Masterarbeit, 2009
219 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Theoretischer Bezugsrahmen
2.1.1 Zum Begriff „Schülervorstellungen“
2.1.2 Conceptual Change-Forschung
2.1.3 Schülervorstellungen als Voraussetzung für das Lernen
2.1.4 Gründe für die Erforschung von Schülervorstellungen allgemein und zu historischem Wandel
2.1.5 Schülervorstellungen zu Geschichte
2.1.6 Zum Begriff des historischen Wandels
2.2 Forschungsstand
2.2.1 Erforschung von Schülervorstellungen in der Geschichtsdidaktik
2.2.2 Untersuchungen zu Schülervorstellungen zu historischem Wandel
3. Fragestellung
3.1 Untersuchungsfrage
3.2 Ziele
4. Forschungsmethode
4.1 Untersuchungsinstrument
4.2 Konzeption des Leitfaden-Interviews
4.3 Untersuchungssample
4.4 Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Ergebnisse
4.5 Datenerhebung
4.6 Datenaufbereitung
4.7 Auswertungsmethode
5. Ergebnisse
5.1 Frage I: Nehmen Schüler historischen Wandel wahr?
5.2 Frage II: Wie erklären Schüler historischen Wandel?
5.3 Unterfragen
5.4 Rückbezug zu anderen Studien
6. Kritik
7. Fazit
8. Literaturverzeichnis
9. Internetquellenverzeichnis
10. Anhang
10.1 Leitfaden-Interview
10.2 Interviewtranskripte
10.3 Auswertungstabellen
Die Arbeit untersucht das Verständnis von Grundschülern der vierten Klasse hinsichtlich des historischen Wandels. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob die Kinder historischen Wandel in den Bereichen "Spielen und Spielzeuge" sowie "Kochen" wahrnehmen und welche Erklärungsmuster sie zur Begründung dieses Wandels heranziehen.
2.1.1 Zum Begriff „Schülervorstellungen“
Da die vorliegende Untersuchung das Ziel verfolgt, die Vorstellungen von Grundschülern zu historischem Wandel zu erheben, soll zunächst geklärt werden, was sich hinter dem Begriff der „Schülervorstellungen“ verbirgt. Der Begriff „Schülervorstellungen“ wurde zunächst in den naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken und in der Kognitionspsychologie eingeführt und diskutiert. Synonyme für diesen Begriff sind nach Möller Vorwissen, Alltagsvorstellungen, Vorerfahrungen und Präkonzepte. Die Erforschung von Schülervorstellungen ist in den naturwissenschaftlichen Fachdidaktiken stark verbreitet. Es lassen sich zahlreiche Untersuchungen der Schülervorstellungen zu den unterschiedlichsten Themen wie zum Beispiel Schall, Magnetismus und Elektrizitätslehre finden. In der deutschsprachigen Geschichtsdidaktik sind Schülervorstellungen zur Geschichte bisher weniger umfassend erforscht worden als in den Fachdidaktiken der Naturwissenschaften. Näheres hierzu unter Punkt 2.2. Seit einigen Jahren spielt jedoch auch in der deutschen Geschichtsdidaktik der Begriff der Schülervorstellungen eine wichtige Rolle. Zurück zu der Frage, was in der Geschichtsdidaktik unter „Schülervorstellungen“ verstanden wird. Der Begriff „Schülervorstellungen“ lässt sich aus dem englischen Wort conception ableiten, was übersetzt Vorstellung bedeutet. Bei Schülervorstellungen handelt es sich um Begriffe, Konzepte und Theorien, mit denen ein bestimmter Sachverhalt erklärt wird. Schülervorstellungen zu Geschichte werden von Schülerinnen und Schülern mit in den Unterricht gebracht und können das historische Lernen wesentlich beeinflussen. Vorstellungen können sich auf die verschiedenen historischen Phänomene beziehen, zum Beispiel auf Personen, Institutionen, Handlungen, Ereignisse und Strukturen, auf Motive von Personen oder den Zusammenhang von Ursachen und Folgen eines Ereignisses.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Wichtigkeit der Erforschung von Schülervorstellungen im historischen Kontext und skizziert die Vorgehensweise der empirischen Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Schülervorstellungen, die Conceptual Change-Forschung sowie den Forschungsstand innerhalb der Geschichtsdidaktik.
3. Fragestellung: Hier werden die zentralen Untersuchungsfragen zur Wahrnehmung und Erklärung von historischem Wandel bei Grundschülern definiert.
4. Forschungsmethode: Dieser Teil beschreibt das methodische Vorgehen, inklusive der Wahl des Leitfaden-Interviews, des Samples und der Maßnahmen zur Qualitätssicherung.
5. Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden präsentiert, wobei Einzelfallanalysen dazu dienen, die Wahrnehmung und Erklärungsansätze der Schüler zu verdeutlichen.
6. Kritik: Das Kapitel reflektiert kritisch über das methodische Vorgehen und benennt Schwachstellen sowie Vorteile der Studie.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und gibt Ausblicke auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Schülervorstellungen, historischer Wandel, Geschichtsdidaktik, Qualitative Inhaltsanalyse, Grundschule, Conceptual Change-Forschung, historisches Lernen, Alltagsvorstellungen, Didaktische Rekonstruktion, Leitfaden-Interview, Erklärungsmodelle, historisches Denken, Lernvoraussetzungen, Schülervorstellungen zu Geschichte.
Die Arbeit befasst sich mit den Vorstellungen, die Grundschulkinder der vierten Klasse zum Thema historischer Wandel besitzen, und untersucht, wie diese Kinder Veränderungen wahrnehmen und erklären.
Die Themenfelder umfassen das Spielen (Spielzeuge) und das Kochen (Gegenstände zur Essenszubereitung), da diese Bereiche unterschiedliche lebensweltliche Bezüge für Kinder bieten.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie Viertklässler historischen Wandel in den gewählten Bereichen erkennen und welche Kausalzusammenhänge oder Verursachungsfaktoren sie dafür anführen.
Es handelt sich um eine qualitative Untersuchung, bei der problemzentrierte Leitfaden-Interviews, ergänzt durch Schülerzeichnungen und Bilderimpulse, verwendet werden. Die Daten werden mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (wie die Conceptual Change-Forschung) diskutiert, die Forschungsfragen spezifiziert, die methodische Konzeption dargelegt und die empirischen Ergebnisse in Einzelfallanalysen vorgestellt.
Wichtige Begriffe sind Schülervorstellungen, historischer Wandel, Geschichtsdidaktik, Qualitative Inhaltsanalyse und Didaktische Rekonstruktion.
Spielen ist ein Bereich, der sehr nah an der Lebenswelt der Kinder ist, während das Kochen einen weniger unmittelbaren, aber dennoch bekannten Bezug bietet, um Unterschiede in der Vorstellungswelt zu identifizieren.
Viele Kinder erklären den historischen Wandel durch personenbezogene Motive: Sie vermuten, dass Menschen früher bestimmte Dinge erfanden, weil sie sich langweilten oder ihr Leben durch Komfort verbessern wollten.
Nein, da es sich um eine qualitative Studie mit einer kleinen Stichprobe handelt, wird keine statistische Repräsentativität angestrebt; sie liefert jedoch wertvolle Einblicke in individuelle Lernprozesse.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

