Examensarbeit, 1996
115 Seiten, Note: 1.0
Vorbemerkung
Einleitung
1 Annäherungen und Abgrenzungen: Die Magie vom Mittelalter bis zu Goethes Zeit
1.1 Weiße und schwarze Magie: Praxis – Praktizierende – Entstehung
1.2 Magie und Hexerei
1.2.1 Die Unterschiede zwischen Magie und Hexerei
1.3 Magie und Religion: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
1.4 Pansophie: Das wesentliche Gestaltungselement der Magie im Faust
1.4.1 Goethes magische, alchemistische und pansophische Studien
1.4.2 Magia naturalis: Die pansophische Magie
1.4.3 Agrippa von Nettesheim: De occulta philosophia
1.4.4 Theophrastus Paracelsus: Der Erneuerer
1.4.5 Magie und Wissenschaft am Beispiel der Alchemie
1.5 Zusammenfassung
2 Der historische Faust und die Magie
3 Die Bedeutung der Magie in Goethes Faust
3.1 »Nacht« Erster Entgrenzungsversuch durch die Magie
3.1.1 Das Zeichen des Makrokosmos
3.1.2 Die Erdgeist-Gestaltung und die Beschwörung des Erdgeistes
3.2 »Vor dem Tor« Vorbereitung auf die Begegnung mit Mephistopheles
3.2.1 Faust als Alchemist
3.3 »Studierzimmer« Möglichkeit zum dritten Entgrenzungsversuch
3.3.1 Möglichkeit zum Pakt und zur Wette
3.4 »Auerbachs Keller«
3.4.1 »Auerbachs Keller« im Urfaust
3.5 »Hexenküche« Fausts Verjüngung durch die Magie
3.5.1 Verjüngung und "Hexen-Einmal-Eins"
3.6 »Walpurgisnacht« Faust im Reiche Satans
3.6.1 Paralipomena zur »Walpurgisnacht«: 'Satansszenen'
Abschließende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Magie in Johann Wolfgang Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ und analysiert dabei, wie Magie sowohl als zentrales inhaltliches Motiv als auch als dramaturgisches Mittel die Handlung vorantreibt und Fausts Schicksal bestimmt.
Die Bedeutung der Magie in Goethes Faust
In den vorausgegangenen Kapiteln sind die Magie in ihren für Goethes Faust relevanten Erscheinungsformen sowie das Verhältnis der historischen Faust-Figur zur Magie erläutert worden. In diesem Kapitel nun sollen die Szenen in Goethes Faust I, für die die Magie eine Bedeutung hat, genauer betrachtet werden. Dabei sollen sowohl ihre inhaltlichen als auch ihre dramaturgischen Komponenten erörtert werden. Vor allem im Zusammenhang mit Goethes Erdgeist-Gestaltung wird dabei auch der Urfaust mit einbezogen werden. Die Szenen werden gemäß ihrer Reihenfolge in Faust I behandelt.
1 Annäherungen und Abgrenzungen: Die Magie vom Mittelalter bis zu Goethes Zeit: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Formen der Magie, ihre Abgrenzung zu Religion und Wissenschaft sowie den Begriff der Pansophie.
2 Der historische Faust und die Magie: Hier wird die historische Person Faust in den Kontext der zeitgenössischen Magie und Hexereivorstellungen der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit gestellt.
3 Die Bedeutung der Magie in Goethes Faust: Das Hauptkapitel untersucht die einzelnen Schlüsselszenen des ersten Teils des „Faust“ unter dem Aspekt der Magie und deren dramaturgischer Bedeutung.
Johann Wolfgang Goethe, Faust I, Magie, Hexerei, Pansophie, Magia naturalis, Alchemie, Teufelspakt, Walpurgisnacht, Erdgeist, Goethes Faust, Hexenküche, Faust-Sage, Naturmagie, Religionsgeschichte.
Die Arbeit untersucht, welche zentrale Bedeutung das Motiv der Magie für die inhaltliche Gestaltung und die dramaturgische Struktur in Goethes „Faust. Der Tragödie erster Teil“ hat.
Zu den Schwerpunkten gehören die historische Entwicklung des Magie-Begriffs, die Unterscheidung zwischen weißer, schwarzer Magie und Hexerei sowie die Bedeutung der Pansophie als Weltsicht Goethes.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass Magie nicht nur ein dekoratives Element ist, sondern ein wesentlicher Bestandteil, der die Handlung des Dramas erst ermöglicht und Fausts Weg maßgeblich beeinflusst.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung religionswissenschaftlicher und historischer Fachliteratur, sowie auf einen Vergleich verschiedener Fassungen (Urfaust, Fragment, Faust I).
Der Hauptteil analysiert detailliert die Szenen „Nacht“, „Vor dem Tor“, „Studierzimmer“, „Auerbachs Keller“, „Hexenküche“ und „Walpurgisnacht“ in Bezug auf ihren spezifischen magischen Gehalt.
Faust, Magie, Pansophie, Teufelspakt, Alchemie, Erdgeist und Goethes Naturauffassung stehen im Zentrum der Untersuchung.
Der Erdgeist wird als ausführende Kraft des göttlichen Willens interpretiert; Faust scheitert an ihm, da er versucht, ihn durch Zwang zu beschwören, anstatt durch religiöse Erkenntnis und ein reines Wesen zu erreichen.
Fausts Magie basiert primär auf dem (pansophischen) Streben nach Erkenntnis und Naturbeherrschung, während Mephistos Magie als „Hokuspokus“ und Hexerei eher profanen und zerstörerischen, dramaturgischen Zwecken dient.
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