Bachelorarbeit, 2010
66 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Grundlagen konzerninterner Verrechnungspreise
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.2 Funktion und Ziele
3 Verrechnungspreise in international agierenden Unternehmen
3.1 Unternehmenspolitische Bedeutung
3.2 Konzerninterne Gestaltungsspielräume
4 Betriebswirtschaftliche Ermittlungsmethoden angemessener Verrechnungspreise
4.1 Standardmethoden
4.1.1 Preisvergleichsmethode (comparable price method)
4.1.2 Wiederverkaufspreismethode (resale price method)
4.1.3 Kostenaufschlagsmethode (cost plus method)
4.2 Gewinnorientierte Methoden
4.3 Sonstige Methoden
5 Steuerrechtliche Betrachtung von Verrechnungspreisen
5.1 Rechtliche Dokumentationsvorschriften
5.1.1 Bisherige Rechtlage
5.1.2 Reform der bisherigen Rechtslage
5.2 Steuerrechtlich relevante Verrechnungspreismethoden
5.3 Auswirkung von Verrechnungspreisen auf die Steuerbelastung eines Unternehmens
6 Die XXX
6.1 Unternehmensbeschreibung
6.1.1 Gegenstand des Unternehmens
6.1.2 Rechtliche Struktur
6.1.3 Überblick der konzerninternen Geschäftsbeziehungen
6.2 Die Bedeutung interner Verrechnungspreise für die XXX
6.2.1 Steuerrechtliche Auswirkungen
6.2.2 Pretiale Lenkung
6.3 Die Ersterstellung einer Verrechnungspreisdokumentation bei der XXX
6.3.1 Allgemeine Anforderungen an die Dokumentation
6.3.1.1 Inhalt und Formalitäten
6.3.1.2 Qualitative Anforderungen
6.3.1.3 Zeitpunkt der Erstellung
6.3.1.4 Sonderregelungen
6.3.2 Der Dokumentationsprozess
6.3.2.1 Analyse der Transaktionsflüsse zu nahestehenden Unternehmen
6.3.2.2 Funktions- und Risikoanalyse
6.3.2.3 Festlegung der Verrechnungspreismethode
6.3.3 Die Bedeutung konzerninterner Richtlinien
6.3.4 Kritische Betrachtung des Erstellungsprozesses
7 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Umsetzung konzerninterner Verrechnungspreise in multinationalen Unternehmen, mit besonderem Fokus auf die Anforderungen an eine rechtskonforme Dokumentation am Beispiel der XXX. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Verrechnungspreise sowohl steuerlich als auch betriebswirtschaftlich zur Unternehmenssteuerung genutzt werden können und welche Herausforderungen bei der erstmaligen Erstellung einer entsprechenden Dokumentation nach deutschem Steuerrecht auftreten.
Die Preisvergleichsmethode (comparable price method)
Nach den deutschen Verwaltungsgrundsätzen (VWG), den OECD-Richtlinien sowie den US-amerikanischen Verrechnungspreisgrundsätzen ist die Preisvergleichsmethode eine der drei Standardverrechnungspreismethoden. Innerhalb der Standardmethoden existiert keinerlei Rangfolge, sodass die Preisvergleichsmethode mit der Wiederverkaufspreismethode und der Kostenaufschlagsmethode auf einer Ebene angesiedelt ist. Grundsätzlich steht der tatsächliche Fremdvergleich im Fokus, sodass in der Praxis das zweckmäßigste Verfahren Anwendung finden sollte.
Die Preisvergleichsmethode lässt sich in zwei verschiedene Arten disponieren, zum einen dem äußeren Preisvergleich, der sich wiederum in einen direkten und einen indirekten segmentieren lässt, und zum anderen dem inneren Preisvergleich. Der äußere Preisvergleich zielt explizit darauf ab, dass die internen Verrechnungspreise nicht mit den internen Preisen eines anderen Konzerns zu vergleichen sind, sondern dieser Vergleich nur zwischen voneinander unabhängigen Personen anzuwenden ist. Es ist die Intention einen Verrechnungspreis zu finden, welcher ebenso zwischen fremden Unternehmen entstanden wäre. Anwendung findet dieser Preisvergleich insbesondere bei Marktpreisen, von denen Börsennotierungen existieren, oder welche über branchenübliche Preise und Verträge zwischen unverbundenen Unternehmen zu ermitteln sind.
Ein direkter Preisvergleich ist durchführbar, sofern die zu vergleichenden Geschäfte möglichst gleichartig sind, was bedeutet, dass alle maßgebenden Bewertungs- und Einflussfaktoren identisch oder zumindest ähnlich sein müssen. Zu diesen Faktoren gehören beispielsweise die Qualität der Güter, wie auch die geographische Vergleichbarkeit sowie das Volumen eines Geschäfts. Selbst wenn nahezu identische Verhältnisse zwischen zu vergleichenden Geschäften anzutreffen sind, so ist nicht zu erwarten, dass daraus identische Preise resultieren. In der Realität werden regelmäßig keine homogenen Verhältnisse vorzufinden sein, sodass ähnliche Geschäfte lediglich ähnliche Preise hervorbringen. Des Weiteren ist ein entsprechender Gestaltungsspielraum einzuräumen, ohne den die wirtschaftliche Praxis nicht lebensfähig wäre.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung interner Leistungsflüsse in globalen Konzernen und führt in die rechtliche Relevanz der Dokumentationspflichten für Verrechnungspreise in Deutschland ein.
2 Grundlagen konzerninterner Verrechnungspreise: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Verrechnungspreise und erläutert deren steuerliche und betriebswirtschaftliche Funktionen sowie Ziele.
3 Verrechnungspreise in international agierenden Unternehmen: Der Fokus liegt auf der unternehmenspolitischen Bedeutung der arbeitsteiligen Organisation und den Spielräumen bei der Verrechnungspreisgestaltung.
4 Betriebswirtschaftliche Ermittlungsmethoden angemessener Verrechnungspreise: Das Kapitel detailliert die verschiedenen Methoden wie Preisvergleichs-, Wiederverkaufspreis- und Kostenaufschlagsmethode sowie gewinnorientierte Ansätze zur Bestimmung fremdüblicher Preise.
5 Steuerrechtliche Betrachtung von Verrechnungspreisen: Es erfolgt eine Analyse der gesetzlichen Dokumentationsvorschriften, der rechtlichen Änderungen seit 2003 und der Auswirkungen auf die Konzernsteuerbelastung.
6 Die XXX: Dieses Kapitel stellt das Praxisbeispiel der XXX dar, beschreibt die Unternehmensstruktur, die Bedeutung der Verrechnungspreise für das Unternehmen und erläutert den konkreten Dokumentationsprozess sowie die Rolle interner Richtlinien.
7 Schlussbemerkung: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und bewertet kritisch den Dokumentationsaufwand für das Unternehmen im Kontext der gesetzlichen Anforderungen.
Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, Arm's-Length-Principle, Dokumentationspflicht, Konzern, Steuerbelastung, Betriebswirtschaftliche Methoden, Preisvergleichsmethode, Kostenaufschlagsmethode, Gewinnorientierte Methoden, Transaktionsanalyse, Steuerrecht, XXX, Interne Leistungsströme, Gewinnverschiebung.
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der komplexen Thematik der konzerninternen Verrechnungspreise in multinationalen Unternehmen und deren Bedeutung für die Steuerpraxis sowie die interne Unternehmenssteuerung.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Verrechnungspreisbildung, die verschiedenen Ermittlungsmethoden gemäß internationaler Standards sowie die spezifischen deutschen Dokumentationspflichten.
Ziel ist es, die steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Herausforderungen von Verrechnungspreisen aufzuzeigen und den Erstellungsprozess einer gesetzeskonformen Dokumentation am Beispiel eines konkreten Unternehmens, der XXX, zu illustrieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu betriebswirtschaftlichen und steuerrechtlichen Standards sowie auf einer praktischen Fallstudie, die durch Interviews mit Unternehmensverantwortlichen der XXX gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der Verrechnungspreisbildung, die steuerrechtliche Einordnung inklusive der Dokumentationsvorschriften sowie eine detaillierte Praxisanalyse der XXX, inklusive deren Transaktionsstrukturen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Verrechnungspreise, Fremdvergleichsgrundsatz, Dokumentationspflicht, Konzernsteuerung und steuerliche Gewinnabgrenzung.
Die Erstellung war besonders herausfordernd, da kein bestehendes System oder Vorwissen zur Dokumentation vorhanden war, das Personal für die zeitintensive Aufarbeitung fehlte und benötigte Informationen über Jahre in der Vergangenheit lagen.
Interne Richtlinien, wie etwa für den Materialbezug oder bei Wechselkursschwankungen (Leitkurse), engen den Spielraum der Tochtergesellschaften ein, um eine einheitliche, zentral koordinierte Preis- und Wettbewerbsstrategie des Konzerns zu gewährleisten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

