Bachelorarbeit, 2008
35 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Der theoretische Hintergrund – die Medientheorie nach Luhmann
2.1. Was ist Kommunikation?
2.2. Kommunikation in Massenmedien
2.3. Die zehn Selektoren
2.4. Gemeinsames Wissen verpflichtet nicht zu einer einheitlichen Meinung
3. Soziale Ungleichheit in Deutschland
3.1. Dimensionen sozialer Ungleichheit
3.2. Ursachen und Determinanten
3.3. Die Klassenkonzeption von Ossowski1
3.4. Lebensweisen
3.5. Wahrnehmung und Beurteilung sozialer Ungerechtigkeit
3.6. Vorstellungen über die Berechtigung sozialer Ungleichheit
4. Die Methode der Inhaltsanalyse nach Werner Früh
4.1. Kategorien der impliziten Stilmittel
4.2. Codiermodus
5. 5. Auswertung
5.1. Das Medium
5.2. Die Ergebnisse
5.3. Anteile der Zufallsauswahl, die themenrelevante Artikel enthielten
5.4. Jahreszeitliche Schwankungen
5.4.1. Konkrete Verteilung
5.5 Die Häufigkeitsverteilung der Themenbereiche
5.6. Dimensionen sozialer Ungleichheit
5.7. Ergebnisse der Codierung
5.8. Anordnung in der BILD
6. Fazit
7. Literaturliste
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Wahrnehmung sozialer Ungleichheit in der Boulevardzeitung „BILD“ im Jahr 2007. Ziel ist es, anhand einer empirischen Inhaltsanalyse nach Werner Früh zu belegen, dass das Medium durch eine selektive und einseitige Berichterstattung polarisiert und soziale Ungleichheit primär als Ungerechtigkeit thematisiert.
2.3. Die zehn Selektoren
Luhmann nennt zehn Selektoren, nach welchen Massenmedien selektieren, was informativ ist:
1) Neu: Informationen sollen sich nicht wiederholen, werden aber bevorzugt bereits bestehenden Kontexten zugeordnet: „Erdbeben, Unfälle, Gipfeltreffen, Firmenzusammenbrüche“ (Luhmann 2004: 59), ebenfalls dazu gehören Betrug, Mord, Affären, Skandale, Sportereignisse und so weiter.
2) Konflikt: Konflikte werden bevorzugt, da sie (noch) keine Lösung offenbaren und so auf der Seite des „Ego“ zu Kommunikation über Mutmaßungen und eigene Lösungsvorschläge führen.
3) Quantitäten: Quantitäten sind journalistisch beliebt, da sie stets neu und informativ sind, besonders bei der Gegenüberstellung mit Vergleichszahlen, wie der des Vorjahres, des Nachbarortes et cetera. Besonders medienwirksam sind große Zahlen im Vergleich zu kleinen, wie zum Beispiel: „Flut forderte tausende Opfer“, „Mörder brachte hunderte von Menschen um“, „Bürgermeister unterschlug Millionen“.
4) Lokaler Bezug: Auch verhältnismäßig unwichtige Nachrichten bekommen Relevanz, wenn sie einen lokalen Bezug haben. Umso weiter entfernt ein Ereignis stattfindet, umso außergewöhnlicher muss es sein, um eine Nachricht zu werden. Ein leichtes (kontinuierlich wiederkehrendes) Hochwasser auf den Elbwiesen um Dresden wird nur um Dresden in den Lokalnachrichten erwähnt. Über die Jahrhundertflut 2002 wurde in ganz Deutschland, sogar international, berichtet.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und These, dass die BILD-Zeitung polarisiert und soziale Ungleichheit spezifisch darstellt.
2. Der theoretische Hintergrund – die Medientheorie nach Luhmann: Erläuterung der systemtheoretischen Basis von Kommunikation und den Selektionsmechanismen der Massenmedien.
3. Soziale Ungleichheit in Deutschland: Theoretische Einordnung der Dimensionen von Ungleichheit, Klassenkonzeptionen und der Wahrnehmung sozialer Gerechtigkeit.
4. Die Methode der Inhaltsanalyse nach Werner Früh: Detaillierte Beschreibung der empirischen Untersuchung, der Kategorienbildung und des Vorgehens bei der Artikelauswertung.
5. 5. Auswertung: Präsentation der Ergebnisse hinsichtlich der Themenhäufigkeit, der zeitlichen Schwankungen und der Codierung der Artikel.
6. Fazit: Zusammenfassende Bestätigung der These unter Berücksichtigung des Boulevardkontexts und der Reichweite des Mediums.
7. Literaturliste: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur und nicht-wissenschaftlichen Quellen.
BILD, soziale Ungleichheit, Inhaltsanalyse, Werner Früh, Niklas Luhmann, Massenmedien, Boulevardjournalismus, Polarisierung, Leistungsprinzip, Sozialprinzip, Mindestlohndebatte, Klassenkonzeption, Selektion, Kommunikation, Realitätskonstruktion.
Die Arbeit untersucht, wie das Massenmedium „BILD“ soziale Ungleichheit in Deutschland im Jahr 2007 dargestellt hat und ob dabei eine gezielte Polarisierung stattfindet.
Zentrale Themen sind die theoretische Medientheorie nach Luhmann, soziologische Konzepte sozialer Ungleichheit sowie die empirische Analyse von Boulevard-Artikeln.
Das Ziel ist der Nachweis, dass die BILD-Zeitung soziale Ungleichheit überwiegend als soziale Ungerechtigkeit framt, um ihre Leserschaft anzusprechen.
Es kommt die empirische Inhaltsanalyse nach Werner Früh zur Anwendung, ergänzt um die spezifische Bewertung von „äußerlichen Merkmalen“ wie Aufmachung und Platzierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Herleitung und die konkrete Auswertung von 52 zufällig ausgewählten BILD-Ausgaben des Jahres 2007.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Inhaltsanalyse, Medienselektion und Boulevardjournalismus charakterisieren.
Als auflagenstärkste Boulevardzeitung Deutschlands erreicht sie das größte Publikum und hat somit eine hohe Relevanz für die öffentliche Meinungsbildung.
Die Codierung dient dazu, die tendenzielle Ausrichtung der Artikel (positiv zum Leistungsprinzip oder negativ zu Ungleichheit) messbar zu machen.
Die Autorin stellt fest, dass „Bildung“ zwar in der Wissensgesellschaft eine Schlüsselrolle spielt, in der BILD-Berichterstattung jedoch kaum thematisiert wird, da sie für das Zielpublikum weniger relevant erscheint.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

