Bachelorarbeit, 2012
59 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
2 Bisherige Regelungen der Umsatzrealisation nach IAS 18
2.1 Anwendungsbereich und Abgrenzung
2.2 Erlöserfassung aus dem Verkauf von Gütern / Fahrzeugen
2.3 Erlöserfassung bei Dienstleistungen
2.4 Behandlung von Mehrkomponentengeschäften
3 Geplante Regelung zur Umsatzrealisation nach dem Standardentwurf ED/2011/6
3.1 Grundkonzeption des neuen Modells
3.2 Identifizierung des Vertrags mit dem Kunden
3.3 Identifizierung der separaten Leistungsverpflichtungen
3.4 Bestimmung des Transaktionspreises
3.4.1 Berücksichtigung von variablen Bestandteilen des Transaktionspreises
3.4.2 Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes
3.5 Aufteilung des Transaktionspreises auf separate Leistungsverpflichtungen
3.6 Erfüllung der Leistungsverpflichtung
3.6.1 Zeitraumbezogene oder zeitpunktbezogene Leistungserfüllung
3.6.2 Bestimmung des Leistungsfortschritts
4 Kritische Würdigung der wesentlichen Änderungen eines Automobilherstellers
4.1 Vergleich der bisherigen und geplanten Regelung
4.1.1 Garantien und Gewährleistungen bei Mehrkomponentenverträgen
4.1.2 Lizenzentgelte
4.1.3 Behandlung von Sale-and-Buy-Back Verträgen
4.1.4 Erweiterte Anhangangaben
4.2 Kritische Würdigung der wesentlichen Änderungen
5 Zusammenfassung
Diese Arbeit analysiert die vorgeschlagenen Änderungen des IASB zur Umsatzrealisierung gemäß dem Standardentwurf ED/2011/6 und bewertet diese kritisch aus der spezifischen Perspektive eines Automobilherstellers. Der Fokus liegt dabei auf der bilanziellen Auswirkung komplexer Kundenverträge im Vergleich zu den bestehenden IAS 18-Regelungen.
Beispiel 3: Separate Leistungsverpflichtung mit sofortigem Nutzen
Ein Automobilhersteller hat mit einem Kunden einen Vertrag über die Lieferung einer Vorrichtung zur Abstimmung des Fahrwerks seines Sportwagens samt Ersatzteilen/Verschleißteilen abgeschlossen. Der Hersteller verkauft beide Teile grundsätzlich zusammen und kein anderes Unternehmen bietet diese Produkte an. Der Kunde kann die Vorrichtung ohne Ersatzteile nutzen, die Ersatzteile ohne Vorrichtung sind alleine nicht nutzbar.
Erklärung: Wenn die Lieferung der Vorrichtung zuerst erfolgt, liegen zwei separate Leistungsverpflichtungen vor. Grund ist die Reihenfolge der Nutzbarkeit der Komponenten. Wenn die Vorrichtung zuerst geliefert wird, kann diese sofort genutzt werden. Die Ersatzteile können nach Ankunft der Vorrichtung sofort verbaut werden. Sollten die Ersatzteile zuerst geliefert werden liegt dagegen nur eine Leitungsverpflichtung vor, da die Ersatzteile ohne Vorrichtung nicht stand-alone sofort nutzbar sind.
Solange diverse Leistungsverpflichtungen aufgrund der Kriterien nicht unterscheidbar sind, sind diese zu aggregieren bis ein Paket entsteht, dass ein unterscheidbares Leistungsbündel abbildet.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung der bestehenden IAS 11 und IAS 18 Normen und motiviert die Notwendigkeit des Konvergenzprojekts zwischen IASB und FASB zur Erstellung eines einheitlichen Ertragsvereinnahmungsmodells.
2 Bisherige Regelungen der Umsatzrealisation nach IAS 18: Dieses Kapitel beschreibt den aktuellen Stand der Erlöserfassung bei Gütern und Dienstleistungen sowie die methodischen Herausforderungen bei der Behandlung von Mehrkomponentengeschäften nach geltendem Recht.
3 Geplante Regelung zur Umsatzrealisation nach dem Standardentwurf ED/2011/6: Hier wird das neue Fünf-Schritt-Modell zur Umsatzrealisierung detailliert erläutert, wobei Konzepte wie die Identifizierung von Leistungsverpflichtungen, die Bestimmung des Transaktionspreises und die zeitraumbezogene Leistungserfüllung im Fokus stehen.
4 Kritische Würdigung der wesentlichen Änderungen eines Automobilherstellers: Dieser Teil bewertet die Auswirkungen des neuen Entwurfs auf spezifische Geschäftsvorgänge von Automobilherstellern, insbesondere im Kontext von Garantien, Lizenzgeschäften und Sale-and-Buy-Back-Verträgen.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Analyseergebnisse und bewertet die Vor- und Nachteile der neuen Regelungen hinsichtlich des zusätzlichen Aufwands für die Berichterstattung und der verbesserten Konsistenz in der Bilanzierung.
Umsatzrealisierung, IAS 18, ED/2011/6, Mehrkomponentenverträge, Automobilhersteller, Leistungsverpflichtung, Transaktionspreis, Anhangangaben, Asset-Liability-Ansatz, Sale-and-Buy-Back, IFRS, Lizenzentgelte, Erlösrealisation, Bilanzierung, Standardentwurf.
Die Arbeit untersucht kritisch die geplanten Änderungen des Standardentwurfs ED/2011/6 zur Umsatzrealisierung („Revenue from Contracts with Customers“) und deren Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis von Automobilherstellern.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung und Bewertung von Mehrkomponentenverträgen, die methodische Bestimmung von Transaktionspreisen, die Behandlung von Lizenzgebühren und Sale-and-Buy-Back-Geschäften sowie die erweiterten Offenlegungspflichten im Anhang.
Das Ziel besteht darin, die für einen Automobilhersteller relevanten bilanziellen Änderungen durch den ED/2011/6 zu identifizieren und aus der Perspektive eines Automobilherstellers kritisch zu würdigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer fallbezogenen Untersuchung bilanzieller Regelungen, ergänzt durch Beispiele aus der Automobilpraxis und dem Vergleich zwischen US-GAAP und IFRS-Ansätzen.
Im Hauptteil werden zunächst der Status Quo nach IAS 18 analysiert, anschließend die Grundkonzeption des neuen Fünf-Schritt-Modells des ED/2011/6 erläutert und die spezifischen Auswirkungen auf die Branche diskutiert.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Umsatzrealisierung, Mehrkomponentenverträge, Leistungsverpflichtung und den Asset-Liability-Ansatz charakterisiert.
Der Autor begrüßt die explizite Regelung im Standardentwurf, da sie die bisherige uneinheitliche Bilanzierungspraxis zwischen Herstellern reduziert und durch die Einstufung als Leasingvereinbarung den wirtschaftlichen Gehalt besser widerspiegelt.
Sie stellen eine erhebliche zusätzliche Belastung für Unternehmen dar, da der gesteigerte Arbeitsaufwand für qualitative und quantitative Angaben in Jahres- und Zwischenabschlüssen fraglich in Bezug auf den Mehrwert für den Adressaten gegenübersteht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

