Diplomarbeit, 2007
161 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
0.1 Zur Arbeitsweise
1. Palästina
1.1. Geschichte Palästina und der Nahost Konflikt
1.2. Intifada – Aufstand eines Volkes
1.3. Palästina in der Gegenwart – eine Annäherung
1.3.1. Politik der Abriegelung
1.3.2. Rechtssystem
1.3.3. Schulwesen
1.3.4. Gesellschaftsstrukturen, Kultur und Religion
2. Kindheit im Westjordanland
2.1. Verständnis von Kindheit unter Berücksichtung der Sozialisation
2.2. Traditionen und Werte in der palästinensischen Kultur und Gesellschaft
2.3. Einfluss von Religion
2.4. Bedeutung von Familie für die Sozialisation des Kindes
2.5. Einfluss von Schulbildung
2.6. Einfluss von Kultur und Medien
2.7. Einfluss von Gesellschaftlichen Rahmbedingungen unter genauer Betrachtung des Kollektivgedächtnisses
3. Intifada und Kindheit im zerstückelten Land
3.1. Die Auswirkungen der israelischen Besatzung auf palästinensische Kinder
3.2. Palästinensische Kindheit im Kontakt mit Israel
3.3. Palästinensische Kindheit in israelischer Gefangenschaft
3.3.1. Verfolgung, Haft, Verhör, Verurteilung durch Israel
3.3.2. Folter und Gewalt durch Israel
3.3.3. Selbstbestimmung und Internationales Recht
3.4. Psychische und soziale Einwirkungen von Folter und Gefangenschaft
3.4.1.Trauma
3.5. Verarbeitungen von Gewalt in einem unlösbaren Konflikt
3.6. Rückkehr in die palästinensische Gesellschaft
4. „Gegen die Wand“ oder das Unmögliche realisieren
4.1 Traumaarbeit
4.2 Empowerment und ressourcenorientiertes Arbeiten
4.3 Identitäten im Dialog
4.3.1 Sumsum und Simsim
4.3.2 Die Friedensschule Neve Shalom / Wahat al – Salam
4.4 Umgang mit Machtquellen, Kriterien und Öffentlichkeitsarbeit
5. Zukunftsaussichten
Die Diplomarbeit untersucht die Sozialisation palästinensischer Kinder im Westjordanland unter den Bedingungen der israelischen Besatzung und des andauernden Konflikts, mit dem Ziel, die psychischen und sozialen Auswirkungen sowie die Herausforderungen für die Soziale Arbeit aufzuzeigen.
3.3.2 Folter und Gewalt durch Israel
Kinder in der West Bank sind nicht nur in den Gefängnissen und Verhörzentren einer Misshandlung und Folter ausgesetzt. Die Situation der palästinensischen Kinder ist geprägt durch Ermordung, Verhaftungen, Verfolgung und Unterdrückung.
Um genauer zu definieren was Folter bedeutet, möchte ich die Folterpraktiken die durch das israelische Militär, Polizeibehörden oder GSS, den palästinensischen Kindern zugefügt werden, in einer Aufzählung veranschaulichen. Zu Folter Anwendungen gehören: Schläge, Tritte, Bedrohungen, Verbaler Missbrauch, Erniedrigungen, das Verdrehen der Körper in schmerzhafte Positionen, absichtliches verengen der Handschellen, auf die Fesseln steigen, Anwendung von Druck auf verschiedene Körperteile, würgen und andere Arten von Gewalt und Erniedrigung, Haare rausreißen, bespucken, extreme Hitze und Kälte Aussetzung, ständig künstlichem Licht ausgesetzt, Schlafentzug, Essensverbote, bedrohende Sprache, physische Gewaltanwendung mit Stöcken, Fäusten und Füßen, Androhungen des sexuellen Missbrauches oder lange eingesperrt zu werden, Positionsfolter (shabeh).
Positionsfolter, auch shabeh genannt, zeigt wie Kinder vor, nach und während Verhören misshandelt werden. Cook, Hanieh und Kay beschreiben wie Kinder in schmerzhaften Positionen für lange Zeiten verharren müssen. Positionen in denen die Kinder mit Handschellen die Hände auf den Rückengebunden werden, während sie für lange Zeit auf einem Stuhl oder stehend verharren müssen. Hierbei werden den Kinder die Augen verbunden.
0. Einleitung: Definiert die wissenschaftliche Fragestellung zur Sozialisation palästinensischer Kinder im Westjordanland unter dem Einfluss des Konflikts.
1. Palästina: Analysiert historische Hintergründe, politische Rahmenbedingungen und soziale Strukturen in den Autonomiegebieten.
2. Kindheit im Westjordanland: Beleuchtet die Sozialisation des Kindes durch Familie, Schule, Kultur, Medien und das kollektive Gedächtnis.
3. Intifada und Kindheit im zerstückelten Land: Untersucht die Auswirkungen der Besatzung, Gefangenschaft, Gewalt und Traumata auf Kinder.
4. „Gegen die Wand“ oder das Unmögliche realisieren: Diskutiert Ansätze der Sozialen Arbeit wie Traumaarbeit, Empowerment und interkulturelle Dialogprojekte.
5. Zukunftsaussichten: Fasst die Herausforderungen für die heranwachsende Generation und die Notwendigkeit friedensfördernder Maßnahmen zusammen.
Palästina, Westjordanland, Sozialisation, Kindheit, Intifada, israelische Besatzung, Trauma, Soziale Arbeit, Empowerment, Identität, Kollektivgedächtnis, Gefangenschaft, Gewalt, Islam, Friedensarbeit.
Die Arbeit analysiert die Bedingungen, unter denen palästinensische Kinder im Westjordanland aufwachsen, und wie diese den Prozess ihrer Sozialisation beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Einflüsse von Tradition, Religion, Schule und Medien sowie die massiven Auswirkungen der israelischen Besatzung und des Konflikts auf die kindliche Entwicklung.
Es wird untersucht, welcher Sozialisation palästinensische Kinder unterliegen und wie sich Gewalt sowie die kriegsähnlichen Zustände der Besatzung und Gefangenschaft auf diese Sozialisation auswirken.
Die Arbeit basiert auf einer Beobachtungsstudie und Gedächtnisprotokollen, die während zweier dreimonatiger Aufenthalte der Autorin in Israel/Palästina (2006-2007) entstanden sind, ergänzt durch eine Literaturanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der palästinensischen Lebenswelt, die Auswirkungen von Intifada und Besatzung auf Kinder sowie die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Traumaarbeit und Friedensförderung.
Sozialisation, Besatzung, Trauma, Kindheit, Empowerment, palästinensischer Konflikt und Kollektivgedächtnis.
Sie betont, dass westliche Modelle nicht ohne Weiteres übertragbar sind, da in Palästina die Gemeinschaft (das Kollektiv) über dem Individuum steht und politische Bedingungen eine direkte, traumatisierende Rolle spielen.
Die Familie fungiert als zentrale Sozialisationsinstanz, ist jedoch durch den Konflikt stark belastet, da Rollenbilder durch Inhaftierungen von Vätern oder die ökonomische Situation ständigem Wandel und Stress unterliegen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

