Masterarbeit, 2012
115 Seiten
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Ganzheitliche Produktions- und Logistiksysteme
2.1 Lean Production
2.2 Ganzheitliche Produktionssysteme
2.3 Lean Logistics
3 Zyklische Materialbereitstellung mittels Milkrun
3.1 Herausforderungen für die Materialbereitstellung
3.2 Entwicklung der Milkrun-Verfahren
3.2.1 Eigenschaften
3.2.2 Staplerfreie Fertigung
3.2.3 Abgrenzung zu ähnlichen Verfahren
3.3 Prozessschritte
3.4 Organisatorische und technische Ausführungsformen
3.4.1 Transportsystem und Routenführung
3.4.2 Quelle
3.4.3 Senke
3.4.4 Steuerungssystem
3.5 Gestaltungsansätze
4 Zeitdatenmanagement
4.1 Zeitaufnahmen
4.2 Multimomentstudien
4.3 Vergleichen und Schätzen
4.4 Berechnen
4.5 Befragen
4.6 Simulieren
4.7 Systeme vorbestimmter Zeiten
5 Beschreibung ausgewählter SvZ
5.1 Methods Time Measurement
5.1.1 MTM-1 Grundverfahren
5.1.2 MTM-Bausteinsystem
5.1.3 Universelles Analysiersystem
5.1.4 MTM-Standardvorgänge Logistik
5.2 Maynard Operation Sequence Technique
5.2.1 Work-Factor
6 Planungsmodell
6.1 Definition und Abgrenzung des Modells
6.2 Ausprägungsformen
6.3 Bilden von Ablaufabschnitten und Prozesscharakteristika
6.4 Auswahl der Zeitdatenermittlungsmethode
6.4.1 Prozesscharakteristika
6.4.2 Verfahrenscharakteristika
6.4.3 Entscheidungsfindung
7 Modellierung anhand eines Referenzprozesses
7.1 Handhabungsprozesse
7.1.1 Laufwege an den Haltestellen
7.1.2 Informationsaufnahme
7.1.3 Handhaben
7.2 Transportprozesse
7.2.1 Fahren
7.2.2 Start-/Stoppvorgänge
7.2.3 Laufwege entlang des Transportmittels
7.3 Bestimmung der Parameter
7.4 Zusammensetzung des Gesamtprozesses
8 Operationalisierung des Planungskonzepts
9 Modellerweiterungen
9.1 Manueller Transportwagen
9.2 Ankuppeln von Behältern
9.3 Taxiwagen
9.4 Handhabung von Verbrauchssignalen
9.5 Ergänzungswerte Transportmittel
10 Zusammenfassung und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Entwicklung eines Konzepts zur zeitlichen Bewertung innerbetrieblicher Milkruns im Planungsstadium, um eine fundierte Basis für die Gestaltung und Optimierung dieser logistischen Prozesse zu schaffen.
3.3 Prozessschritte
Nachdem der grobe Gestaltungsrahmen der Materialbereitstellung festgelegt ist, lässt sich nun der Milkrun-Zyklus wie in Abbildung 3-2 zu sehen ist, genauer beschreiben. Bewusst handelt es sich hierbei um eine sehr allgemeine Beschreibung um Platz für verschiedene Ausprägungsformen zu lassen.
Den Startpunkt des Milkrun-Zyklus bildet das Aufnehmen des bereits vorkommissionierten Materials an der/den Quelle(n). Je nach Anzahl der zu beliefernden Senken, erfolgt ein iteratives Anfahren der Verbrauchsorte an denen jeweils ein Voll-/ Leerguttausch stattfindet. Anschließend werden die Leergutsammelstation(en) angefahren und das Leergut abgeladen. Abschließend führt der Zyklus wieder zum Startpunkt zurück. Wenn die Leergutsammelstation(en) und Quelle(n) sehr nahe beieinander liegen, muss kein weiteres Anfahren erfolgen (Baudin 2007, S. 68f; Droste, Deuse 2011, S. 606; Hartmann 2004, S. 292f; IPE GmbH 2012, S. 10; Kovacs 2011, S. 312; Nyhuis u. a. 2006, S. 347).
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Ausgangssituation, das Ziel der Arbeit sowie den Aufbau und die methodische Vorgehensweise.
2 Ganzheitliche Produktions- und Logistiksysteme: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Lean Production, Ganzheitlicher Produktionssysteme und der Lean Logistics erläutert.
3 Zyklische Materialbereitstellung mittels Milkrun: Dieses Kapitel widmet sich den Anforderungen, der Entwicklung, den Prozessschritten und den Ausführungsformen von Milkrun-Systemen.
4 Zeitdatenmanagement: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Methoden der Zeitermittlung wie Zeitaufnahmen und Systemen vorbestimmter Zeiten.
5 Beschreibung ausgewählter SvZ: Eine tiefergehende Untersuchung spezifischer Systeme vorbestimmter Zeiten, insbesondere MTM und MOST, wird hier vorgenommen.
6 Planungsmodell: In diesem Kapitel wird ein Modell definiert, das die Auswahl geeigneter Zeitermittlungsmethoden für Milkruns unterstützt.
7 Modellierung anhand eines Referenzprozesses: Die Anwendung des Modells wird anhand eines konkreten Referenzprozesses mit verschiedenen Handhabungs- und Transportvorgängen demonstriert.
8 Operationalisierung des Planungskonzepts: Die operative Umsetzung erfolgt mittels eines Excel-Tools, das als Planungsmodell dient.
9 Modellerweiterungen: Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, das Modell um weitere Ausprägungen und Anforderungen zu ergänzen.
10 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend erfolgt ein Fazit der Arbeit sowie ein Ausblick auf zukünftige Forschungsschritte.
Milkrun, Lean Production, Lean Logistics, Materialbereitstellung, Zeitdatenmanagement, Zeitaufnahme, Multimomentstudie, MTM, MOST, Work-Factor, Planungsmodell, Transportlogistik, Prozessbausteine, Zykluszeit, Produktionssystem
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Konzepts zur zeitlichen Bewertung von innerbetrieblichen Milkrun-Systemen bereits während der Planungsphase.
Die zentralen Themen umfassen die Lean-Logistik, die Methoden der Zeitwirtschaft sowie die Modellierung und Berechnung von logistischen Transport- und Handhabungsprozessen.
Das primäre Ziel ist es, Planern ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie die Auslastung und Effizienz von Milkrun-Routen zeitlich bewerten können, bevor diese in der Praxis implementiert werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Konzepte und kombiniert diese mit dem MTM-System (Methoden vorbestimmter Zeiten), um ein spezifisches Planungsmodell in Excel zu entwickeln.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Milkrun-Prozessschritte, eine detaillierte Beschreibung der Zeitwirtschaftsmethoden und die anschließende Konstruktion und Anwendung des Planungsmodells an einem Referenzprozess.
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Milkrun, Lean Logistics, MTM, Zeitwirtschaft, Prozessbausteine und Materialbereitstellung.
SvZ ermöglichen eine prospektive Zeitplanung, ohne dass der reale Prozess bereits existieren muss, was für die Planungsphase von Milkrun-Routen entscheidend ist.
Das Excel-Tool operationalisiert das theoretische Modell, indem es die manuellen Berechnungen automatisiert und es dem Planer erlaubt, durch die Anpassung von Parametern schnell verschiedene Szenarien zu vergleichen.
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