Masterarbeit, 2011
79 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Fragestellung und Ziel der Untersuchung
1.3 Untersuchungsgegenstand
1.4 Forschungsstand
1.4.1. Kompetenz in den Regionen und Kommunen
1.4.2 Akteure eines nachhaltigen Ausbaus von Erneuerbaren Energien
1.4.3 Erfolgsbedingungen für Solarinitiativen
1.4.3.1 Erfolgsbedingungen aus Sicht des Ressourcenmobilisierungsansatz
1.4.3.2 Erfolgsbedingungen aus Sicht des Collective Action Problems
1.5 Aufbau der Arbeit
2. Bürgersolaranlagen
2.1 Struktur
2.1.1 Rechtsform einer Bürgersolarinitiative
2.1.2 Soziale Struktur der Bürgersolarinitiativen
2.2. Regionale Verteilung
2.3 Motivationen
2.4 Gründe für die Zunahme von Bürgersolarinitiativen
2.4.1 Wirtschaftliche Gründe
2.4.2 Gesellschaftlich-politische Gründe
2.5 Hemmnisse
2.5.1 Technologische Hemmnisse
2.5.2 Kommunikative Hemmnisse
2.5.3 Bürokratische Hemmnisse
2.6 Rolle der Kommune
3. Methodik und Vorgehen
3.1 Hypothesen
3.1.1 Annahmen aus des Ressourcenmobilisierungsansatzes
3.1.2 Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien als Collective Action Problem
3.1.3 Gewonnene Hypothesen aus Experteninterviews
3.1.4 Abgleich mit Abfrage von einigen Initiativen
3.1.5 Arbeitshypothesen für die Fallstudien
3.2 Methode und Fallauswahl
3.3 Einschränkungen
4. Datenerhebung und -auswertung
4.1 Fallstudie 1 Beelitz
4.1.1 Zum Projekt der Fallstudie 1
4.1.2 Zur Person: Elke Seidel
4.1.3 Ergebnisse der Fallstudie 1
4.2 Fallstudie 2 Solarverein Berlin-Brandenburg e.V.
4.2.1 Zum Projekt der Fallstudie 2
4.2.2 Zur Person: Claudia Pirch-Masloch und Peter Masloch
4.2.3 Ergebnisse der Fallstudie 2
4.3 Weitere Erkenntnisse aus den Fallstudien
4.4 Zusammenfassungen der wichtigsten Ergebnisse
5. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick
5.1 Handlungsempfehlungen
5.1.1 An aktive Bürger
5.1.2 An Kommunen
5.2 Ausblick und offene Forschungsfragen
Die Masterarbeit untersucht die Erfolgsfaktoren für Bürgersolarinitiativen, die gemeinsam Photovoltaikanlagen errichten, und analysiert, welche Rolle die kommunale Ebene dabei spielt. Ziel ist es, durch eine Verknüpfung von theoretischen Ansätzen der Ressourcenmobilisierung und des "Collective Action"-Problems mit empirischen Fallstudien Handlungsempfehlungen für Bürger und Kommunen abzuleiten, um dezentrale Energieprojekte effektiver zu realisieren.
1.1 Problemstellung
Die Energiepolitik ist in den letzten Jahres in das Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt – nicht zuletzt dadurch, dass sich die Gewissheit über den fortschreitenden globalen Klimawandel durchsetzt. Etwa 40% der in Deutschland ausgestoßenen Treibhausgase gehen auf die Energiewirtschaft zurück. Ohne den Energiesektor grundlegend zu reformieren, wird keine Strategie gelingen, die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken (vgl. WBGU 2003). Neben der Sorge um das Klima schwinden die Ressourcen fossiler Brennstoffe und machen somit den Umbau der Stromversorgung über kurz oder lang unumgänglich (s. Diskussion um „peak oil“ - vgl. hierzu z. B. Hall/Day (2009); zum Konzept und dessen Rezeption vgl. Bardi (2009); kritisch: Radetzki (2010)). Die zukünftige Gestalt der Energieversorgung gilt angesichts dieser Tatsachen als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen.
Zudem hat die Bundesregierung mit ihrem umstrittenen Energiekonzept vom September 2010 die öffentliche Diskussion um die Energieversorgung von morgen angeheizt. Dies und ebenso die Fukushima-Katastrophe in Japan im März 2011 haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen sich mit dem Thema Energieversorgung beschäftigen und nach alternativen Wegen suchen. Mittlerweile hat die Bundesregierung einen früheren Ausstieg aus der Atomenergie in einem beinahe parteiübergreifenden Konsens beschlossen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss daher forciert werden. Die Vorteile des Ausbaus der erneuerbaren Energien bekommt jeder zu spüren: Niedrigere Emissionen sorgen für bessere Luft und schonen das Klima. Die Unabhängigkeit von Kohleimporten und Uranimporten steigert die Unabhängigkeit des Landes und unterstützt innere Wirtschaftskreisläufe. Die Verringerung der Atomkraftwerke und der Begrenzung des Atommülls erhöhen die Sicherheit und den inneren sozialen Frieden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die energiepolitische Relevanz ein, definiert den Forschungsgegenstand und skizziert den theoretischen Rahmen sowie den Aufbau der Masterarbeit.
2. Bürgersolaranlagen: Hier werden die strukturellen und sozialen Besonderheiten von Solarinitiativen, deren regionale Verbreitung, Motivationen, Hemmnisse sowie die Rolle der Kommune detailliert beleuchtet.
3. Methodik und Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert das methodische Design der Untersuchung, die Ableitung der Hypothesen aus Literatur, Experteninterviews und einer ersten Befragung sowie die Kriterien der Fallauswahl.
4. Datenerhebung und -auswertung: Hier werden die Ergebnisse der zwei durchgeführten Fallstudien (Beelitz und Solarverein Berlin-Brandenburg e.V.) vorgestellt und analysiert.
5. Diskussion der Ergebnisse und Ausblick: Das abschließende Kapitel formuliert konkrete Handlungsempfehlungen für Bürger und Kommunen und bietet einen Ausblick auf künftige Forschungsfragen im Bereich der dezentralen Energieerzeugung.
Bürgersolaranlagen, Energiewende, Bürgerbeteiligung, Erneuerbare Energien, Photovoltaik, Ressourcenmobilisierungsansatz, Collective Action Problem, Kommune, Klimaschutz, Dezentralisierung, Bürgerinitiative, Erfolgsfaktoren, Stakeholder, Solarkataster, Energiekonsum
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Modell der Bürgersolaranlagen als Beitrag zur Energiewende und untersucht, welche Faktoren das Zustandekommen und den Erfolg solcher ehrenamtlich organisierten Projekte beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf den organisatorischen Strukturen von Initiativen, den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen für deren Zunahme, der Rolle der kommunalen Verwaltung sowie der Analyse von technologischen und bürokratischen Hemmnissen.
Das Ziel ist die Identifizierung von Erfolgsfaktoren für Bürgersolarinitiativen, um daraus fundierte Handlungsempfehlungen für aktive Bürger und kommunale Entscheidungsträger abzuleiten.
Die Autorin nutzt ein dreistufiges Design, bestehend aus Literatur- und Internetrecherche zur Hypothesenbildung, gefolgt von Experteninterviews sowie einer Befragung von Initiativen und abschließenden Fallstudien.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Ressourcenmobilisierungsansatz und Collective Action Problem), eine detaillierte Analyse der Struktur und Hemmnisse von Bürgersolaranlagen sowie die Auswertung von zwei spezifischen Fallstudien in Brandenburg und Berlin.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bürgersolaranlagen, Energiewende, Partizipation, dezentrale Energieversorgung und kommunales Umweltmanagement beschreiben.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Kommune als Kooperationspartner eine entscheidende Rolle spielt, insbesondere durch die Bereitstellung von Dachflächen, administrative Unterstützung und die Rolle als Vernetzer.
Ein zentrales Ergebnis ist, dass der Erfolg oft an dem Engagement und den organisatorischen Fähigkeiten einzelner Schlüsselfiguren hängt, die sowohl Netzwerker als auch Projektmanager sein müssen.
Entgegen mancher Vermutung ist der rein finanzielle Gewinn für die Beteiligten oft nicht der allein ausschlaggebende Faktor; eine transparente und realistische Kalkulation ist wichtiger für den Vertrauensaufbau als hohe Renditeversprechungen.
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