Bachelorarbeit, 2012
59 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Einführung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3 Thematische Abgrenzung
2 Bioethanol
2.1 Bioethanolmarkt
2.1.1 Globaler Bioethanolmarkt
2.1.2 Deutscher Bioethanolmarkt
2.2 Preisentwicklung Bioethanol
3 Grundlagen der Herstellung von Ethanol
3.1 Biochemische und verfahrenstechnische Grundlagen
3.1.1 Zucker-, Stärke- und Zelluloseaufbau
3.1.2 Stärkeaufschluss
3.1.3 Zelluloseaufschluss
3.1.4 Fermentation
3.1.5 Destillation/Rektifikation
3.1.6 Entwässerung des Ethanols
3.1.7 Schlempe/ Koppelprodukte/ Nebenprodukte
3.2 Ethanolgewinnung aus zucker-, stärke-, und zellulosehaltigen Pflanzen
4 Herstellung von Bioethanol aus Industrieabfällen
4.1 Verwertbare Industrieabfälle/ -reststoffe
4.1.1 Abfall und Reststoff Aufkommen
4.1.2 Einflussfaktoren auf die Planung einer Abfallstoff-Ethanolanlage
4.2 Verfahren und Konzepte
4.2.1 Lingninsubstrat
4.2.2 Molke
4.2.3 Kohlenstoffdioxid
5 Ökonomische Bewertung der Bioethanolproduktion aus Industrieabfällen
5.1 Bioethanolgewinnung aus Abfällen einer Molkerei
5.1.1 Rohstoffkosten
5.1.2 Konversionsprozesse
5.1.3 Koppelprodukte
5.1.4 Ethanolherstellungskosten
5.2 Ökonomischer Vergleich zwischen Abfällen und nachwachsenden Rohstoffen
5.2.1 Ethanolherstellungskosten
5.2.2 Vergleich Brutto-Produktionskosten
5.3.3 Vergleich Netto-Produktionskosten
6 Schlussfolgerung
7 Literatur
8 Anhang
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Bewertung des ökonomischen Potenzials von Industrieabfällen und Reststoffen für die kommerzielle Produktion von Bioethanol, wobei insbesondere der Einsatz von Molkenmelasse analysiert und ökonomisch mit traditionellen landwirtschaftlichen Rohstoffen verglichen wird.
4.1.1.1 Lebensmittelindustrie
Die Molkereiindustrie produziert im Jahre 2008 annährend 20 Mio. t Käse, Tendenz steigend, dabei entsteht in etwa 15 Mio. t Molke. (vgl. BMLEV, 2008) Abhängig von der Molkenart enthält Molke im Durchschnitt einen gärfähigen Lactosegehalt von 4,8 % und weitere wertvolle Rohstoffe. Die Molke durchläuft mehrere Verfahren, um möglichst alle sich in ihr befindenden Nährstoffe, darunter vor allem die Laktose, herauszulösen. Dies ist nur bis zu einem gewissen Grad wirtschaftlich und so verbleiben 10 % der Laktose in der s. g. Melasse (vgl. Benecke, 2011: 15ff). Diese 10 % Laktose können zu Ethanol vergoren werden und würden dem Unternehmen anstelle einer kostenpflichtigen Entsorgung eine Nebeneinnahme ermöglichen. Bei einer jährlichen Produktion von 15 Mio. t Molke entsprechen die restlichen 10 % Laktose ca. 72000 t, und aus diesen ließe sich rechnerisch ca. 46 Mio. l Ethanol produzieren, siehe Berechnung 3a.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ökologische und ökonomische Problematik fossiler Kraftstoffe und diskutiert das Potenzial biogener Industrieabfälle als nachhaltige Rohstoffalternative.
2 Bioethanol: Dieses Kapitel beschreibt die stofflichen Eigenschaften von Ethanol, dessen Verwendung als Biokraftstoff sowie die aktuelle Marktsituation und Preisentwicklung.
3 Grundlagen der Herstellung von Ethanol: Hier werden die biochemischen und verfahrenstechnischen Prozessschritte wie Aufschluss, Fermentation und Destillation erläutert sowie verschiedene Rohstoffquellen analysiert.
4 Herstellung von Bioethanol aus Industrieabfällen: Das Kapitel identifiziert verschiedene Industrieabfälle und analysiert Einflussfaktoren für die Planung von Anlagen, die solche Reststoffe verwerten.
5 Ökonomische Bewertung der Bioethanolproduktion aus Industrieabfällen: Dieser Kernbereich führt eine detaillierte Kostenanalyse der Produktion aus Molkenmelasse durch und vergleicht diese ökonomisch mit der Nutzung landwirtschaftlicher Biomasse.
6 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst zusammen, dass die Nutzung von Industrieabfällen trotz technischer Herausforderungen eine ökonomisch konkurrenzfähige und moralisch vertretbare Alternative darstellt.
Bioethanol, Industrieabfälle, Molkenmelasse, Ethanolproduktion, Produktionskosten, Biokraftstoffe, Koppelprodukte, Fermentation, Reststoffe, Wirtschaftlichkeit, Zuckeraufschluss, Zellulose, Nachhaltigkeit, Marktanalyse
Die Arbeit untersucht, ob die Verwendung von biogenen Industrieabfällen wie Molkenmelasse eine wirtschaftlich tragfähige und ökologisch sinnvolle Alternative zur Produktion von Bioethanol aus Nahrungsmittelpflanzen darstellt.
Die zentralen Felder umfassen die Identifikation von Industrieabfällen, die technischen Prozesse der Ethanolerzeugung und die detaillierte ökonomische Bewertung der Produktionskosten unter Einbeziehung von Koppelprodukten.
Das Ziel ist es, das wirtschaftliche Potenzial der Nutzung von Abfallstoffen der Industrie zur Ethanolgewinnung aufzuzeigen und durch einen Vergleich mit klassischen Biomasse-Verfahren die Wettbewerbsfähigkeit zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine ökonomische Prozesskostenanalyse, bei der auf Basis von Produktionsdaten und technologischen Parametern die Kosten pro Kubikmeter Ethanol berechnet und unter verschiedenen Kapazitätsszenarien modelliert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen der Ethanolgewinnung, die Identifizierung verwertbarer Reststoffe und eine tiefgehende ökonomische Analyse am Beispiel der Molkereiindustrie.
Neben Bioethanol und Industrieabfällen sind dies Begriffe wie Produktionskosten, Koppelprodukte, Wirtschaftlichkeit und Prozessoptimierung.
Molkenmelasse fällt in großen, zentralen Mengen in der Molkereiindustrie an und stellt als bisher weitgehend ungenutztes Nebenprodukt mit einem signifikanten Laktosegehalt eine kostengünstige Rohstoffbasis dar.
Koppelprodukte wie CDS oder verflüssigtes Kohlenstoffdioxid erzielen zusätzliche Erlöse, die die Brutto-Produktionskosten erheblich senken und somit entscheidend zur wirtschaftlichen Rentabilität der Ethanolanlage beitragen.
Die Analyse zeigt, dass bei sehr kleinen Anlagen (z. B. 2 Mio. Liter) die spezifischen Kosten für Personal und Investitionen zu hoch sind, um ohne erhebliche Optimierungen oder höhere Erlöse aus Nebenprodukten konkurrenzfähig zu sein.
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