenfassung und Ausblick
6.8. Sektorenübergreifende Clinical Pathways
6.8.1. Einleitung
6.8.2. Rechtliche Grundlagen
6.8.3. Clinical Pathways als Steuerungsinstrument
6.8.4. Zentrale Rolle der Krankenhäuser für die integrierte Versorgung
6.8.5. Zusammenfassung und Ausblick
6.9. Prozessoptimierung durch Krankenhaus-Workflow-Systeme
6.10. Datenübertragung, „Mobile Health” und Hardwareeinsatz im Krankenhaus
6.10.1. Einleitung
6.10.2. Wireless LAN (WLAN) und Bluetooth
6.10.3. Mobile Healthcare
6.10.4. Home Monitoring
6.10.5. Televisite
6.10.6. Zusammenfassung und Ausblick
6.11. Zukünftige Nutzung von Informationstechnologie im Gesundheitsbereich
6.11.1. Technische Herausforderungen der Informationstechnologie im Gesundheitswesen
6.11.2. Klassifizierung nach Wichtigkeit und Hemmnissen und Einordnung der Innovationspotentiale in das Referenzschema
7. Darstellung ausgewählter Prozesse des Gesundheitswesens
7.1. Einleitung
7.1.1. Klinische Pfade
7.1.2. Soll-Prozesse
7.2. Totalendoprothese wegen Coxarthrose
7.2.1. Einleitung
7.2.2. Prozessdarstellung
7.3. OP-Organisation
7.3.1. Einleitung
7.3.2. Prozessdarstellung
7.4. Neurologie Ambulanz – Prozessübersicht
7.4.1. Einleitung
7.4.2. Prozessdarstellung
7.5. Kernprozess Entlassung – Prozessübersicht
7.5.1. Einleitung
7.5.2. Prozessdarstellung
8. Transformationsoptionen der dargestellten Prozesse
8.1. Einleitung
8.2. Implikationen
8.3. Totalendoprothese wegen Coxarthrose
8.4. OP-Organisation
8.5. Neurologie Ambulanz – Prozessübersicht
8.6. Kernprozess Entlassung - Prozessübersicht
8.7. Offene Fragen und weitere Forschungsfelder
9. Zusammenfassung / Summary
9.1. Deutsch
9.2. English
10. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Transformation von Gesundheitsdienstleistungen in Produktion und Vermarktung durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien. Das zentrale Ziel ist es, Innovationspotenziale im Gesundheitswesen aufzuzeigen, Hindernisse bei der Implementierung zu identifizieren und beispielhafte Transformationsoptionen für klinische Prozesse zu erarbeiten.
3.1. Einführung
Die Wurzeln von Wissenschaft und Technik reichen bis in das Altertum zurück; schon damals spielten zwei Dinge gleichermaßen eine Rolle: Erkenntnisgewinn und Wohlstandsmehrung. Aufgrund der schon damals offensichtlichen Kopplung des technischen Fortschritts an ökonomisches Wohlergehen stand für die frühen Neuerer die Bedeutung der Wissenschaft für ökonomischen und sozialen Fortschritt außer Frage [Grupp 1997].
Die Anfänge dessen, was man als Innovationsforschung bezeichnen kann, kann auf die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts datiert werden. In diesem Zeitraum wurden Innovationen nicht nur erfolgreich vorgebracht, sondern auch die zugrunde liegenden Prozesse beschrieben. Die Erkenntnisse dieses Zeitraums sind untrennbar mit dem Namen Schumpeter verbunden [Schumpeter 1911].
Aufgrund der „Verwissenschaftlichung der Technik“ bzw. der sog. „Science-Based Industry“ in den vergangenen Jahren ist es gerade innerhalb der Innovationsforschung nicht mehr ausreichend, nur den technischen Wandel zu berücksichtigen. Vielmehr müssen gleichermaßen Fortschritte in den Wissenschaften und ihre Beziehungen zur Technik analysiert werden. Gerade interdisziplinäre Aspekte über einzelne Forschungsdisziplinen hinweg spielen in der Innovationsforschung eine immer bedeutendere Rolle. Innovationsaktivitäten im Unternehmen sind meist nur eingeschränkt rational. Die Grenzen der Rationalität liegen z.B. in begrenzter Kompetenz oder im Mangel an vollständiger Information [Grupp 1997].
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Umbruch im Gesundheitswesen und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Transformation von Gesundheitsdienstleistungen durch neue Technologien.
2. Überblick über das Gesundheitswesen Österreichs: Dieses Kapitel liefert den historischen Kontext sowie einen Überblick über Struktur, Management, Finanzierung und Leistungserbringung im österreichischen Gesundheitssystem.
3. Innovationstheorien: Hier werden zentrale Innovationsbegriffe terminologisch und konzeptionell erfasst sowie ein Referenzschema der Innovation für die spätere Einordnung technologischer Trends entwickelt.
4. Grundlagen Medizinischer Informationssysteme: Dieses Kapitel behandelt IT-Basisvoraussetzungen zur effizienten Unterstützung von Management und medizinischem Handeln in Gesundheitseinrichtungen.
5. Grundlagen Elektronischer Krankenakten: Hier werden die Ziele, der Nutzen und die Anforderungen an elektronische Krankenakten als zentrales Element einer prozessorientierten Patientenbehandlung erläutert.
6. Innovationspotentiale und Trends im Gesundheitswesen: Dieses umfangreiche Kapitel diskutiert Trends wie eHealth, Vernetzungsfähigkeit, integrierte Versorgung und Entscheidungsunterstützung, die das Gesundheitswesen nachhaltig verändern werden.
7. Darstellung ausgewählter Prozesse des Gesundheitswesens: Das Kapitel modelliert beispielhaft vier klinische Prozesse, um Schwachstellen und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
8. Transformationsoptionen der dargestellten Prozesse: Basierend auf den vorangegangenen Modellierungen werden beispielhafte Optionen zur Transformation dieser Prozesse unter Einbau moderner Technologien und Innovationspotentiale abgeleitet.
9. Zusammenfassung / Summary: Die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit werden abschließend sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch zusammengefasst.
Gesundheitswesen, Innovation, Informationstechnologie, eHealth, Krankenakte, Prozessmanagement, Integrierte Versorgung, Klinik, Transformation, Innovationssystem, Entscheidungsunterstützung, Patientenversorgung, Digitalisierung, Prozessoptimierung, Telematik
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen neuer Informations- und Kommunikationstechnologien auf das Unternehmen im Gesundheitswesen und zeigt Transformationsoptionen für Gesundheitsdienstleistungen auf.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Innovation, die Struktur des österreichischen Gesundheitssystems, medizinische Informationssysteme und elektronische Krankenakten sowie verschiedene Trends und Potenziale wie eHealth und integrierte Versorgung.
Das primäre Ziel ist es, die Transformation von Gesundheitsdienstleistungen in Produktion und Vermarktung durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien zu untersuchen und aufzuzeigen, wie dadurch Effizienz und Behandlungsqualität verbessert werden können.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, die Entwicklung eines funktionalen Referenzschemas für Innovationen sowie die Modellierung und Analyse von klinischen Prozessen, um Transformationspotenziale beispielhaft darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, technische Voraussetzungen (Informationssysteme, elektronische Krankenakten), Innovationspotentiale und Trends (eHealth, Disease Management, Clinical Pathways) sowie die konkrete Darstellung und prozessuale Analyse beispielhafter Abläufe im Krankenhaus.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: Gesundheitswesen, Innovation, IT-Unterstützung, eHealth, Elektronische Krankenakte, Prozessorientierung, Integrierte Versorgung und klinische Pfade.
Das Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse ist essentiell, um Innovationspotenziale zu erkennen und Transformationen erfolgreich zu implementieren, da nur durch eine prozessorientierte Sichtweise die Qualität und Wirtschaftlichkeit nachhaltig gesteigert werden kann.
Die elektronische Patientenakte wird als technische Schlüsselvoraussetzung für die Realisierung vieler Innovationspotenziale angesehen, da sie die Basis für eine einrichtungsübergreifende Informationstransparenz und kooperative Patientenbehandlung bildet.
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