Bachelorarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung - Kommunikation in der Pflege
2 Grundlagen - Was ist Kommunikation und wie findet sie statt?
2.1 Der Kommunikationsquadrant nach Schulz von Thun
2.2 Die fünf Axiome der Kommunikation nach Paul Watzlawick
2.3 Themenzentrierte Interaktion
2.4 Symbolischer Interaktionismus
3 Theoretische Modelle als Grundlage einer guten Kommunikation
3.1 Das Pflegeentwicklungsmodell nach Peplau
3.1.1 Phasen der Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient
3.1.2 Effektive Kommunikation
3.1.3 Rollen des Pflegepersonals
3.2 Die partnerzentrierte Gesprächsführung nach Carl Rogers
3.2.1 Akzeptanz
3.2.2 Kongruenz
3.2.3 Empathie
4 Hilfreiche Ratschläge für erfolgreiche Gespräche im Pflegealltag und deren Bedeutung
4.1 Bedeutung der Kommunikation in der Pflege
4.2 Grundelemente für eine professionelle Kommunikation und die Entwicklung einer Beziehung
4.3 Ratschläge für eine funktionierende Kommunikation
4.4 Körpersprache
4.5 Ursachen für Konflikte und Möglichkeiten zu deren Lösung
5 Chancen und Grenzen der Kommunikation
5.1 Interaktion mit verhaltensauffälligen Patienten
5.2 Interaktion mit Patienten, die sich nicht mehr äußern können oder eine gestörte Wahrnehmung haben
5.3 Bedeutung der Anwesenheit und Mitarbeit Angehöriger für Patient und Personal
6 Diskussion
7 Schluss
Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung von Kommunikation in der Pflege und geht der Frage nach, ob es eine universelle "richtige" Art der Interaktion zwischen Pflegepersonal und Patienten gibt oder ob diese individuell gestaltet werden muss.
3.1 Das Pflegeentwicklungsmodell nach Peplau
Peplau entwickelte als eine der Ersten ein Pflegemodell, in dem die Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient im Mittelpunkt steht und als Grundlage der therapeutischen Pflege dient. In ihrem Modell befasst sie sich intensiv mit der Pflege – Patient - Beziehung. Um bei der Arbeit mit den Patienten Erfolg haben zu können und therapeutische Fortschritte zu erreichen, ist laut Peplau eine sich stets weiterentwickelnde Beziehung zwischen Pflegekraft und Patient unabdingbar. Sinn der Notwendigkeit der Beziehung sieht sie darin, dass beide Parteien im Laufe der eingegangen Beziehung zueinander, voneinander lernen und sich weiterentwickeln. Das Hauptziel, das Peplau mit dem Modell verfolgt, liegt darin, durch die Beziehung zum Patienten dessen Bedürfnisse erkennen und befriedigen zu können, um letztendlich den Pflegeprozess gemeinsam aktiv zu gestalten.
Für die Pflege ist das keine leichte Aufgabe und setzt einige Kenntnisse und Fähigkeiten voraus. Pflegekräfte müssen sich immer wieder neu auf ihre Patienten einstellen, denn jeder Patient verhält sich anders. Auch das individuelle Verhalten eines Patienten kann und sollte sich während des Aufenthaltes im Krankenhaus verändern. Die Entwicklung einer Beziehung zwischen Patient und Pflegekraft ist demzufolge ein sich stetig verändernder Prozess, welchen Peplau als dynamisch beschreibt. Hat die Pflegekraft nun zunächst einmal durch näheres Kennenlernen Zugang zum Patienten gefunden, so ist es ihre Aufgabe, sich in den Patienten hinein zu fühlen und dessen Gedanken und Gefühle zu verstehen, um zu erkennen, wie sie seine Bedürfnisse erfüllen kann.
1 Einführung - Kommunikation in der Pflege: Die Einleitung erläutert die Motivation der Autorin und die Relevanz der Kommunikation für den pflegerischen Erfolg.
2 Grundlagen - Was ist Kommunikation und wie findet sie statt?: Dieses Kapitel führt zentrale Kommunikationsmodelle von Schulz von Thun, Watzlawick, Cohn und Blumer als Basis ein.
3 Theoretische Modelle als Grundlage einer guten Kommunikation: Eine tiefgehende Analyse von Peplaus Entwicklungsmodell und Rogers’ partnerzentrierter Gesprächsführung.
4 Hilfreiche Ratschläge für erfolgreiche Gespräche im Pflegealltag und deren Bedeutung: Praktische Handreichungen für die professionelle Kommunikation, inklusive Körpersprache und Konfliktlösungsstrategien.
5 Chancen und Grenzen der Kommunikation: Diskussion über die Kommunikation mit schwierigen Patientengruppen und die Einbindung von Angehörigen.
6 Diskussion: Kritische Reflexion der Anwendbarkeit der psychologischen Modelle in der modernen, zeitkritischen Pflegepraxis.
7 Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Notwendigkeit individueller Pflegekonzepte und weiteren Forschungsbedarf.
Kommunikation in der Pflege, Peplau, Carl Rogers, Interaktionsmodell, Pflegende-Patient-Beziehung, Empathie, Kongruenz, Akzeptanz, Körpersprache, Konfliktlösung, Basale Stimulation, Angehörigenarbeit, Professionelle Pflege, Gesprächsführung, Pflegeentwicklung.
Die Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung der Kommunikation in der professionellen Pflege und analysiert, wie eine konstruktive Interaktion zwischen Pflegekraft und Patient gestaltet werden kann.
Schwerpunkte sind theoretische Kommunikationsmodelle, die praktische Umsetzung im Pflegealltag, der Umgang mit Konflikten sowie die Interaktion mit Patienten, die besondere Bedürfnisse haben.
Das Ziel ist herauszufinden, ob es "die" richtige Art der Kommunikation in der Pflege gibt und wie Pflegende ihre kommunikativen Kompetenzen zur Unterstützung des Heilungsprozesses optimieren können.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche, die Studien, Fachzeitschriften und einschlägige pflegetheoretische Standardwerke einbezieht.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung von Modellen wie dem Interaktionsmodell nach Peplau und der partnerzentrierten Gesprächsführung nach Rogers sowie deren Anwendung auf den pflegerischen Alltag.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Pflegekommunikation, Beziehungspflege, Empathie, Patientenzentrierung und die Überwindung von Barrieren in der interprofessionellen Arbeit.
Die Arbeit betont, dass die Körpersprache in der Pflege eine wesentliche Ergänzung zur verbalen Kommunikation ist und oft schneller Informationen über das Befinden des Patienten liefert als Worte.
Sie argumentiert, dass eine professionelle Kommunikation zwar initial Zeit kostet, langfristig aber durch weniger Missverständnisse und eine kooperative Zusammenarbeit Zeitressourcen spart.
Die Einbeziehung von Angehörigen entlastet das Pflegepersonal, dient als wichtige Informationsquelle und vermittelt dem Patienten Sicherheit und Halt, was den Genesungsprozess beschleunigt.
Die Autorin plädiert für die Erstellung spezifischer Pflegekonzepte und die Entwicklung von Messskalen für kommunikative Fähigkeiten, die über rein psychologische Modelle hinausgehen.
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