Diplomarbeit, 2003
234 Seiten, Note: 1,3
0 Einleitung
1 Begriffsdefinitionen
1.1 Leit- und Informationssystem
1.1.1 Verkehrsleitsystem
1.2 Beschilderung und Besucherlenkung
1.3 Orientierung und Wegweisung
1.4 Städtetourismus
1.5 Marketing
1.5.1 Stadtmarketing
1.5.2 Tourismusmarketing
2 Theoretische Grundlagen der Orientierungs- und Beschilderungssysteme
2.1 Orientierungssysteme
2.1.1 Psychologische Aspekte der Orientierung
2.1.2 Ablauf eines Orientierungssystems
2.1.3 Lösung eines Orientierungsproblems
2.1.4 Semiotische Grundlagen
2.2 Beschilderungssysteme
2.2.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen
2.2.2 Wahrnehmung der Beschilderung
3 Touristische Leit- und Informationssysteme
3.1 Aufgaben und Ziele touristischer Leit- und Informationssysteme
3.2 Arten touristischer Leit- und Informationssysteme
3.3 Nutzer touristischer Leit- und Informationssysteme
3.4 Besonderheiten touristischer Leit- und Informationssysteme
3.5 Touristische Leit- und Informationssysteme als Teil des Marketing
3.5.1 Touristische Leit- und Informationssysteme und das Angebot einer Destination
3.5.2 Touristische Leit- und Informationssysteme als Bestandteil der Dienstleistungskette
3.5.3 Touristische Leit- und Informationssysteme und Stadt- sowie Tourismusmarketing
4 Integrierte touristische Leit- und Informationssysteme
4.1 Konzeption eines integrierten touristischen Leit- und Informationssystems
4.2 Entwicklungsprozess eines integrierten touristischen Leit- und Informationssystems
4.3 Beteiligte Partner bei der Konzeption eines integrierten touristischen Leit- und Informationssystems
4.4 Kritische Erfolgsfaktoren eines integrierten touristischen Leit- und Informationssystems
4.5 Anforderungen an ein integriertes touristisches Leit- und Informationssystem
5 Touristische Struktur der untersuchten Städte
5.1 Nürnberg
5.2 Leipzig
5.3 Dresden
5.4 Vergleich der untersuchten Städte Nürnberg, Leipzig und Dresden
5.4.1 Gemeinsamkeiten
5.4.2 Unterschiede
6 Vergleich der touristischen Leit- und Informationssysteme der untersuchten Städte
6.1 Methodische Grundlagen
6.2 Nürnberg
6.2.1 Experteninterviews
6.2.2 Konzeption des touristischen Leit- und Informationssystems
6.2.3 Elemente des touristischen Leit- und Informationssystems
6.2.4 Beurteilung des touristischen Leit- und Informationssystems
6.3 Leipzig
6.3.1 Experteninterviews
6.3.2 Konzeption des touristischen Leit- und Informationssystems
6.3.3 Elemente des touristischen Leit- und Informationssystems
6.3.4 Beurteilung des touristischen Leit- und Informationssystems
6.4 Dresden
6.4.1 Experteninterviews
6.4.2 Designwettbewerb für das touristische Leit- und Informationssystem
6.4.3 Vorhandene Elemente des touristischen Leit- und Informationssystems
6.4.4 Empfohlene Elemente des touristischen Leit- und Informationssystems
6.5 Vergleich der Leit- und Informationssysteme der untersuchten Städte
6.5.1 Gemeinsamkeiten
6.5.2 Unterschiede
7 Schlussbetrachtung
Diese Diplomarbeit zielt darauf ab, die innerstädtischen touristischen Leit- und Informationssysteme umfassend zu untersuchen und zu vergleichen, um auf dieser Basis substantielle Handlungsempfehlungen für die sächsische Landeshauptstadt Dresden abzuleiten. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Wirksamkeit und Konzeption touristischer Beschilderungen im öffentlichen Raum.
2.1.1 Psychologische Aspekte der Orientierung
Befindet sich ein Ortsfremder sich in einer unbekannten Umgebung, besitzt er ein gewisses Informationsbedürfnis. Das heißt, der Ortsunkundige will sich zurechtfinden und muss damit eine Aufgabe lösen. Genauer definiert, ist das Problem die Orientierung im Raum und die Lösung des Problems ist die Route zum Ziel. Der Ortsfremde hat das Vorhaben ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Um dieses Problem der Orientierung zu lösen, trifft er, nach Auffassung von Wenzel, entlang seines Weges eine planmäßige Aufeinanderfolge von Entscheidungen.
Diese nacheinanderfolgenden Wegabschnitte lassen sich in einem sogenannten Vorhabenplan oder Decision Plans abbilden. Die Problemlösung besteht aus mehreren Einzelschritten. Diese sind in einem vollständigen Vorhabenplan zusammengefasst und gliedern die vielschichtige Orientierungsaufgabe in kleinere Aufträge. Wenn der Ortsfremde die jeweiligen Entscheidungen im richtigen Ablauf getroffen hat, ist sein Ziel erreicht und er hat die Gesamtaufgabe Orientierung gelöst. Beispielhaft ist ein vereinfacht dargestellter Vorhabenplan beim Besuch einer Stadt in Abbildung 1 aufgezeigt.
Mit Hilfe des erdachten Vorhabenplans können komplexe Orientierungsvorgänge von Ortsfremden schematisiert werden. Dadurch lassen sich Knotenpunkte, an denen ein Leit- und Informationssystem unentbehrlich ist, feststellen. Die beschriebene Psychologie des Zurechtfindens läuft beim Wegsuchenden unterschwellig ab. Dennoch sollte der Planer eines Beschilderungssystems verschiedene Vorhabenpläne erarbeiten, um die vorstellbaren Wege der Ortsfremden besser einschätzen zu können und dadurch ein gut funktionierendes Leit- und Informationssystem zu konzipieren.
0 Einleitung: Stellt das Ziel der Arbeit dar, die touristischen Leit- und Informationssysteme in Nürnberg, Leipzig und Dresden zu untersuchen und Handlungsempfehlungen für Dresden zu geben.
1 Begriffsdefinitionen: Definiert grundlegende Fachbegriffe wie Leitsystem, Verkehrsleitsystem, Beschilderung und Stadtmarketing für den weiteren Verlauf der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen der Orientierungs- und Beschilderungssysteme: Erläutert psychologische und semiotische Aspekte der Orientierung sowie gesetzliche Rahmenbedingungen für Beschilderungen.
3 Touristische Leit- und Informationssysteme: Behandelt Aufgaben, Ziele, Zielgruppen und die Verknüpfung von Leitsystemen mit Marketingkonzepten.
4 Integrierte touristische Leit- und Informationssysteme: Fokussiert auf die Konzeption, den Entwicklungsprozess, beteiligte Akteure und kritische Erfolgsfaktoren für ganzheitliche Systeme.
5 Touristische Struktur der untersuchten Städte: Analysiert und vergleicht die touristische Ausgangslage und statistische Daten von Nürnberg, Leipzig und Dresden.
6 Vergleich der touristischen Leit- und Informationssysteme der untersuchten Städte: Präsentiert die praktische Analyse der Beschilderungskonzepte in den drei Städten anhand von Experteninterviews und Ortsbegehungen.
7 Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung integrierter Leit- und Informationssysteme für die touristische Entwicklung einer Stadt.
Touristisches Leit- und Informationssystem, Beschilderungskonzept, Orientierung, Stadtmarketing, Tourismusmarketing, Wegweisung, Städtetourismus, Besucherlenkung, Farbleitsystem, Parkleitsystem, Hotelleitsystem, Corporate Design, Standortmarketing, Besucherfrequentierung.
Die Diplomarbeit analysiert und vergleicht touristische Leit- und Informationssysteme in den Städten Nürnberg, Leipzig und Dresden, um daraus Empfehlungen für Dresden abzuleiten.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Orientierung, die Gestaltung von Beschilderungskonzepten, deren Einbindung in Marketingstrategien sowie die praktische Umsetzung in ausgewählten deutschen Großstädten.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung von substantiierten Handlungsempfehlungen für ein zukunftsfähiges touristisches Leit- und Informationssystem in der Landeshauptstadt Dresden.
Neben einer wissenschaftstheoretischen Literaturanalyse werden Experteninterviews mit Verantwortlichen der Städte geführt und Ortsbegehungen der Innenstädte zur Kartierung der Beschilderung durchgeführt.
Der Hauptteil erörtert theoretische Konzepte zur Orientierung, die Integration von Leitsystemen in das Stadtmarketing und eine detaillierte Analyse der bestehenden Systeme in den drei Vergleichsstädten.
Wichtige Begriffe sind touristisches Leitsystem, Beschilderungskonzept, Orientierung, Stadtmarketing, Wegweisung und Besucherlenkung.
Nürnberg dient als Vergleichsstadt, da es ein funktionierendes, farbleitsystem-basiertes Konzept in der Altstadt besitzt, das als "europäisches Modell" für historische Innenstädte gilt.
Die Finanzierung variiert zwischen rein städtischen Budgets und Modellen der öffentlich-privaten Partnerschaft, bei denen z.B. Hotels oder private Werbepartner an den Kosten beteiligt werden.
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