Examensarbeit, 2011
77 Seiten, Note: 12
1 Einleitung
2 Holocaust Education im Wandel
2.1 Holocaust Education
2.1.1 Der Begriff „Holocaust“
2.1.2 Rahmenlinien zur Vermittlung des Holocaust
2.1.3 Holocaust Education – Der Begriff
2.1.4 „Erziehung nach Ausschwitz“ – Inhalt und Rezeption
2.1.5 Die ITF
2.1.6 Tabus vs. Öffnung des Themas
2.2 Der Holocaust im Unterricht
2.2.1 Empirische Befunde zum Thema Holocaust in der Schule
2.2.2 Vorüberlegungen zum Einsatz im Unterricht
3 Art Spiegelman’s „Maus“ als Medium zur Holocaust Education
3.1 Comics und (Geschichts-)Unterricht
3.1.1 Comics - Begriff und Definition
3.1.2 Geschichte des Comic
3.1.3 Elemente und Struktur des Comic
3.1.4 Erzähltechnik des Comic
3.1.5 Geschichtscomics – Definition und Typologie
3.2 Art Spiegelman’s „Maus“
3.2.1 Der Autor
3.2.2 Das Werk
3.3 Einsatz im Geschichtsunterricht
3.3.1 Bezug zum Lehrplan
3.3.2 Inhaltliche Begründung für den Einsatz des Comic
3.3.3 Das Lernpotenzial von „Maus“
3.3.4 „Maus“ als Stimulus für das Geschichtsbewusstsein
3.3.5 Risiken beim Einsatz von „Maus“
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Potenzial von Art Spiegelmans Comic „Maus“ für den Geschichtsunterricht. Ziel ist es zu erörtern, ob und inwiefern sich dieses Werk als Medium zur Vermittlung des Holocaust eignet, wobei insbesondere die Herausforderungen bei der pädagogischen Darstellung eines solch sensiblen Themas im Fokus stehen.
3.1.1 Comics - Begriff und Definition
Ziel dieses Abschnitts ist es, den Gegenstand Comic schrittweise zu definieren. Es geht zunächst einmal um eine Form von Literatur im Bildformat, bei welcher visuell erzählt wird. Narrative Bilder hat es in der Menschheitsgeschichte schon immer gegeben – wie bspw. in Historienbildern, Fresken, Wandmalereien – und jedoch fällt nicht jedes dessen unter die Kategorie Comic. Bezüglich Inhalt und Intention sind dem Format keine Grenzen gesetzt. So kann es als Bericht, Kritik, Provokation, Erzählung, Unterhaltung usw. fungieren und sich aus jeglichen Bereichen wie Religion, Politik, Geschichte, Alltag, Fantasie, Kunst, Wissenschaft etc. zusammensetzen. Begrifflich ergibt sich eine enorme Fülle an Beschreibungen des Phänomens: Bildergeschichte, Bilderzählung, Bilderliteratur, Bildroman, narrativer Zyklus, Fotoroman, Comic, Comicstrip, Comicstory, Pantomimenstrip, Manga, Grafische Novelle bzw. Graphic Novel, Autorencomic, Underground Comix etc. Jedwede Bezeichnung besitzt hierbei einen unterschiedlichen Schwerpunkt wie etwa die Form der Gestaltung, den Inhaltsbezug, die Art und Weise der Erzählung, die jeweilige Zuweisung oder die Herkunft.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage, ob Art Spiegelmans „Maus“ ein geeignetes Medium zur Vermittlung des Holocaust im Geschichtsunterricht ist.
2 Holocaust Education im Wandel: Theoretische Auseinandersetzung mit Holocaust Education, Adornos Forderung „Erziehung nach Auschwitz“ sowie der internationalen Bedeutung der ITF und den Herausforderungen bei der Tabuisierung des Themas.
3 Art Spiegelman’s „Maus“ als Medium zur Holocaust Education: Umfassende Untersuchung von „Maus“ unter Berücksichtigung comicspezifischer Merkmale, Definitionen von Geschichtscomics und der Anwendung des Werks im Unterricht.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Arbeit, die den Wandel in der Erinnerungskultur sowie das didaktische Potenzial von Comics als reflektiertes Medium bestätigt.
Holocaust Education, Geschichtsunterricht, Maus, Art Spiegelman, Holocaust, Comic, Didaktik, Erinnerungskultur, Auschwitz, Multiperspektivität, Geschichtsbewusstsein, Medialisierung, Pädagogik, Nationalsozialismus, Medienkompetenz
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern der Comic „Maus“ von Art Spiegelman als Medium geeignet ist, um das Thema Holocaust im Geschichtsunterricht zu vermitteln.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Holocaust Education, die Definition und Geschichte des Comics sowie die Möglichkeiten und Risiken beim Einsatz dieses Mediums im pädagogischen Kontext.
Das primäre Ziel besteht darin, das didaktische Potenzial von „Maus“ für den Geschichtsunterricht zu erarbeiten und dabei kritisch zu hinterfragen, wie ein Comic zur Reflexion über den Holocaust beitragen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und -interpretation, in der pädagogische, geschichtsdidaktische und medienwissenschaftliche Ansätze zusammengeführt werden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Ansätze zur Vermittlung des Holocaust als auch eine detaillierte Analyse der Struktur, Erzähltechnik und Visualisierung von „Maus“ diskutiert.
Wichtige Schlagworte sind Holocaust Education, Geschichtsunterricht, Art Spiegelman, Comics, Didaktik, Erinnerungskultur und Multiperspektivität.
Die Arbeit thematisiert die Tiermetaphern als kontroverses Stilmittel, das zwar eine Verzerrung darstellt, aber gleichzeitig eine notwendige Distanz schafft und Anlass zur kritischen Diskussion über die Darstellung des Holocaust bietet.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Holocaust kein statisches Thema bleibt, sondern durch den Wandel der Schülergenerationen und moderne Medien wie Comics neue didaktische Wege für eine reflexive Auseinandersetzung erfordert.
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