Bachelorarbeit, 2010
43 Seiten, Note: 1.7
1. Einleitung
2. Die Nonprofit- Organisation
2.1 Rolle und Ziele der NPO
2.2 Gemeinnützige Rechtsformen
3. Corporate Governance
3.1 Grundsachverhalte von Corporate Governance in Nonprofit-Organisationen
3.1.1 Leitungsstruktur von NPO
3.1.2 Führungsrelevante Besonderheiten
3.1.3 Corporate Governance und Relevanz für Nonprofit-Organisationen
3.2 Kernprobleme und Vorschläge
3.3 Corporate Governance Kodizes in Nonprofit-Organisationen
3.4 Empirische Studien
4. Analyse von Corporate Governance Kodizes
4.1 Kriterien für die Analyse
4.2 Anwendung
4.2.1 Führung und Kontrolle
4.2.2 Informationsversorgung
4.2.3 Aufgabenprofile und Handlungskompetenzen
4.2.4 Risikomanagement
4.2.5 Interessenkonflikte
4.2.6 Zusammensetzung der Organe
4.2.7 Transparenz
4.2.8 Rechnungslegung und Abschlussprüfung
4.2.9 D&O Versicherung
4.3 Zwischenfazit
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendung von Corporate Governance Prinzipien innerhalb von Nonprofit-Organisationen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit etablierte Governance-Modelle aus dem profitorientierten Sektor auf NPOs übertragbar sind und welche spezifischen Anpassungen notwendig sind, um verantwortungsvolle Leitung und Aufsicht in diesem Sektor zu gewährleisten.
3.1.1 Leitungsstruktur von NPO
In den vorangegangenen Teilen wurde gezeigt, dass die NPO die Interessen verschiedener Akteure bündelt und zu einer gemeinsamen Zielerreichung führt. Demnach andere Ziele verfolgt als die marktwirtschaftliche Logik, die auf Gewinnmaximierung und Eigennutzstreben basiert. Deshalb unterscheidet sich die Steuerung der NPO gegenüber staatlichen bzw. gewinnorientierten Organisationen. Im Rahmen der folgenden Analyse gilt es nun, die zuständigen Organe Vorstand und Geschäftsführung näher zu erläutern.
Der Vorstand leitet definitionsgemäß die Organisation allein, er verfügt somit über alle Leitungs- und Führungsaufgaben. Zudem trägt er Verantwortung für seine Entscheidungen und haftet in bestimmten Fällen persönlich. Die optimale Größe des Vorstandes hängt von vielen Parametern ab, besonders sind hier die Finanzierung der Organisation, die Repräsentation von Stakeholdern sowie der Koordinationsaufwand zu nennen. Vorstände von NPOs neigen besonders dazu größer als vergleichbare erwerbswirtschaftliche Vorstände zu sein, da sie verschiedene Interessengruppen als Repräsentanten einbinden müssen. Denn es gilt potentielle Spender für die NPO zu gewinnen. Eine Erhöhung der Gruppengröße führt demnach meist zu einer Erhöhung der Komplexität der Entscheidungsprobleme, da die Zahl der involvierten Personen und damit verbundenen Meinungen steigt. Ein sehr wichtiger Einflussfaktor des Vorstandes ist die richtige Zusammensetzung. Die Vorstände bestehen meist aus gewählten Mitgliedern, welche von der Mitgliedsversammlung, einem Vorschlagskomitee, dem Geschäftsführer und anderen Vorstandsmitgliedern vorgeschlagen bzw. gewählt werden. Meist werden in kleinen NPOs die Vorstandsmitglieder durch ihr Charisma, Zugehörigkeit zu Organisationsgründern sowie Zugang zu besonders vorteilhaften Netzwerken, gewählt. Insbesondere für solche Organisationen, die sich überwiegend über Spenden finanzieren, sollten auch wichtige Spender im Vorstand sitzen. Auch für die Amtszeiten von Vorständen gibt es keinen „one-best-way“, sondern sie sind wiederrum von mehreren Faktoren abhängig. Speziell lange Amtszeiten können zu einer Einschränkung von Handlungsoptionen führen, andererseits können zu kurze Amtszeiten die längerfristige strategische Orientierung der Organisation behindern.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Corporate Governance in Nonprofit-Organisationen und Darlegung der Forschungsziele sowie der methodischen Vorgehensweise.
2. Die Nonprofit- Organisation: Definition und Abgrenzung von Nonprofit-Organisationen sowie Erläuterung der verschiedenen gemeinnützigen Rechtsformen.
3. Corporate Governance: Theoretische Grundsätze, Identifikation von Kernproblemen in NPOs und Analyse existierender Kodizes und empirischer Studien.
4. Analyse von Corporate Governance Kodizes: Detaillierte Untersuchung von 15 ausgewählten Kodizes anhand definierter Kriterien wie Führung, Transparenz und Risikomanagement.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Analyseergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit organisationsspezifischer Corporate Governance Ansätze.
Corporate Governance, Nonprofit-Organisation, NPO, Führung und Kontrolle, Transparenz, Risikomanagement, Stakeholder, Gemeinnützigkeit, Vorstand, Geschäftsführung, Kodex, Organisationsstruktur, Ehrenamt, Mittelverwendung, Rechnungslegung
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Transfer von Corporate Governance Prinzipien, die ursprünglich aus dem Unternehmenssektor stammen, auf den Bereich der Nonprofit-Organisationen (NPO).
Die zentralen Themen sind die Leitungsstrukturen von NPOs, die Rolle des Ehrenamts, das Risikomanagement sowie die Notwendigkeit von Transparenz und Professionalisierung im Nonprofit-Sektor.
Das Ziel ist ein inhaltlicher Vergleich verschiedener Corporate Governance Kodizes für NPOs, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und Empfehlungen für eine effektive Governance zu geben.
Es wird eine vergleichende Inhaltsanalyse von 15 spezifischen Corporate Governance Kodizes aus Deutschland und der Schweiz anhand eines Kriterienkatalogs durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Problemanalyse in NPOs und die detaillierte inhaltsanalytische Untersuchung der Kodizes nach Kriterien wie Führung, Informationsversorgung und Transparenz.
Wesentliche Begriffe sind Corporate Governance, Nonprofit-Organisation, Transparenz, Risikomanagement, Aufsichtsorgane und Kodex-Analyse.
Die D&O Versicherung ist ein essenzielles Instrument zur Absicherung von Gremienmitgliedern gegen Haftungsansprüche, wobei der Autor einen Mangel an detaillierten Regelungen in vielen der untersuchten Kodizes feststellt.
Es zeigt sich ein starkes Gefälle: Während einige Kodizes lediglich Grundsatzdokumente sind, bieten Organisationen wie Diakonie oder Lebenshilfe detaillierte Regelungen, die als Vorbild für den Sektor dienen können.
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