Bachelorarbeit, 2010
65 Seiten
1. Politischer und Historischer Kontext der polnischen Wirtschaft
1.1 Ausgangssituation in den 80er Jahren
1.2 Transformation
1.3 Internationale HandelsAbkommen
1.4 Anfangsphase des AUssenhandels
2. Theorien des Aussenhandels
2.1 inter-sektoraler Aussenhandel
2.1.1 Der Ricardianische Ansatz
2.1.2 Spezifisches Faktoren Modell
2.1.3 Heckscher-Ohlin-Ansatz
2.2 Intra-sektoraler Aussenhandel
2.2.1 Horizontaler intra-sektoraler Handel
2.2.2 Vertikaler intra-sektoraler Handel
3. Entwicklung des polnischen Aussenhandels ab 1995
3.1 Exporte
3.1.1 Güterstruktur
3.1.2 Länderstruktur
3.1.4 Besonderheiten der Exportentwicklung
3.2 Handelsbilanz
3.3 Importe
3.3.1 Güterstruktur
3.3.2 Länderstruktur
4. Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert die Handelsstruktur Polens seit dem Ende des realen Sozialismus mit besonderem Fokus auf die Spezialisierung nach Ländern und Sektoren sowie die Auswirkungen internationaler Abkommen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern ökonomische Außenhandelstheorien die tatsächliche Entwicklung des polnischen Außenhandels prognostizieren konnten und welche Faktoren ungewöhnliche Trends erklären.
2.1.2 SPEZIFISCHES FAKTOREN MODELL
Dieser Ansatz der spezifischen Faktoren geht von einer Vielzahl von Produktionsfaktoren aus; im Unterschied zum oben genannten. Diese Tatsache allein kommt einer realen Wirtschaft sehr viel näher. Unter einem spezifischen Faktor versteht man einen Input, der zwischen den Sektoren immobil ist und der für eine bestimmte Branche charakteristisch ist. Ein gutes Beispiel für die Mobilität eines Faktors ist das Kapital: In eine Sachanlage investiert ist es immobil. Wird es einige Perioden später allerdings veräußerst, wird es in den anderen Branchen wieder anwendbar. Desweiteren haben Sektoren einen für sie spezifischen Input in der Herstellung. Finden sich Kapital und Arbeit in fast allen Sektoren wieder, sind der Faktor Boden vor allem für den landwirtschaftlichen Bereich und der Faktor Humankapital für die innovationsbringenden Sektoren von Nöten. Dieser Ansatz kann als die kurzfristige Version des im nächsten Schritt vorgestellten Heckscher-Ohlin Modells interpretiert werden. Innerhalb von einigen Perioden kann aus einem immobilen Faktor ein mobiler werden; aus dem Faktor „ungelernte Arbeit“ kann Humankapital entstehen. Das Modell führt zu keiner vollkommenen Spezialisierung, sondern lässt lediglich Tendenzen in der Handelsstruktur erkennen. Es werden vor allem die Güter verstärkt exportiert, die mit einem relativ hohen Einsatz des spezifischen Faktors produziert werden.
Somit gilt es die typischen spezifischen Inputfaktoren einer Wirtschaft zu identifizieren. Klassischerweise werden darunter Humankapital, Land, natürliche Ressourcen aber auch der Faktor Umwelt als die Fähigkeit Verschmutzungen zu absorbieren, verstanden (Czarny & Lang, 2002). Allgemein ist das durchschnittliche Niveau des Humankapitals in Polen niedrig. Im Vergleich zu den EU-15-Staaten hat es einen beträchtlichen Anteil von Menschen mit dem niedrigsten Bildungsniveau. Die Gruppe mit den höchsten Bildungsabschlüssen ist dagegen recht klein. 2003 besassen nur 12 Prozent der 16 bis 64 Jährigen einen Hochschulabschluss, während der Prozentsatz in den EU15 Ländern bei durchschnittlich 20 Prozent liegt. 30 Prozent der polnischen Bevölkerung haben einen Berufsschulabschluss und 24 Prozent einen niedrigen höheren Abschluss.
1. Politischer und Historischer Kontext der polnischen Wirtschaft: Erläutert die Ausgangslage der polnischen Planwirtschaft in den 80er Jahren und den Transformationsprozess hin zur Marktwirtschaft unter Einbeziehung internationaler Abkommen.
2. Theorien des Aussenhandels: Stellt traditionelle und moderne Außenhandelstheorien vor, um deren Vorhersagekraft für die spezifische Situation Polens als Transformationsland zu bewerten.
3. Entwicklung des polnischen Aussenhandels ab 1995: Analysiert die empirische Entwicklung der Exporte und Importe, der Handelsbilanz sowie der Länder- und Güterstruktur auf Basis von OECD-Daten.
4. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der strukturellen Veränderungen im polnischen Außenhandel zusammen und betont die wachsende Bedeutung kapitalintensiver Produktionsbereiche sowie der Integration in europäische Märkte.
Polen, Außenhandel, Transformationswirtschaft, Handelsbilanz, SITC-Klassifizierung, EU-Beitritt, Direktinvestitionen, Exportstruktur, Importstruktur, Heckscher-Ohlin-Ansatz, Intra-sektoraler Handel, Humankapital, Wettbewerbsfähigkeit, Freihandelsabkommen, CEFTA
Die Arbeit analysiert die Handelsstruktur Polens seit der Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft bis zum Jahr 2008, wobei der Schwerpunkt auf der Spezialisierung nach Sektoren und Partnerländern liegt.
Zu den zentralen Themen gehören die politischen Rahmenbedingungen des Handels, die Anwendung ökonomischer Außenhandelstheorien und die empirische Auswertung von Handelsdaten der OECD.
Das Ziel ist es, die Handelsstrukturen Polens zu erklären und zu überprüfen, ob klassische und moderne ökonomische Theorien die tatsächliche Entwicklung des polnischen Außenhandels korrekt prognostizieren konnten.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine komparative Untersuchung von Außenhandelsdaten auf Basis der SITC-Klassifizierung (Standard International Trade Classification) sowie einen theoretischen Vergleich.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch verschiedene Außenhandelsmodelle und eine detaillierte empirische Untersuchung der polnischen Exporte, Importe und Handelsbilanz im Zeitraum von 1995 bis 2008.
Wichtige Schlagworte sind Transformationswirtschaft, Außenhandel, SITC, EU-Integration, ausländische Direktinvestitionen (FDI) und komparative Vorteile.
Diese Güter, zu denen unter anderem landwirtschaftliche Erzeugnisse und Stahl zählen, waren aufgrund ihres Wettbewerbsvorteils für Polen lange von protektionistischen Beschränkungen der EU betroffen.
Die CEFTA hat als Ländergruppe massiv an Bedeutung gewonnen, wobei die polnischen Exporte in diese Region im Vergleich zum EU-Handel besonders dynamische Wachstumsraten aufwiesen.
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