Masterarbeit, 2012
96 Seiten, Note: 1.4
1. Einleitung
1.1. Ausgangslage
1.2. Schwachstellen in der Interaktion zwischen Management und Sicherheit in der Informationstechnologie
1.3. Ziele und Abgrenzung der Arbeit
1.4. Vorgehen und Aufbau der Arbeit
2. Sicherheit der Informationstechnologie und das Einbinden in die Managementperspektive
2.1. Unternehmensführung
2.2. Managementkonzepte
2.2.1. Corporate Governance/COSO
2.2.2. IT-Governance/COBIT
2.2.3. Informationssicherheit / ISO/IEC 2700x
2.2.4. IT-Service Management / ITIL
2.2.5. IT-Risikomanagement / ISO/IEC 31000
2.3. Technische und organisatorische Aspekte der Sicherheit
2.3.1. Abgrenzung der Sicherheit
2.3.2. Abhängigkeiten zwischen Risiken und der Sicherheit
2.3.3. Sicherheit - eingebunden in die Organisation der Unternehmung
2.4. Eine integrale Perspektive auf das Unternehmen zeigt ein vernetztes System
2.4.1. System
2.4.2. Systemisches Denken
2.5. Fazit
3. Theoretische Untersuchung zur Überprüfung der Forschungsfrage
3.1. Überlegung bei der Vorbereitung zur Durchführung der Untersuchung
3.1.1. Methodik der Untersuchung
3.1.2. Qualität der Untersuchung
3.1.3. Vorgehen bei der Untersuchung
3.2. Entwicklung des Wirkungsdiagramms – Informationssicherheit und Unternehmensführung
3.3. Untersuchung der Feedbackschleifen als Teil des Wirkungsdiagramms
3.3.1. Feedbackschleife - Unternehmenswachstum
3.3.2. Feedbackschleife IT-Service Funktionalität
3.3.3. Feedbackschleife-Risiko
3.4. Untersuchung der Kommunikation im Wirkungsdiagramm
3.5. Fazit
4. Wirkungszusammenhänge und Empfehlungen
4.1. Erkenntnisse zu den Wirkungszusammenhängen
4.2. Erkenntnisse im Kontext der Forschungsfrage
4.3. Empfehlungen zur verstärkten Einbindung der Sicherheit in die Unternehmensführung
4.3.1. Empfehlung zu den Dimensionen: Organisation, Managementkonzept und Prozess
4.3.2. Empfehlung zu den Dimensionen: Kommunikation
4.4. Praxis
5. Kritische Würdigung
6. Schlussbetrachtung und Ausblick
6.1. Schlussbetrachtung
6.2. Ausblick
Die Master-Thesis untersucht, wie Informationen zur Sicherheit der Informationstechnologie effektiv in die Führungsstrukturen und Prozesse einer Unternehmung eingebunden werden können, um eine ganzheitliche Steuerung zu ermöglichen. Der Autor analysiert hierfür die Interaktion zwischen der Unternehmensführung und dem Sicherheitsfachbereich unter Berücksichtigung verschiedener Managementkonzepte.
Systemisches Denken
Beim systemischen Denken handelt es sich um einen Ansatz, bei welchem eine Situation als Ganzes mit ihren Verbindungen und Wirkungen untersucht werden soll. Was genau darunter zu verstehen ist, soll folgend erläutert werden.
Die Möglichkeiten der heutigen Informationstechnologien und den damit verbundenen Funktionalitäten zeigen auf, dass durch den hohen Grad der Vernetzung ein einfaches Erkennen von Ursache und Wirkung bei Führungsaufgaben oder Geschäftsabläufen nicht ohne weiteres möglich ist. Eine mögliche Begründung dieses Sachverhaltes sieht Fredmund Malik darin, dass ein technomorphes Denken noch weit verbreitet ist. In diesem Denkverhalten wird auf lineare Kausalketten fokussiert, indem eine Wirkung, zum Beispiel Schadsoftware auf einem IT-System, auf nur eine Ursache, zum Beispiel ungenügendes Sicherheitsgateway zurückgeführt wird. Geprägt und verstärkt wird dieses Denken dadurch, dass viele Problemlösungswerkzeuge, welche in der täglichen Praxis genutzt werden, auf dem Lösungsansatz beruhen, ein Problem zu zerlegen.
Dabei werden lineare Kausalketten unterteilt, so dass dabei das in den Blick zu nehmende System mit den Fragen der Informationssicherheit, der Unternehmensführung und deren Konzepte einzeln untersucht wird. Die gewonnenen Resultate dienen folglich als Grundlage, um das System als Ganzes zu verstehen. Dieses Vorgehen und die Betrachtung weisen jedoch erhebliche Mängel auf. So wird im geschilderten Vorgehen das System in seiner Vernetztheit zerstört und Merkmale eines Systems in seiner Gesamtheit können nicht mehr erkannt werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage, die Problemstellung bezüglich der Interaktion von Management und Sicherheit sowie die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit.
2. Sicherheit der Informationstechnologie und das Einbinden in die Managementperspektive: Der theoretische Rahmen wird hier abgesteckt, indem verschiedene Managementkonzepte und die technischen sowie organisatorischen Aspekte der Informationssicherheit definiert werden.
3. Theoretische Untersuchung zur Überprüfung der Forschungsfrage: In diesem zentralen Kapitel wird die Methodik dargelegt und die Untersuchung anhand von Wirkungsdiagrammen und Feedbackschleifen durchgeführt.
4. Wirkungszusammenhänge und Empfehlungen: Hier werden die Ergebnisse der Untersuchung verdichtet und konkrete Empfehlungen zur besseren Integration der Sicherheit in die Unternehmensführung ausgesprochen.
5. Kritische Würdigung: Eine methodische Reflexion der durchgeführten Master-Thesis, in der die gewählte Vorgehensweise und die Annahmen kritisch hinterfragt werden.
6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die Kernbotschaften zusammen und gibt einen Ausblick auf potenziellen weiteren Forschungsbedarf.
Informationsmanagement, Unternehmensführung, IT-Sicherheit, Informationssicherheit, Managementkonzepte, Systemisches Denken, Wirkungsdiagramm, Feedbackschleife, Risikomanagement, Corporate Governance, IT-Governance, ITIL, COBIT, Kommunikation, Prozessmanagement
Die Arbeit untersucht die oft problematische Interaktion zwischen der Unternehmensführung und dem Sicherheitsfachbereich. Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Informationssicherheit von einem rein technischen Thema zu einem integralen Bestandteil der Unternehmenssteuerung wird.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Managementkonzepten, dem Verständnis für systemische Zusammenhänge, Risikomanagement und der Verbesserung der Kommunikation zwischen IT-Fachbereichen und dem Management.
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, wie Daten und Informationen über Sicherheit so aufbereitet werden können, dass die Geschäftsleitung diese als Steuerungsgrößen in ihre Führungsstrukturen einbinden kann.
Der Autor verwendet primär qualitative Methoden und setzt Wirkungsdiagramme (Systemdynamik) ein, um die komplexen, vernetzten Beziehungen innerhalb einer Unternehmung grafisch und logisch abzubilden.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Untersuchung durch systemische Modellierung, insbesondere der Analyse von Feedbackschleifen wie Unternehmenswachstum, Service-Funktionalität und Risikomanagement, um daraus fundierte Empfehlungen abzuleiten.
Die wichtigsten Begriffe sind Informationsmanagement, Unternehmensführung, Informationssicherheit, Managementkonzepte, systemisches Denken und Wirkungszusammenhänge.
Der Autor argumentiert, dass Sicherheit heute eine Querschnittsfunktion ist. Eine rein technische Betrachtung isoliert das Thema und verhindert, dass Sicherheitsentscheidungen als strategische Erfolgsfaktoren für das gesamte Unternehmen wahrgenommen werden.
Der Autor schlägt vor, den MBTI-Typenprofil-Ansatz zu nutzen, um die Kommunikation zwischen dem Sicherheitsverantwortlichen und dem Management besser auf die jeweiligen Bedürfnisse und Denkstile abzustimmen, um Missverständnisse zu minimieren.
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