Diplomarbeit, 2010
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Definition: Klärung und Abgrenzung
3 Voraussetzungen für den Einsatz von Tieren in der tiergestützten Arbeit
3.1 Der Hund in der tiergestützten Intervention
3.2 Anforderungs- und Leistungsprofil des Beraters/Therapeuten
3.3 Welches Tier passt zu welchem Klienten
3.4 Qualifizierung der Hundetrainer
3.5 Welche Umgebung passt zu welcher Intervention
4 Tiere als Helfer im Alltag
4.1 Tiere als Unterstützungsmittel
4.2 Tiere zur unterstützenden Mobilisierung von Ressourcen
5 Einsatzbereiche von Tieren in der sozialen und pädagogischen Arbeit
5.1 Tiere im Einsatz - Praxisbeispiel Kindergarten
5.2 Tiere im Einsatz - Praxisbeispiel Schule
5.3 Tiere im Einsatz - Praxisbeispiel Seniorenheim
6 Anthropomorphisierung und Resilienz im Spannungsfeld einer neuen Sachlichkeit
7 Empirische Analyse - Befragung im Praxisfeld Hundeschulwerkstatt
7.1 Vorstellung des Fragebogens
7.2 Auswertung der Befragung
7.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
8 Schlussbetrachtung und Ausblick
9 Anhang
9.1 Quellenverzeichnis
9.1.1 Literatur
9.1.2 Gesetze, Verordnungen
9.1.3 Internet
9.1.4 Nicht publizierte Datenquellen
9.2 Übrige Verzeichnisse
9.2.1 Abbildungsverzeichnis
9.3 Diverse Unterlagen
9.3.1 Fragebogen
Die vorliegende Arbeit analysiert die Problematik der Übertragbarkeit pädagogischer Interventionen im Bereich der tiergestützten Arbeit. Das primäre Ziel ist es, die Wirksamkeit und Voraussetzungen tiergestützter Einsätze sowohl theoretisch zu fundieren als auch durch eine empirische Untersuchung im schulischen Praxisfeld zu evaluieren, wobei insbesondere die Qualität der Ausbildung und der Einsatz von Tieren als Unterstützungsmittel im Vordergrund stehen.
3.1 Der Hund in der tiergestützten Intervention
Für verantwortungsvolle Berater-Hunde-Teams sollten nachfolgende Punkte die Grundvoraussetzung für einen Einsatz sein:
• Grundkommandos müssen verlässlich abrufbar sein (Sitz, Platz, Bleib, Fuss, Hier)
• Der Hund muss gesund und gepflegt sein
• Kurze Stresssituationen müssen vom Hund ausgehalten und schnell verarbeitet werden können
• Der Hund sollte gerne gestreichelt werden wollen, reines Dulden von Streicheleinheiten ist sehr stressig für den Hund und kann zu Abwehrreaktionen führen; der Hund darf dem Stress ausweichen, aber nicht panisch reagieren
• Das Wesen des Hundes muss Menschen gegenüber aufgeschlossen sein, darf je nach Rasse, den typischen Eigenschaften entsprechen, kann aber auch zurückhaltend sein, wenn dies nicht mit Ängsten verbunden ist
• Der Hund sollte ein Abbruchsignal kennen und befolgen
Neben diesen Grundvoraussetzungen gibt es noch wünschenswerte Eigenschaften, die aber nicht für einen Einsatz notwendig sind:
• Der Jagdtrieb sollte kontrollierbar sein
• Die soziale Verträglichkeit mit anderen Hunden/Tieren sollte kontrollierbar sein
• Apportierfreudigkeit wäre von Vorteil
• Die Rasse ist frei wählbar, aber der Hund sollte möglichst aggressionsarm sein
• Leckerchen sollten vorsichtig aus der Hand genommen werden
• Der Hund sollte gut motivierbar sein (Spielzeug, Leckerchen, Stimme)
• Impulskontrollübungen wären ein zusätzlicher Anreiz
• Leinenführigkeit sollte vorhanden sein.
• Mindestens drei Kunststücke sollte der Hund zeigen können
• Der Hund sollte möglichst viele verschiedene Untergründe kennen.
Die wünschenswerten Eigenschaften können je nach Einsatz auch situativ eingeschränkt werden. Wenn der Hund sich als guter interventionsbegleitender Hund zeigt, aber Angst vor Pferden hat, könnte dies seinen Einsatz auf Innenräume beschränken, bis dieses Problem z.B. durch Training gelöst wird. Neben den Sachen, die der Hund können sollte, darf grundsätzlich nicht vergessen werden, dass der Hundehalter in der Lage sein muss, das Verhalten seines Hundes vorauszusehen.
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet das wachsende Interesse am Einsatz von Tieren in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern und unterstreicht die Notwendigkeit einer professionellen Qualifizierung.
2 Definition: Klärung und Abgrenzung: Es wird eine präzise Definition von tiergestützter Intervention erarbeitet, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und eine klare Rollenverteilung zwischen Mensch und Tier definiert.
3 Voraussetzungen für den Einsatz von Tieren in der tiergestützten Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen an das Tier (Beispiel Hund) sowie das notwendige Profil für Berater und Therapeuten.
4 Tiere als Helfer im Alltag: Es werden verschiedene Tierarten und deren Einsatzmöglichkeiten als Unterstützungsmittel sowie zur Mobilisierung von Ressourcen detailliert beschrieben.
5 Einsatzbereiche von Tieren in der sozialen und pädagogischen Arbeit: Anhand von Praxisbeispielen in Kindergarten, Schule und Seniorenheim wird der Einsatz von Tieren in konkreten Interventionsformen veranschaulicht.
6 Anthropomorphisierung und Resilienz im Spannungsfeld einer neuen Sachlichkeit: Die kritische Auseinandersetzung mit Vermenschlichung und die Bedeutung von Resilienz für die gesunde Mensch-Tier-Bindung stehen hier im Fokus.
7 Empirische Analyse - Befragung im Praxisfeld Hundeschulwerkstatt: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse einer schriftlichen Befragung zur Wirksamkeit der Hundeschulwerkstatt hinsichtlich sozialer Kompetenzen und Klassenklima.
8 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine Professionalisierung durch einheitliche Standards und eine fundierte Ausbildung für Mensch und Tier.
9 Anhang: Enthält das Quellenverzeichnis, die Abbildungsverzeichnisse sowie die verwendeten Fragebögen.
Tiergestützte Intervention, Pädagogik, Sozialtraining, Mensch-Tier-Beziehung, Hundeschulwerkstatt, Ressourcenmobilisierung, Resilienz, Anthropomorphismus, Professionalisierung, Qualitätsstandards, Soziale Kompetenz, Therapiebegleithund, Förderung, Lernprozesse, Bildungswissenschaften.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung tiergestützter pädagogischer und sozialer Interventionen unter besonderer Berücksichtigung der Qualitätsanforderungen.
Zu den Kernbereichen gehören die Definition tiergestützter Arbeit, die Voraussetzungen für den professionellen Einsatz von Tieren, die Mobilisierung von Ressourcen sowie die empirische Analyse von Sozialkompetenztraining.
Ziel ist es, die Wirksamkeit tiergestützter Interventionen zu prüfen und aufzuzeigen, dass eine professionelle Ausbildung der beteiligten Menschen und Tiere für eine qualitative Arbeit zwingend erforderlich ist.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse mit einer empirischen Befragung (Fragebögen) von Schülern und Lehrern in einer konkreten "Hundeschulwerkstatt".
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Begrifflichkeiten, die Darstellung von Anforderungsprofilen für Akteure, die Beschreibung verschiedener Einsatzbereiche sowie die Analyse von Mensch-Tier-Beziehungen.
Wichtige Begriffe sind Tiergestützte Intervention, soziale Kompetenz, Resilienz, Anthropomorphisierung, Qualitätsstandards und die Hundeschulwerkstatt als praktisches Forschungsfeld.
Die Arbeit warnt davor, dass die Vermenschlichung von Tieren (Anthropomorphismus) zu falschen Erwartungshaltungen führen kann, die das Tier überfordern und den professionellen therapeutischen Nutzen mindern.
Die Autorin betont, dass aufgrund fehlender staatlicher Standards eine qualifizierte und anerkannte Ausbildung notwendig ist, um die Sicherheit und Qualität der tiergestützten Arbeit für Klienten zu gewährleisten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

