Magisterarbeit, 2003
173 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Theoretische Vorüberlegungen zum Naturbegriff
2.1 Allgemeine begriffliche Vorüberlegungen zum Naturbegriff
2.1.1 Lexikalische Definition des Naturbegriffs
2.1.2 Philosophischer Definitionsversuch nach Spaemann: Definition in Abgrenzung zum begrifflichen Gegensatz
2.1.3 Untersuchungsergebnisse nach Trommer
2.2 Überblick über die historische Bedeutung des Naturbegriffs
2.2.1 Naturverständnis in der Vorzeit der Zivilisation
2.2.2 Griechische Antike
2.2.2.1 Theorien des Denkens vor Sokrates
2.2.2.2 Aristoteles
2.2.3 Römisches Naturverständnis
2.2.4 Christliches Naturverständnis im Mittelalter
2.2.4.1 Lehre der Scholastik
2.2.5 Renaissance
2.2.6 Frühe Neuzeit
2.2.7 Aufklärung
2.2.8 Romantik und ihre Vorläufer
2.2.9 Weiterentwicklung im 19. Jahrhundert
2.3 Naturverständnis heute
2.3.1 Natur als Ausdruck der weltlichen Harmonie
2.3.2 Die Umweltproblematik als negative Natürlichkeit
2.3.2.1 Defintion des Begriffs „Ökologie
2.3.3.2 Das Verhältnis Mensch – negative Natürlichkeit
2.4. Traditionelles Naturverhältnis vs. Forderungen nach einem neuen Naturverständnis
2.4.1 Naturgefährdung vs. Reales Handeln
2.4.1.1 Psychologischer Erklärungsansatz
2.4.1.2 Forderung einer neuen ökologischen Vernunft
2.5 Moderne sozialwissenschaftliche Theorie zur Natur- und Ökologieproblematik
2.5.1 langwierige Aufnahme des Naturbegriffs in die Sozialwissenschaften
2.5.2 Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung
2.5.3 Marx: Natur und Arbeit
2.5.4 Max Weber: Exkurs des Naturverhältnisses
2.5.5 Karl Popper: Kritischer Rationalismus
2.5.6 Natur in der Systemtheorie Niklas Luhmanns
2.5.6.1 Grundlagen der Luhmannschen Systemtheorie
2.5.6.1.1 Einführung des Umweltbegriffs
2.5.6.1.2 Komplexitätsreduktion, Binäre Codes
2.5.6.2 Möglichkeiten der gesellschaftlichen Reaktion auf Umweltprobleme
2.5.6.3 Folgen der Umweltproblematik aus der Sicht Luhmanns
2.5.7 Jürgen Habermas: Kritische Theorie
2.6 Empirische Untersuchungen
2.6.1 Bögeholz: Qualitäten primärer Naturerfahrung
2.6.1.1 Naturerfahrung, Naturwissen, Naturhandeln
2.6.1.2 Definition von Naturerfahrung
2.6.1.3 Naturerfahrungsdimensionen nach Bögeholz
2.6.1.4 Klassifizierung von Naturerfahrungstypen
2.6.2 Armin Lude: Naturerfahrung und Naturschutzbewusstsein
2.6.2.1 Naturerfahrungsdimensionen nach Lude
2.6.2.2 Ergebnisse der Studie
2.6.2.2.1 Naturerfahrungstypen
2.7 Zusammenfassung der Vorüberlegungen und Ausblick
3. Faktorenanalyse
3.1 Abgrenzung faktorenanalytischer Verfahren
3.1.1 Unterscheidung explorative- konfirmatorische Faktorenanalyse
3.1.2 Unterscheidung nach Zielen bei der Faktorenanalyse
3.1.3 Hauptkomponentenanalyse und Explorative Faktorenanalyse bzw. Hauptachsenanalyse
3.2 Variablenauswahl
3.2.1 Frage 1: Die ersten Eindrücken der nach dem Nationalparkbesuch
3.2.2 Frage 2: Die besonders beeindruckenden Erlebnisse während des Nationalparkbesuchs
3.2.3 Frage 4: Dauer des Nationalparkbesuchs
3.2.4 Fragen 13 und 14: Anzahl der bisherigen Besuche im Nationalpark
3.2.5 Frage 21: Motive für den Nationalparkbesuch
3.2.6 Fragen 24-27: Informationsgewinnung der Besucher
3.2.7 Frage 29: Bewertungen von Angebotserweiterungen
3.2.8 Frage 30: Zustimmung zu weiteren Veränderungsvorschlägen
3.2.9 Frage 38: Nichterfüllte Erwartungen nach dem Nationalparkbesuch
3.3 Datenbasis der Faktorenanalyse
3.3.1 Problem der fehlenden Werte (Missing-Value-Problem)
3.4 Korrelationsmatrix
3.4.1 Korrelationsmatrix des vorliegenden Datensatzes
3.4.1.1 Signifikanzniveau der Korrelationen
3.4.1.2 Inverse der Korrelationsmatrix
3.4.1.3 Bartlett-Test auf Sphärizität
3.4.1.4 Anti-Image-Kovarianz-Matrix
3.4.1.5 Kaiser-Meyer-Olkin-Kriterium (KMK)
3.5 Hauptkomponentenanalyse
3.5.1 Bestimmung der faktoriellen Struktur und der Anzahl der Faktoren
3.5.1.1 Vereinfachter Ablauf der Hauptkomponentenanalyse
3.5.2 Faktorenextraktion
3.5.2.1 Faktorladung
3.5.2.2 Eigenwert
3.5.2.3 Mathematisches Modell der Faktorenextraktion
3.5.2.4 Bestimmung der Kommunalitäten
3.5.2.5 Variablenvarianz bei der Faktorenanalyse
3.5.3 Bestimmung der Faktorenzahl
3.5.3.1 Entscheidungshilfen zur Bestimmung der Faktorenanzahl
3.5.3.1.1 Kaiser-Guttman-Kriterium
3.5.3.1.2 Screeplot/ Scree-Test
3.5.3.1.3 Inhaltliche Plausibilität
3.5.4 Die inhaltliche Bedeutung der gefundenen Faktoren
3.5.4.1 Faktorenarten
3.5.4.2 Eignung der Faktorladungsmatrix
3.5.5 Rotation
3.5.5.1 Rotationsmethoden
3.5.5.1.1 Varimax-Rotation
3.5.5.2 Interpretation der rotierten Faktorladungsmatrix
3.5.5.2.1 Interpretation des ersten Faktors
3.5.5.2.2 Interpretation des zweiten Faktors
3.5.5.2.3 Interpretation des dritten Faktors
3.5.5.2.4 Interpretation des vierten Faktors
3.5.6 Beurteilung der Güte der Faktorlösung
3.5.7 Zusammenfassung
3.6 Explorative Faktorenanalyse/ Hauptachsenanalyse
3.6.1 Wiederholung: Abgrenzung Hauptkomponentenanalyse und explorative Faktorenanalyse
3.6.2 Vor- und Nachteile der Verfahren
3.6.3 Vereinfachter Ablauf der Explorativen Faktorenanalyse
3.6.4 Korelationsmatrix und Kommunalitätenschätzung
3.6.5 Faktorenextraktion, Rotation und Interpretation
3.7 Weitere Verfahren der Faktorenanalyse
3.8 Probleme bei der Hauptachsenanalyse
3.8.1 Vorselektion der Probandengruppe
3.8.2 Bezugsgruppenabhängigkeit
3.8.3 Trennschärfe der Items
3.8.4 Offene Fragen
3.9 Faktorenanalystische Ergebnisse durch separate Analyse von offenen und geschlossenen Fragen
3.9.1 Ergebnisse der getrennten Analyse
3.9.2 Bedeutung der separaten Analyseergebnisse
3.10 Vergleich der gefundenen Naturerfahrungsdimensionen mit den Ergebnissen früherer empirischer Untersuchungen
3.10.1 Naturerfahrungsdimension: „Synthetische Natur“
3.10.2 Naturerfahrungsdimension „Ästhetik ursprünglicher Natürlichkeit“
3.10.3 Naturerfahrungsdimension „Abenteuer Natur“
3.10.4 Naturerfahrungsdimension „Tierbegegnungen“
3.10.5 Resümee des Vergleichs der Naturerfahrungsdimensionen
3.11 Zusammenfassung und Auswertung
3.12 Zusammenfassung und weiterführende Anmerkungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Identifikation von Naturerfahrungsdimensionen auf der Basis der Besucherbefragung im Nationalpark Hainich aus dem Jahr 2002. Es soll untersucht werden, wie Besucher die Natur im Park erleben, ob sich diese Naturerfahrungen von alltäglichen Erlebnissen unterscheiden und inwiefern sich das Verhältnis der Menschen zur ökologischen Umwelt gewandelt hat.
2.3 Naturverständnis heute
In den letzten Jahren drängt sich das Thema Natur vornehmlich mit Bezug auf die Umweltproblematik und deren Krise in das menschliche Bewusstsein. Treibhauseffekt, saurer Regen, zunehmende Kontamination der Böden sind nur einige der latent vorherrschenden Thematiken, die schnellster Lösung bedürfen. Nichtsdestotrotz besteht weiterhin die Sehnsucht der Menschen nach der unberührten Natur, nach „grünen Flecken“ fernab vom Alltag. Neben den eben angesprochenen ökologischen Problemen, über deren Aktualität jeder Bescheid zu wissen scheint, gibt es also noch den Glauben an eine „reine Natur“. Natur wird wie in früheren Epochen noch als Ressource des Überlebens angesehen, wobei dieser Aspekt durch erhöhte Selbstverständlichkeit geprägt ist. Der Nutzen der natürlichen Ressourcen steht allerdings heute eher unbewusst im Vordergrund, wobei die wachsende Überzeugung der Endlichkeit ersterer vornehmlich thematisiert wird. Im Gegensatz dazu hat Natur einen Bedeutungsgewinn in einer Weise erlangt, deren Wurzeln in der Romantik auszumachen sind: Wertschätzung der Natur um ihrer selbst willen. Es sollen nun diese beiden Facetten, sowohl die eben beschriebene positive Assoziation von Natur als auch die negative Seite des oft angemahnten baldigen ökologischen Kollapses in Bezug auf menschliches Handeln und Denken untersucht werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Nationalparkthematik ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, Naturerfahrungsdimensionen anhand einer Besucherbefragung im Hainich zu identifizieren.
2. Theoretische Vorüberlegungen zum Naturbegriff: Dieses Kapitel erörtert verschiedene Definitionen von „Natur“ aus philosophischer, historischer und sozialwissenschaftlicher Sicht und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Nutzung und Schutz.
3. Faktorenanalyse: Der methodische Teil beschreibt die Anwendung der Faktorenanalyse als statistisches Instrument zur Datenreduktion, um aus dem Datensatz der Hainich-Studie latente Naturerfahrungsdimensionen zu extrahieren.
Naturerfahrung, Nationalpark Hainich, Faktorenanalyse, Naturschutzbewusstsein, Besucherbefragung, Umweltproblematik, Naturverständnis, Datenreduktion, Sozialwissenschaftliche Theorie, Ästhetik, Systemtheorie, ökologische Kommunikation, empirische Sozialforschung, Natur-Mensch-Verhältnis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den verschiedenen Dimensionen, wie Menschen Natur erfahren und erleben, und untersucht dies anhand einer spezifischen Besucherbefragung im Nationalpark Hainich.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Naturbegriffs, die historische Entwicklung des Naturverhältnisses sowie die Anwendung multivariater Statistik (Faktorenanalyse) zur Auswertung empirischer Daten.
Das primäre Ziel ist die Identifikation und Kategorisierung von spezifischen Naturerfahrungsdimensionen bei Besuchern des Nationalparks Hainich, um zu verstehen, was den Park als besonders erfahrenswert macht.
Die Autorin nutzt vorwiegend die Faktorenanalyse (Hauptkomponentenanalyse), um die hohe Komplexität der erhobenen Fragebogendaten auf wenige, inhaltlich interpretierbare Faktoren zu reduzieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende historische und soziologische Theoriearbeit zum Naturbegriff sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem die Datenbasis, die Variablenauswahl und die statistische Durchführung der Faktorenanalyse detailliert dokumentiert werden.
Naturerfahrung, Nationalpark Hainich, Faktorenanalyse, Naturschutzbewusstsein und Sozialwissenschaftliche Theorie sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Im Gegensatz zu Studien in Schulumgebungen nutzt diese Arbeit eine konkrete Besuchersituation im Nationalpark, was die Erfassung aktueller Eindrücke und spezifischer Motive ermöglicht, statt allgemeine Einstellungen zu erfragen.
Luhmanns Theorie wird herangezogen, um zu verdeutlichen, dass Gesellschaftssysteme wie Wirtschaft oder Politik Umweltprobleme nur durch ihre spezifischen binären Codes (z.B. zahlen/nicht zahlen) wahrnehmen können, was direkte ökologische Reaktionen erschwert.
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