Examensarbeit, 2012
57 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Ziel dieser Arbeit
2 Tiergestützte Interaktion
2.1 Klärung der Begriffe
2.1.1 Begriffe: Klassenhund und Schulzoo
2.1.2 Begriffe: tiergestützte Therapie, tiergestützte Aktivität, tiergestützte Pädagogik
2.2 Mensch-Tier-Beziehung als Grundlage für tiergestützte Pädagogik
2.2.1 Die Biophilie-Hypothese
2.2.2 Die Theorie der Bindungen
2.2.3 Du-Evidenz
2.3 Kommunikationsarten
2.3.1 Digital-verbale Kommunikation
2.3.2 Analog-nonverbale Kommunikation
3 Der Klassenhund
3.1 Bedingungen für den Einsatz eines Hundes
3.1.1 Institutionelle Bedingungen und Ansprüche an den Hund
3.1.2 Bedingungen im Rahmen der Schülerarbeit
3.2 Pädagogische Anwendungen des Klassenhundes
3.2.1 Wirkungen des Tieres
3.2.2 Einsatzmöglichkeiten des Hundes
4 Der Schulzoo
4.1 Rahmenbedingungen für den Schulzoo
4.1.1 Institutionelle Bedingungen
4.1.2 Auswahl geeigneter Tiere
4.1.3 Bedingungen im Rahmen der Schülerarbeit
4.2 Pädagogische Anwendungen des Schulzoos
4.2.1 Wirkungen eines Schulzoos auf Kinder und Jugendliche
4.2.2 Einsatzmöglichkeiten der Tiere in einem Schulzoo
5 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht den pädagogischen Einsatz von Tieren in Schulen als Mittel zur Förderung der sozio-emotionalen Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei liegt der Fokus auf der Differenzierung und praktischen Implementierung von Schulhunden und Schulzoos als pädagogische Unterstützungsformate.
2.3.1 Digital-verbale Kommunikation
Die digital-verbale Kommunikation stellt eine „Beziehung zwischen Wort und dem damit gemeinten Inhalt“ dar. Dabei ist der Inhalt dem Wort willkürlich zugeordnet, ähnlich wie der binäre Maschinencode bei Personalcomputern. Hier wird eine beliebige Abfolge von Einsen und Nullen einem bestimmten Befehl zugeordnet. Die Zahlen haben mit dem Befehl ursprünglich genauso wenig zu tun, wie das Wort mit dem gemeinten Inhalt. Erst die Festlegung dessen, was mit einer Abfolge von Buchstaben gemeint ist, macht das Wort zum Träger der Information.
Das bedeutet, dass die digital-verbale Kommunikation mittels Worten inhaltliche Sachverhalte über bestimmtes Wissen weitergibt. In dem Ausgangsbeispiel der Lehrer-Schüler-Kommunikation wäre es zum Beispiel der Lehrstoff, welcher mittels Worten an den Schüler weitergegeben wird. Genauso könnte es sich auch um die „Umwandlung von Gedanken, Bedürfnissen und Impulse[n] in Wörter“ handeln.
Während der menschlichen Entwicklung muss sich die Vorherrschaft der digital-verbalen Sprache erst entwickeln. Diese Entwicklung geht einher mit der gleichzeitigen Verkümmerung der bewussten analog-nonverbalen Kommunikationsfähigkeiten. Man könnte behaupten, dass die digital-verbale Kommunikation andere, bewusst angewandte Kommunikationsanlagen ablöst. Mit Worten zu kommunizieren stellt augenscheinlich die einfachste Art der Unterhaltung dar. Darüber hinaus bietet die Kommunikation mit Worten sehr leicht unzählige Möglichkeiten, den Inhalt der Information zu modifizieren, um nicht das Wort Lügen zu benutzen.
Die ausgesprochenen Laute bietet allen Menschen die Möglichkeit des Austausches von Informationen. Jedoch benötigt diese Art der Kommunikation mehrere Voraussetzungen. Neben der Begegnung der Kommunikationspartner müssen „[alle] Beteiligten [zwingend] dieselbe Sprache sprechen“. Ist das nicht der Fall, greifen Menschen automatisch auf die Kommunikation mit Händen und Füßen zurück. Eine Kommunikation, die jeder Mensch als Baby perfekt beherrscht und anwendet. Im nächsten Abschnitt werde ich nun die analoge-nonverbale Kommunikation beschreiben.
1 Einleitung: Stellt die persönliche Motivation der Autorin dar und definiert das Ziel der Arbeit, Pädagogen für die tiergestützte Pädagogik zu begeistern.
2 Tiergestützte Interaktion: Klärt theoretische Grundlagen wie die Mensch-Tier-Beziehung, Kommunikationsarten und differenziert Begriffe der tiergestützten Arbeit.
3 Der Klassenhund: Beleuchtet Voraussetzungen, institutionelle Bedingungen und praktische pädagogische Anwendungsmöglichkeiten eines Hundes in der Schule.
4 Der Schulzoo: Analysiert Rahmenbedingungen, Tierauswahl, Finanzierung und pädagogische Einsatzszenarien für Schulzoos basierend auf einer Umfrage.
5 Schlussbemerkung: Reflektiert die Notwendigkeit staatlicher Richtlinien und betont die Bedeutung von Tieren als pädagogische Unterstützungsform.
tiergestützte Pädagogik, Klassenhund, Schulzoo, Mensch-Tier-Beziehung, Biophilie-Hypothese, Du-Evidenz, nonverbale Kommunikation, Sozialkompetenz, Schulentwicklung, Schulalltag, Tierschutz, Inklusion, pädagogische Mittel, Selbstwertgefühl, Erziehungsberechtigte.
Die Arbeit untersucht, wie Tiere sinnvoll und pädagogisch reflektiert in den Schulalltag integriert werden können, um das Lernen und die soziale Entwicklung von Schülern zu unterstützen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Klärung grundlegender Begriffe der tiergestützten Pädagogik, den psychologischen Hintergründen der Mensch-Tier-Beziehung sowie den organisatorischen Rahmenbedingungen für Schulhunde und Schulzoos.
Das Hauptziel ist es, Pädagogen fundierte Entscheidungshilfen und Anregungen zu geben, um Tiere effektiv als "Co-Pädagogen" in den Unterricht einzubinden.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Erhebung in Form einer Befragung von Schulen zu ihren Erfahrungen mit Schulzoos.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (Bindungstheorie, Kommunikation) als auch die konkrete Praxis in Schulen (Anforderungen, Hygiene, Finanzierung) detailliert analysiert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Klassenhund, Schulzoo, tiergestützte Pädagogik, soziale Interaktion und sozio-emotionale Förderung.
Die Autorin betont diese Trennung, um klarzustellen, dass Lehrer keine Therapeuten sind und die pädagogische Arbeit andere Zielsetzungen verfolgt als die klinische Heilbehandlung.
Kommunikation wird als entscheidendes Bindeglied zwischen Mensch und Tier betrachtet, wobei die Autorin besonders die Bedeutung der analogen, nonverbalen Signale für den Vertrauensaufbau hervorhebt.
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