Diplomarbeit, 2010
70 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen des Supply Chain Management (SCM)
2.1 Definition SCM
2.2 Problemfelder und Ziele des SCM
2.3 Prinzipien und Leitlinien des SCM
3 Grundlagen der RFID-Technologie
3.1 Evolution der Auto-ID
3.1.1 Überblick über Auto-ID-Systeme
3.1.2 Der Barcode als Urahne der RFID-Technologie
3.2 Aufbau und Funktionsweise von RFID-Systemen
3.3 Reader
3.4 Transponder
3.4.1 Systematisierung nach Frequenzen
3.4.2 Systematisierung nach der Energieversorgung
3.4.3 Systematisierung nach der Bauform
4 Einsatz von RFID entlang der Supply Chain
4.1 Prozessbezug (intern)
4.1.1 Beschaffung
4.1.1.1 Wareneingang
4.1.1.2 Lagerprozesse
4.1.1.3 Innerbetriebliche Transportprozesse
4.1.2 Fertigung
4.1.2.1 Fertigungsprozesse
4.1.2.2 Verpackung
4.1.3 Distribution
4.1.3.1 Kommissionierungsprozesse
4.1.3.2 Umschlagprozesse
4.2 Marktbezug (extern)
4.2.1 EPCglobal TM
4.2.1.1 Entwicklungsgeschichte
4.2.1.2 Aufbau des Elektronischen Produktcodes
4.2.2 Beschaffung 2.0
4.2.3 Distribution 2.0
4.2.3.1 Umschlagprozesse
4.2.3.2 Überbetriebliche Transportprozesse
4.2.3.3 Tracking und Tracing
4.2.4 Behältermanagement
4.2.5 Herausforderungen für den unternehmensübergreifenden RFID-Einsatz
4.3 Berechnung der Wirtschaftlichkeit von RFID-Anwendungen
4.3.1 Kosten im RFID-System
4.3.2 Vorgehensweise zur Bewertung des RFID-Einsatzes
5 Risiken und Datenschutz
5.1 Risiken für den Systembetreiber
5.2 Risiken für Systembetroffene - Datenschutz
5.3 Gegenmaßnahmen
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Grenzen der RFID-Technologie entlang der Supply Chain, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre logistischen Prozesse effizienter zu gestalten. Dabei liegt der Fokus sowohl auf unternehmensinternen Wertschöpfungsprozessen als auch auf unternehmensübergreifenden Herausforderungen, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und den Datenschutzaspekten liegt.
4.1.1.2 Lagerprozesse
Der Begriff Lagern (bzw. Lagerung) bezeichnet die Bereitstellung von Gütern, die trotz Verfügbarkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt benötigt werden – Zeitausgleichsleistung. Dabei können der Lagerhaltung sechs verschiedene Hauptaufgaben zugeordnet werden: Ausgleichs-, Sicherungs-, Spekulations-, Veredelungs-, Sortiments- und Informationsfunktion.
Im Folgenden soll vor allem auf Güter eingegangen werden, die einzeln oder in Behältern gelagert werden können und nicht auf Schüttgüter, Flüssigkeiten und Gase, wie sie in der Urproduktion vorkommen, da dort ein anderer Identifikationsbedarf besteht, bedingt durch die automatische Förderung durch Förderbänder, Leitungen und Rohre. Sobald die Objekte den Wareneingang passiert haben, müssen sie, bevor sie in die Produktion oder den Verkauf kommen, zwischengelagert werden. Dies gilt nicht für Just-In-Time- (JIT) oder Just-In-Sequence- (JIS) Material, welches direkt an den Ort der Produktion zur richtigen Zeit geliefert wird und bei JIS sogar noch sequenzgenau verpackt ist.
Im Wareneingang werden aus den einzeln ankommenden Objekten Lagereinheiten gebildet, was die Grundlage zur Synchronisation der Material- und Informationsflüsse bildet. Diese Lagereinheiten werden aus den objektspezifischen Merkmalen und den Anforderungen an die Lagerung gebildet. Jede Lagereinheit muss nun ein Identifikationsmerkmal erhalten, sodass sie als Lagereinheit erkannt wird und im System verwaltet werden kann.
Als Beispiel könnte hier die Bildung von Lagereinheiten in der Automobilindustrie dienen, bei der im Wareneingang Bremsscheiben, Bremssättel und Bremsbeläge ankommen. Hieraus können die Lagereinheiten je nach Teileart erzeugt werden, oder im Wareneingang werden gleich viele kleine Lagereinheiten so gebildet, dass sie ein fertiges Bremssystem für ein Auto ergeben.
Als Identifikationsmerkmal erhalten die Lagereinheiten bislang meist einen Barcode, der auf dem jeweiligen Ladungsträger angebracht wird und bei dem die dazugehörigen Daten im System hinterlegt sind. Dazu müssen die im Wareneingang erfassten Waren manuell den jeweiligen Barcodes der Lagereinheiten zugeordnet werden oder die Ladungsträger werden mit neuen Barcodes versehen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen komplexer Märkte ein und erläutert das Ziel der Untersuchung von RFID-Potenzialen und -Grenzen entlang der Wertschöpfungskette.
2 Grundlagen des Supply Chain Management (SCM): Das Kapitel definiert den Begriff SCM, erörtert Problemfelder wie den Bullwhip-Effekt und leitet daraus Ziele sowie notwendige Prinzipien für eine effiziente Lieferkettensteuerung ab.
3 Grundlagen der RFID-Technologie: Hier werden die Auto-ID-Technologien, der Aufbau von RFID-Systemen (Reader/Transponder) und die systematische Einteilung der Technik nach Frequenz, Energieversorgung und Bauform beschrieben.
4 Einsatz von RFID entlang der Supply Chain: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die Anwendungsbereiche von RFID in internen Prozessen (Beschaffung, Fertigung, Distribution) und im externen Kontext, einschließlich Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.
5 Risiken und Datenschutz: Dieses Kapitel thematisiert die technischen und sozialen Sicherheitsrisiken für Betreiber und Betroffene und diskutiert notwendige Gegenmaßnahmen zur Wahrung der Privatsphäre.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die technologische Evolution von RFID, unterstreicht die Notwendigkeit von Standards und betont die Bedeutung von Wirtschaftlichkeit und Datenschutz für den Erfolg zukünftiger RFID-Projekte.
RFID, Supply Chain Management, Auto-ID, Barcode, Transponder, Reader, Logistik, Prozessoptimierung, EPCglobal, Wirtschaftlichkeit, Datensicherheit, Datenschutz, Lagerprozesse, Wertschöpfungskette, Identifikationstechnologie
Die Diplomarbeit untersucht, wie die RFID-Technologie dazu beitragen kann, logistische Prozesse innerhalb der Supply Chain effizienter zu gestalten, und identifiziert dabei sowohl die technologischen Möglichkeiten als auch die bestehenden Grenzen.
Die zentralen Themen umfassen die Grundlagen des Supply Chain Management, die Funktionsweise von RFID-Komponenten, die Anwendung der Technologie in unternehmensinternen und -übergreifenden Prozessen sowie die betriebswirtschaftliche Bewertung und Sicherheitsrisiken.
Das primäre Ziel ist es, Potenziale und Grenzen von RFID aufzuzeigen, die zur Prozessoptimierung in Wertschöpfungsketten beitragen können, unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und datenschutzrechtlicher Faktoren.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden theoretischen Analyse von Fachliteratur und dem Vergleich verschiedener Auto-ID-Technologien sowie der Anwendung bewährter Kosten-Nutzen-Bewertungsverfahren für RFID-Systeme.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Abschnitte: den unternehmensinternen Einsatz von RFID, den unternehmensübergreifenden Einsatz in der Supply Chain sowie die Berechnung der Wirtschaftlichkeit von RFID-Anwendungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie RFID, Supply Chain Management, Logistik, Prozessoptimierung, EPC-Standard, Wirtschaftlichkeit und Datenschutz charakterisieren.
Gate Reader werden an Durchfahrten oder Verladerampen installiert, um die automatische Identifikation von Objekten in größeren Entfernungen und bei variabler Positionierung der Tags zu ermöglichen, was manuelle Erfassungsprozesse erheblich beschleunigt.
Dies bezeichnet den Umstand, dass auf frühen Stufen der Supply Chain Kosten für RFID-Systeme anfallen, während die nachgelagerten Stufen, die mehr von der RFID-Nutzung auf Objektebene profitieren, diese Kosten oft nicht in gleichem Maße mittragen.
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