Examensarbeit, 2002
77 Seiten, Note: 2,0
1. Fragestellung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Le français parlé
2.1.1. Phonetische Merkmale
2.1.2. Morphologische Merkmale
2.1.3. Syntaktische Merkmale
2.1.4. Lexikalische Merkmale
2.2. Le français radiophonique
3. Empirische Grundlagen
3.1. Das Korpus
3.2. Die Notationsform
4. Beschreibungsebene des français radiophonique
4.1. Phonetische Merkmale
4.2. Morphologische Merkmale
4.3. Syntaktische Merkmale
4.4. Lexikalische Merkmale
5. Gesprächskonstellationen
5.1.Gesprächsorganisation
5.2. Expressivität
5.3. Höflichkeitsformen
6. Abschlussbetrachtung
7. Anhang
7.1. Vollständiges Korpus
7.1.1. Le téléphone sonne
7.1.2. Les disputes des auditeurs
7.1.3. Interview
7.2. Notationskonventionen
8. Bibliographie
Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit untersucht die linguistischen Besonderheiten der Dialogkommunikation im französischen Rundfunk (français radiophonique). Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit diese Textsorte von der Norm des français parlé abweicht oder sich ihr annähert, und welche Rolle Distanz- bzw. Nähesprachlichkeit in diesem spezifischen medialen Kontext spielen.
2.1. Le français parlé
Wie in der Einleitung bereits erwähnt, trägt das français parlé beträchtlich zur Diskussion über die These des Sprachverfalls bei. Selbstverständlich kann man nicht von dem français parlé reden, da es von verschiedenen Faktoren geprägt ist, die von der Sprechsituation abhängen. So spielt der Öffentlichkeitsgrad eine bedeutende Rolle: in vertrauter, familiärer Umgebung wird ein anderes Register gewählt als in sprachlichen Äußerungen in öffentlicher Umgebung. Des weiteren hat das Thema des Sprechakts Einfluss auf den Sprachgebrauch: alltägliche Themen bewirken eine spontaneres Sprechen als wissenschaftliche oder von besonderen Anlässen geprägte sujets. Auch die Eigenschaften der Kommunikationspartner (Alter, Geschlecht, soziale Stellung, Bildung etc.) und die Beziehung zwischen den Kommunikationspartnern (bekannt/ unbekannt, vertraulich/ förmlich/distanziert) ist an dieser Stelle zu erwähnen. Solche Merkmale lassen sich auch bewusst zum Ausdruck innerer Gefühle einsetzen.
1. Fragestellung: Einführung in die Problematik des Sprachverfalls im Französischen und die Relevanz des Rundfunkfranzösischs als Untersuchungsgegenstand.
2. Theoretische Grundlagen: Definition des français parlé und seiner Varietäten sowie theoretische Einordnung des français radiophonique im Spannungsfeld zwischen Nähe- und Distanzsprache.
3. Empirische Grundlagen: Erläuterung der Korpuserstellung, der Auswahlkriterien für die Sendungen und der methodischen Vorgehensweise bei der Transkription.
4. Beschreibungsebene des français radiophonique: Detaillierte Analyse der sprachlichen Daten hinsichtlich phonetischer, morphologischer, syntaktischer und lexikalischer Kriterien im Vergleich zum Standard.
5. Gesprächskonstellationen: Untersuchung der Art und Weise, wie Gespräche im Radio organisiert werden, sowie Analyse von Expressivität und Höflichkeitsformen im Dialog.
6. Abschlussbetrachtung: Synthese der Forschungsergebnisse und Bewertung des Schwierigkeitsgrades des untersuchten Korpus mittels Flesch-Formeln.
Français parlé, français radiophonique, Nähesprachlichkeit, Distanzsprachlichkeit, Dialogkommunikation, Sprachwandel, Rundfunk, Korpusanalyse, Syntax, Morphologie, Lexik, Gliederungssignale, Sprachnorm, Expressivität, Höflichkeit.
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse der Dialogkommunikation im französischen Rundfunk, um die Sprachverwendung in diesem Medium besser zu verstehen.
Im Zentrum stehen die Einordnung des Rundfunkfranzösischs in die Dimensionen von Nähe- und Distanzsprache sowie die Frage, wie stark die gesprochene Sprache im Rundfunk von der Standardnorm abweicht.
Das Ziel ist es, durch eine Microanalyse eines Korpus festzustellen, ob das français radiophonique als eigenständige Textsorte eine spezifische Norm aufweist oder sich an das français parlé anlehnt.
Die Arbeit basiert auf einer empirischen Korpusanalyse, wobei transkribierte Rundfunkaufnahmen nach phonetischen, morphologischen, syntaktischen und lexikalischen Kriterien systematisch ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erläuterung des empirischen Vorgehens sowie die detaillierte Beschreibung und Auswertung der sprachlichen Merkmale und Gesprächskonstellationen.
Die wichtigsten Begriffe sind Français parlé, Nähesprachlichkeit, Distanzsprachlichkeit, Dialogkommunikation und Sprachnorm.
Moderatoren zeigen häufig eine stärkere Strukturierung und rhetorische Vorbedachtheit, während Hörerbeiträge spontaner sind, jedoch je nach Bekanntheitsgrad und Thema in der Sprachwahl stark variieren können.
Sie dient als wichtiges Indiz für die Expressivität im gesprochenen Französisch und wird im Korpus insbesondere durch Wiederholungen, Pronomen-Hinzufügungen und spezielle Satzstrukturen belegt.
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