Bachelorarbeit, 2012
66 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Konzeptualisierung der Versorgungssicherheit
3 Europäische Energiepolitik
3.1 Energiepolitik im Vertrag von Lissabon
3.2 Energieabhängigkeit der Europäischen Union
4 Europäische Energieaußenpolitik
4.1 Geographie der Energieaußenpolitik
4.2 Instrumente der Energieaußenpolitik
4.2.1 Diversifizierung der Bezugsquellen
4.2.2 Energiecharta
4.2.3 Weitere Energiepartnerschaften
4.2.4 Koordinierung der mitgliedsstaatlichen Energieaußenpolitiken
4.3 Fallbeispiel: Nabucco Pipeline
4.3.1 Die Rolle der Europäischen Union
4.3.2 Chancen einer Umsetzung
4.3.3 Bedeutung für die Energieaußenpolitik
4.4 Bewertung der getroffenen Maßnahmen
5 EU-Energiebinnenmarkt
5.1 Instrumente des Energiebinnenmarkts
5.1.1 Regulierung auf europäischer Ebene
5.1.2 Krisenreaktionsmechanismen
5.1.3 Entflechtung der Erdgasunternehmen
5.1.4 Transeuropäische Energienetze
5.1.5 Entry-Exit-System
5.2 Bewertung der getroffenen Maßnahmen
6 Innen oder Außen – Welche Politikausrichtung erhöht die Versorgungssicherheit?
Die Arbeit analysiert, ob die europäische Versorgungssicherheit mit Erdgas effektiver durch die Stärkung des Energiebinnenmarktes (interne Maßnahmen) oder durch eine verstärkte Energieaußenpolitik (externe Maßnahmen) erreicht werden kann, wobei die Nabucco Pipeline als zentrales Fallbeispiel dient.
4.2.1 Diversifizierung der Bezugsquellen
Unter der Diversifizierung versteht die Europäische Union die Ausweitung ihrer Bezugsquellen für Erdgas. Sie ist der Ansicht, dass bis 2020 jede europäische Region einen physischen Zugang zu mindestens zwei unterschiedlichen Erdgasquellen haben sollte (vgl. KOM(2010) 677: 12). Die Diversifikation bezieht sich demnach einerseits auf die Energielieferanten, aber andererseits auch auf die Transportwege. Ein Transportweg in Form einer Pipeline kann zudem von mehreren Ländern beliefert werden, um die Auslastung der Leitung jederzeit zu gewährleisten. Eine mögliche Alternative zur physischen Verbindung stellt der Import von Flüssigerdgas dar, da dieser nicht Leitungsgebunden ist. So wäre es möglich, auch Lieferanten außerhalb der Reichweite von festen Transportnetzwerken zu erreichen und das Erdgas per Schiff zu importieren. Dafür wird aber eine besondere Infrastruktur in Form von Verflüssigungs- und Entflüssigungsterminals in den beteiligten Staaten benötigt.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Erdgas-Versorgungssicherheit für die EU ein und stellt die zentrale Fragestellung zur Wirksamkeit interner versus externer energiepolitischer Maßnahmen vor.
2 Konzeptualisierung der Versorgungssicherheit: Es wird erörtert, dass es keine allgemeingültige Definition gibt, und Versorgungssicherheit anhand von vier Kriterien sowie potenzieller Risikofaktoren systematisiert.
3 Europäische Energiepolitik: Das Kapitel beleuchtet die institutionelle Verankerung der Energiepolitik, insbesondere im Vertrag von Lissabon, sowie die strukturelle Importabhängigkeit der EU.
4 Europäische Energieaußenpolitik: Hier werden die externen Instrumente der EU analysiert, einschließlich der Nabucco Pipeline als konkretes Fallbeispiel zur Steigerung der Versorgungssicherheit.
5 EU-Energiebinnenmarkt: Es werden die internen Regulierungsbemühungen der EU, wie Entflechtung und transeuropäische Energienetze, zur Förderung des Wettbewerbs und der Versorgungssicherheit untersucht.
6 Innen oder Außen – Welche Politikausrichtung erhöht die Versorgungssicherheit?: Im Fazit wird abgewogen, ob eine Konzentration auf den Binnenmarkt oder eine koordinierte Außenpolitik erfolgversprechender für die zukünftige Energiesicherheit ist.
Versorgungssicherheit, Erdgas, Europäische Union, Energieaußenpolitik, Energiebinnenmarkt, Nabucco Pipeline, Diversifizierung, Importabhängigkeit, Energiepolitik, Entflechtung, Infrastruktur, Krisenreaktionsmechanismen, Energiecharta, Pipelines, Erdgasimporte
Die Bachelorarbeit untersucht die Energiepolitik der EU mit Fokus auf Erdgas und analysiert, welche politischen Strategien am wirkungsvollsten zur Sicherung der Energieversorgung beitragen.
Die Arbeit behandelt die Konzeptualisierung von Versorgungssicherheit, die Energieaußenpolitik (z.B. Pipeline-Projekte) sowie die interne Marktregulierung (Energiebinnenmarkt).
Ziel ist es zu bewerten, ob die EU ihre Versorgungssicherheit stärker durch externe Energieaußenpolitik oder durch die Stärkung des internen Energiebinnenmarktes erreichen sollte.
Die Arbeit führt eine Policy-Analyse durch, in der Kriterien zur Bewertung der verschiedenen politischen Instrumente der EU aufgestellt und angewendet werden.
Der Hauptteil analysiert Instrumente wie Diversifizierung, Partnerschaften und Koordination im Außenbereich sowie regulatorische Maßnahmen, Entflechtung und Netzausbau im Binnenmarktbereich.
Versorgungssicherheit, Erdgas, Energiebinnenmarkt, Energieaußenpolitik und Diversifizierung bilden die wesentlichen Eckpunkte der Untersuchung.
Sie dient als prominentes Fallbeispiel, um die Möglichkeiten und Grenzen der europäischen Energieaußenpolitik sowie die Hindernisse bei der Umsetzung komplexer Infrastrukturprojekte aufzuzeigen.
Der Autor neigt dazu, den internen Energiebinnenmarkt als fundierteren Ausgangspunkt für die Versorgungssicherheit zu betrachten, während er die Erfolgsaussichten und Notwendigkeit neuer, komplexer Außenpolitik-Pipeline-Projekte kritisch hinterfragt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

