Diplomarbeit, 2002
105 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Wissen
2.1 Entstehung von Wissen
2.1.1 Individuelles Lernen
2.1.2 Individuelles Wissen
2.1.3 Organisationales Lernen
2.1.4 Organisationales Wissen
2.2 Bedeutung des Lernens für die organisationale Wissensentwicklung
2.3 Bedeutung des Lernens für den Umgang mit Wissen in Organisationen
2.4 Die organisationale Wissensbasis
3. Wissensmanagement
3.1 Ziele des Wissensmanagements
3.2 Konzepte des Wissensmanagements
3.2.1 Informatikorientierte Ansätze
3.2.2 Nach der Funktion der Wissensgenerierung
3.2.3 Ganzheitlicher Ansatz
3.2.4 Unterschieden nach individuellem und organisationalem Wissen
3.2.5 Personalwirtschaftlich
3.2.6 Kritische Würdigung der Ansätze
3.3 Wissensmanagement nach dem ganzheitlichen Ansatz
3.3.1 Strategisches Wissensmanagement im ganzheitlichen Ansatz
3.3.2 Operatives Wissensmanagement im ganzheitlichen Ansatz
3.3.2.1 Zielsetzung
3.3.2.2 Wissensidentifikation
3.3.2.3 Wissenserwerb
3.3.2.4 Wissensentwicklung
3.3.2.5 Verteilung des Wissens
3.3.2.6 Nutzung
3.3.2.7 Wissensbewahrung
3.3.2.8 Bewertung des Wissens
3.4 Modell der lernenden Organisation
4. Monetäre und nicht monetäre Faktoren
4.1 Kennzahlen und Controlling
4.2 Eigenschaften monetärer und nicht monetärer Faktoren
4.2.1 Monetäre Faktoren
4.2.1.1 Charakter
4.2.1.2 Anwendungsgebiete
4.2.1.3 Bedeutung
4.2.1.4 Probleme
4.2.2. Nicht monetäre Faktoren
4.2.2.1 Direkt messbare Größen
4.2.2.1.1 Charakter
4.2.2.1.2 Anwendungsgebiete
4.2.2.1.3 Bedeutung
4.2.2.1.4 Probleme
4.2.2.2 Indirekt messbare Größen
4.2.2.2.1 Charakter
4.2.2.2.2 Anwendungsgebiete
4.2.2.2.3 Bedeutung
4.2.2.2.4 Probleme
4.3 Ursache- und Wirkungszusammenhänge
4.3.1 Ausarbeitung von Ursache – und Wirkungszusammenhänge
4.3.2 Kritik an Ursache- Wirkungsverknüpfungen
4.3.3 Beurteilung von Effizienz und Effektivität nach Thom/ Blunck
4.4 Definition und Überprüfung von Ursache- Wirkungsbeziehungen
4.4.1 Aufstellen empirischer Hypothesen
4.4.2 Korrelationsanalyse
4.4.3 Nutzwertanalyse
4.4.4 Kriterienanalyse
4.4.5 Faktorenanalyse
4.5 Bewertung nicht monetären Kapitals
4.5.1 Marktwert-Buchwert-Relationen
4.5.2 Tobins Ansatz
4.5.3 Calculated Intangible Value
4.5.4 Intangible Asset Monitor
4.5.5 Skandia-Unternehmensnavigator
4.5.6 IC-Index Modell
4.5.7 Intellectual Capital Navigator
4.5.8 Bewertung der Ansätze
4.6 Wert- und Leistungstreiber
4.7 Komplexität
4.8 Funktionen nicht monetärer Faktoren
4.8.1 Koordination
4.8.2 Integration
4.8.2.1 Zielsetzung
4.8.2.2 Maßnahmenplanung
4.8.2.3 Definition der Messgrößen
4.8.2.4 Erfolgsmessung
4.8.3 Information
4.8.4 Innovation
5. Nicht monetäre Faktoren im Wissensmanagement
5.1 Bewertung des intellektuellen Kapitals
5.1.1 Skandia-Unternehmensnavigator
5.1.2 Intellectual Capital Navigator
5.2 Bedeutung nicht monetärer Faktoren in den Prozessschritten
5.2.1 Zielsetzung
5.2.2 Wissensidentifikation
5.2.3 Wissenserwerb
5.2.4 Wissensentwicklung
5.2.5 Wissensverteilung
5.2.6 Wissensnutzung
5.2.7 Wissensbewahrung
5.2.8 Wissensbewertung
5.3 Messung der wissensbedingten Einflüsse im Unternehmen
5.4 Wissensveränderungen messen
5.5 Darstellung im Beispiel
5.5.1 Festlegung der Strategie
5.5.2 Identifikation der kritischen Erfolgsfaktoren
5.5.3 Ursache- Wirkungszusammenhänge zum Wissen
5.5.4 Prozessphasen des Wissensmanagements
5.5.5 Abbildung im Intellectual Capital Navigator
6. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung nicht monetärer Faktoren für ein effektives Wissensmanagement in Organisationen. Es wird analysiert, wie diese schwer quantifizierbaren Größen erfasst, bewertet und in ein betriebswirtschaftliches Steuerungssystem integriert werden können, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
4.4 Definition und Überprüfung von Ursache- Wirkungsbeziehungen
Die Arbeit mit Ursache- Wirkungsverknüpfungen ist im Bereich der nicht monetären Faktoren also sinnvoll und notwendig, um weitergehende Erkenntnisse aus den Messergebnissen ziehen zu können.
Niedermayr weist darauf hin, dass komplexe Systeme wie Unternehmen nicht unmittelbar auf der Objektebene gesteuert werden sollten. Die Steuerungsaktivitäten sollten vielmehr auf das Umfeld und die Schaffung günstiger Bedingungen zur Zielerreichnung abzielen. Sonst besteht die Gefahr, dass das Ergebnis am Messpunkt auf Kosten von nicht gemessenen, aber ebenfalls relevanten Größen optimiert wird.
4.4.1 Aufstellen empirischer Hypothesen
Die Definition von Ursache- Wirkungsbeziehungen beginnt mit der Aufstellung von Hypothesen. Diese werden nach Kaplan/ Norton zunächst aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet. Diese Hypothesen werden über eine Korrelationsanalyse überprüft. Wird die Annahme durch eine gleichförmige Entwicklung der Größen bestätigt, folgt die nun sachliche Überprüfung des Zusammenhangs.
Weber/ Schäffer betonen dabei die große Bedeutung der Intuition des Managements für die Erstellung von Hypothesen. Die Verifikation der Annahmen stellt für sie im Anschluss die Hauptarbeit dar. Insbesondere wenn sich Hypothesen nicht bestätigen, kann es dazu kommen, dass die Ergebnisse auf Grund häufig bereits seit langem feststehender Überzeugungen angezweifelt werden.
1. Einleitung: Definiert die Problematik der Wissenssteuerung in Unternehmen und stellt die Zielsetzung der Arbeit vor, nicht monetäre Faktoren als Instrumentarium nutzbar zu machen.
2. Wissen: Erläutert die theoretischen Grundlagen von Wissen, dessen Entstehung durch individuelle und organisationale Lernprozesse und die Bedeutung der Wissensbasis.
3. Wissensmanagement: Analysiert verschiedene Konzepte des Wissensmanagements, insbesondere den ganzheitlichen Ansatz, und dessen operative Umsetzung in Unternehmen.
4. Monetäre und nicht monetäre Faktoren: Untersucht die Eigenschaften, Messbarkeit und Funktionen nicht monetärer Größen im Vergleich zu klassischen monetären Kennzahlen.
5. Nicht monetäre Faktoren im Wissensmanagement: Verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der praktischen Anwendung im Wissensmanagement und demonstriert die Vorgehensweise an einem fiktiven Unternehmensbeispiel.
6. Ausblick: Fasst zusammen, dass die Integration nicht monetärer Größen essentiell für ein umfassendes Steuerungssystem ist, ohne dabei den Aufbau eines einheitlichen Kennzahlensystems zu überkomplizieren.
Wissensmanagement, Wissensbasis, nicht monetäre Faktoren, Controlling, Kennzahlensystem, Ursache-Wirkungs-Beziehungen, intellektuelles Kapital, Balanced Scorecard, Wissenserwerb, Wissensentwicklung, Wissensverteilung, Wissensnutzung, organisationales Lernen, Leistungsindikatoren, Nutzwertanalyse
Die Arbeit behandelt die Herausforderung, die Ressource Wissen in Unternehmen messbar und steuerbar zu machen, indem nicht monetäre Faktoren in das betriebswirtschaftliche Controlling integriert werden.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Wissensmanagement, den Einsatz von nicht finanziellen Kennzahlen, die Bewertung des intellektuellen Kapitals sowie die methodische Erfassung von Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
Das Hauptziel ist aufzuzeigen, dass durch die Anwendung nicht monetärer Faktoren ein umfassendes Instrumentarium für die Planung, Steuerung und Kontrolle von Wissen geschaffen werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Methoden (wie Balanced Scorecard, Intangible Asset Monitor etc.) sowie einer deduktiven Herleitung eines beispielhaften Anwendungsmodells.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Wissensbegriffs, die Konzepte des Wissensmanagements, eine detaillierte Analyse der monetären und nicht monetären Steuerungsgrößen und die konkrete Anwendung dieser Modelle auf die Prozessschritte im Wissensmanagement.
Wesentliche Begriffe sind Wissensmanagement, intellektuelles Kapital, Kennzahlen, Ursache-Wirkungs-Beziehungen und Controlling nicht monetärer Größen.
Der ganzheitliche Ansatz integriert das Wissensmanagement an allen relevanten Stellen in das strategische Gesamtkonzept eines Unternehmens, anstatt nur isolierte Teilaspekte wie Informatik oder Personalwirtschaft zu betrachten.
Die Validierung erfolgt durch die Kombination von logischer Herleitung (Hypothesenbildung aus Erfahrung) und empirischer Überprüfung mittels statistischer Verfahren wie der Korrelationsanalyse oder Nutzwertanalyse.
Auf eine monetäre Bewertung wird verzichtet, da die identifizierten Faktoren (z.B. Teamdynamiken oder Wissenszuwachs) durch Ursache-Wirkungsketten ausreichend verknüpft sind, um Steuerungseffekte ohne eine potenziell ungenaue finanzielle Umrechnung zu erzielen.
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