Bachelorarbeit, 2012
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Der Einbezug von Forschungseinrichtungen in den Innovationsprozess
2.1 Innovation & Innovationsprozesse
2.1.1 Der Zwang zur Innovation
2.1.2 Forschung und Entwicklung im Wandel
2.2 Open Innovation
2.2.1 Vom Closed- zum Open Innovation Paradigma
2.2.2 Externe Kooperationspartner
2.3 Die deutsche Forschungslandschaft
2.3.1 Forschungsinstitute
2.3.2 Hochschulen
2.3.3 Industrielle Forschung
2.4 Prozessmodell zur Entstehung von U-I Kooperationen
2.4.1 Chronologischer Ablauf von U-I Kooperationen
2.4.2 Kritische Erfolgsfaktoren
3 Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus motivationsorientierter Sichtweise
3.1 Kooperationsgründe aus Sicht der Forschungseinrichtungen
3.1.1 Akademischer Output
3.1.2 Ökonomische Beweggründe
3.1.3 Lerneffekte
3.1.4 Marketing
3.2 Kooperationsgründe aus Sicht der Unternehmen
3.2.1 Konkrete Produktentwicklung
3.2.2 Ökonomische Beweggründe
3.2.3 Lerneffekte
3.2.4 Marketing
4 Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus typologischer Sichtweise
4.1 Kooperationen im Bereich der Problemlösung
4.2 Kooperationen im Bereich der Technologieentwicklung
4.3 Kooperationen im Bereich der Ideenprüfung
4.4 Kooperationen im Bereich der Wissensgenerierung
4.5 Kooperationen im Bereich der multiplen Zusammenarbeit
5 Zusammenfassung
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Entstehung von Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen im Kontext von Open Innovation zu analysieren. Dabei wird der Fokus auf eine dualperspektivische Untersuchung der Motivationsgründe beider Akteure gelegt, um zu verstehen, wie wissenschaftliche Relevanz und betriebswirtschaftlicher Nutzen in Einklang gebracht werden können.
4.1 Kooperationen im Bereich der Problemlösung
Problemorientierte U-I Zusammenarbeit ist durch die Lösung technischer oder methodischer Fragestellungen in Bezug auf bereits marktfertige Produkte oder Services determiniert. Die Projekte sind daher durch einen relativ kurzen Zeitraum sowie einem geringen Innovationsrisiko gekennzeichnet. Der gewünschte Ausgang wird hierbei durch die Firma bestimmt (Perkmann und Walsh 2009, S.1043)
Aus der Forschungsperspektive heraus erscheint diese Kooperationsform konkurrierend bezüglich der Generierung von akademischem Output. Die beteiligten Forscher bewegen sich innerhalb eines sehr begrenzten Spielraums. Neue Konzepte und wissenschaftliche Theorien können nicht angewendet werden und damit kommt es zu keinem wissenschaftlichen Fortschritt. Ein geringer Motivationsaspekt ist die hohe Interaktion mit dem Unternehmen und die daraus resultierende bessere Vernetzung mit der Praxis. Zudem sind rein monetäre Anreize relevant, wobei diese nicht dem Primärziel wissenschaftlicher Institutionen entsprechen.
Für das beteiligte Unternehmen ergibt sich der Vorteil der konkreten Problemlösung mit geringem Innovationsrisiko. Das Ergebnis wird betriebsintern vorgegeben und lässt kaum Spielraum zu. Für die Umsetzung solcher marktorientierter Problemlösungen muss die beteiligte Firma einen höheren organisatorischen Aufwand in Kauf nehmen. Nach Gianiodis et al. (2010, S.556) muss die Firma in der Lage sein externe Partner hierarchisch einzubinden.
Empirisch lässt sich erschließen, dass problemausgerichtete U-I Kooperationen von der akademische Seite vor allem aus networkingorientierten Beweggründen eingegangen werden und innerhalb einer komplexeren U-I Beziehung zustande kommen (Interview 6; Interview 8). Des Weiteren lässt sich die privatwirtschaftliche Präferenz für anwendungsorientierte Forschung nachweisen (Interview 5).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Relevanz von Open Innovation aufgrund des ökonomischen Wandels und definiert die Forschungsfrage sowie das deduktive Vorgehen der Arbeit.
2 Der Einbezug von Forschungseinrichtungen in den Innovationsprozess: Dieses Kapitel erläutert die ökonomische Notwendigkeit für Unternehmen, externe Partner in ihren Innovationsprozess einzubinden, und charakterisiert die deutsche Forschungslandschaft sowie den Prozessablauf solcher Kooperationen.
3 Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus motivationsorientierter Sichtweise: Hier werden die Motivationsgründe von Forschungseinrichtungen und Unternehmen dualperspektivisch analysiert, wobei Themen wie akademischer Output, ökonomische Interessen, Lerneffekte und Marketing beleuchtet werden.
4 Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus typologischer Sichtweise: Dieses Kapitel klassifiziert U-I Kooperationen in verschiedene Typen, wie Problemlösung oder Wissensgenerierung, und analysiert diese anhand ihres Spannungsfeldes zwischen akademischer Relevanz und marktorientierter Verwertung.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont, dass der Konflikt zwischen den unterschiedlichen Grundausrichtungen von Wissenschaft und Wirtschaft durch kontinuierliche, multiple Kooperationen aufgelöst werden kann.
Open Innovation, Kooperationen, Forschungseinrichtungen, Innovationsprozess, Privatwirtschaft, Wissensgenerierung, Technologiemanagement, U-I Kooperation, Produktentwicklung, Grundlagenforschung, Motive, Netzwerke, Synergieeffekte, Forschungslandschaft, Typologisierung
Die Arbeit untersucht die Entstehung und Gestaltung von Kooperationen zwischen akademischen Forschungseinrichtungen und privatwirtschaftlichen Unternehmen im Rahmen des Open Innovation Ansatzes.
Die Arbeit behandelt Innovationsprozesse, die deutsche Forschungslandschaft, Motivationsfaktoren für Kooperationen sowie eine typologische Klassifizierung verschiedener U-I (University-Industry) Kooperationsformen.
Das Ziel ist es, die Entstehung dieser Kooperationen dualperspektivisch zu beschreiben, Konflikte zwischen akademischer Freiheit und wirtschaftlicher Verwertung aufzuzeigen und Lösungswege zu analysieren.
Die Arbeit nutzt ein deduktives Vorgehen, kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit empirisch erhobenen Daten aus qualitativen Experteninterviews und gleicht diese dialektisch ab.
Der Hauptteil gliedert sich in eine motivationale Sichtweise, in der Anreize wie Reputation und ökonomische Faktoren diskutiert werden, und eine typologische Betrachtung, die verschiedene Kooperationsmodelle kategorisiert.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Open Innovation, U-I Kooperation, akademischer Output, Wissensgenerierung und Innovationsmanagement gekennzeichnet.
Firmen suchen den Zugang zu grundlegendem Fachwissen, möchten betriebsblinde Strukturen aufbrechen und nutzen solche Kooperationen zudem für die frühzeitige Rekrutierung hochqualifizierter Nachwuchskräfte.
Durch eine langfristig angelegte "multiple Zusammenarbeit", in der ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, lässt sich das Spannungsfeld zwischen wissenschaftlichem Publizieren und wirtschaftlichem Schutz von Wettbewerbsvorteilen kompensieren.
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