Masterarbeit, 2012
99 Seiten, Note: 1,8
1 Einführung
2 Konzeption und Aufbau des Controllings in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros
2.1 Controlling-Konzeption
2.2 Controlling-Instrumente
2.3 Aufbau von Controlling-Systemen
2.4 Controlling in Architektur- und Ingenieurbüros
2.4.1 Geschäftsprozesse in Architektur- und Ingenieurbüros
2.4.2 Controlling in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros
2.4.3 Controlling-Instrumente in der Praxis
2.5 Primäre Instrumente des Controllings in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros
3 Ausgestaltung der Controlling-Instrumente in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros
3.1 Organisation einer controllingorientierten Kosten- und Leistungsrechnung als zentrale Informationsgrundlage
3.2 Projektbudgetierung und Wirtschaftlichkeitsüberwachung
3.2.1 Projektkalkulation
3.2.2 Begleitendes Projektcontrolling
3.2.3 Nachkalkulation
3.3 Planungsfunktion des operativen Unternehmenscontrollings
3.4 Analyse- und Kontrollinstrumente des operativen Controllings
3.5 Gestaltung des controllingorientierten Reportings
3.6 Ganzheitliche Controlling-Konzeption in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros infolge der Instrumentenkoordination
4 Notwendigkeit eines integrierten Controllings am Unternehmensbeispiel des Ingenieurbüros Xxx
4.1 Unternehmensporträt des Ingenieurbüros Xxx
4.2 Analyse der Wirtschaftslage des Ingenieurbüros Xxx
4.3 Anforderungen und Zielsetzung der Controlling-Konzeption
5 Integrierte Controlling-Konzeption im Ingenieurbüro Xxx
5.1 Überblick des Controllingkonzepts
5.2 Controllinggerechte Kosten- und Leistungsrechnung als Fundament unternehmerischer Entscheidungen
5.3 Projektbudgetierung und -controlling im Ingenieurbüro Xxx
5.4 Operative Unternehmensplanung im Ingenieurbüro Xxx
5.5 Analyse- und Kontrollinstrumente zur effizienten Unternehmenssteuerung und Organisation des Reportings
5.6 Kritische Reflexion des Controlling im Ingenieurbüro Xxx
6 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Master-Thesis zielt darauf ab, eine ganzheitliche Konzeption zur Implementierung eines integrierten Controllings zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse kleiner Architektur- und Ingenieurbüros zugeschnitten ist. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie ein solches Controlling nachhaltig implementiert werden kann, ohne dass es durch die Dominanz des Tagesgeschäfts verdrängt wird, und welcher Form es als Erfolgsfaktor bedarf.
3.1 Organisation einer controllingorientierten Kosten- und Leistungsrechnung als zentrale Informationsgrundlage
Gemeinsam mit der Investitions- und Finanzrechnung bildet die KLR das interne RW. Im Gegensatz zum vergangenheitsorientierten externen RW, das als Dokumentationsfunktion aufgrund der grds. Buchführungspflicht i.S.v. § 242 HGB von jedem Kaufmann aufzustellen ist, dient das interne RW zur zielorientierten Unternehmensführung. Entscheidungs- und verhaltensorientiert sowie fest in das Planungs- und Kontrollsystem integriert liegt die zentrale Intention der controllinggerechten KLR in der Schaffung einer hinreichenden betriebswirtschaftlichen Transparenz durch die perioden- und sachgerechte Kosten- und Leistungsabgrenzung. So werden mittels der KLR zukunftsorientierte, relevante Informationen zur zielgerichteten Unternehmenssteuerung realisiert.
Allerdings setzt dieses eine konsequente, zeitnahe Arbeitszeiterfassung der Projekt- und Bürostunden grundlegend voraus. Doch gerade in kleinen IB findet dieses nur in Ausnahmefällen statt. Somit ist zur Sicherstellung des unternehmerischen Handelns und zur Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen für ein funktionsfähiges Controlling die differenzierte Zeiterfassung fundamental. Zudem können dadurch potenzielle Erlösansprüche in Form von besonderer Leistung geltend gemacht werden, da lediglich durch die zeitnahe differenzierte Erfassung und Analyse des Aufwands die vom AG veranlassten Arbeiten als Leistungen außerhalb der vertraglichen Vereinbarung quantifiziert, nachverhandelt und diesem in Rechnung gestellt werden können.
Die Kosten, als der bewertete und sachzielbezogene Dienst- oder Sachleistungsverzehr, werden den Kostenträgern (Projekten) perioden- und verursachungsgerecht zugeordnet. Ausgehend von den Daten des externen RW werden zunächst einige Aufwandsposten als Anderskosten (z.B. kalkulatorische (kalk.) Abschreibung (AfA), kalk. Fremdkapitalzinsen) unbewertet und die sog. Zusatzkosten, bspw. kalk. Eigenkapitalzinsen, kalk. Unternehmerlohn bei Personengesellschaften – was in kleinen IB i.d.R. zutrifft – hinzuaddiert. Zudem werden die betriebsneutralen und außerordentlichen Aufwendungen nicht in der Kostenrechnung erfasst.
1 Einführung: Diese Einleitung beleuchtet die angespannte Wirtschaftslage in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros und leitet die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Controllings als Instrument zur Unternehmenssteuerung ab.
2 Konzeption und Aufbau des Controllings in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros: Das Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Controlling-Konzeption und definiert die notwendigen Instrumentarien, die für die Besonderheiten kleiner Planungsbüros adaptiert werden müssen.
3 Ausgestaltung der Controlling-Instrumente in kleinen Architektur- und Ingenieurbüros: Dieser Abschnitt konkretisiert die Gestaltung der Kosten- und Leistungsrechnung, der Projektkalkulation und des Berichtswesens, um Transparenz im operativen Geschäft zu schaffen.
4 Notwendigkeit eines integrierten Controllings am Unternehmensbeispiel des Ingenieurbüros Xxx: Hier wird das Ingenieurbüro Xxx als Fallbeispiel porträtiert, wobei die Defizite in der bisherigen Unternehmensführung analysiert und der Handlungsbedarf für Controlling-Maßnahmen aufgezeigt werden.
5 Integrierte Controlling-Konzeption im Ingenieurbüro Xxx: In diesem Kapitel wird das spezifische Controlling-System für das Ingenieurbüro Xxx implementiert, wobei die einzelnen Instrumente und die Rolle des Controllers detailliert diskutiert werden.
6 Schlussbetrachtung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die nachhaltige Etablierung des Systems sowie notwendige nächste Schritte wie die strategische Planung.
Controlling, Architektur- und Ingenieurbüros, Kosten- und Leistungsrechnung, Projektkalkulation, Unternehmenssteuerung, Projektcontrolling, Wirtschaftlichkeit, Liquiditätsplanung, Kennzahlensysteme, Unternehmensführung, KMU, HOAI, Personalkosten, Berichtswesen, Rationalitätssicherung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Implementierung eines integrierten Controllingsystems, das speziell an die Anforderungen kleiner Architektur- und Ingenieurbüros angepasst ist, um deren Wirtschaftlichkeit zu steigern.
Zu den zentralen Themen gehören die Kosten- und Leistungsrechnung, Projektcontrolling, Unternehmensplanung, Finanz- und Liquiditätssteuerung sowie die Gestaltung eines aussagekräftigen Berichtswesens.
Ziel ist es, ein praktikables, ganzheitliches Controllingkonzept zu entwerfen, das trotz der begrenzten Ressourcen in kleinen Büros nachhaltig als Führungsinstrument etabliert werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse sowie eine Fallstudienmethode, bei der die Instrumente des Controllings direkt in einem realen Ingenieurbüro angewendet und analysiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Controlling-Instrumente für Kleinbetriebe sowie deren spezifische Anwendung und methodische Diskussion am Beispiel des Ingenieurbüros Xxx.
Wichtige Begriffe sind Controlling, Projektkalkulation, Kosten- und Leistungsrechnung, Wirtschaftlichkeit sowie Liquiditätsmanagement in kleinen Architekturbüros.
Durch die Einführung einer konsequenten Arbeitszeiterfassung und einer integrierten Projektkalkulation wird die Grundlage für eine verursachungsgerechte Kosten- und Leistungsrechnung geschaffen.
Da die Honorare in vielen Bereichen durch die HOAI preisreguliert sind, muss das Controlling sicherstellen, dass die Kosten für die Leistungserbringung innerhalb dieser Honorarvorgaben effizient gesteuert werden.
Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) dient als Basis für das Controlling, wird jedoch durch interne Berechnungen (z.B. kalkulatorische Kosten) ergänzt, um eine zeitnahe und aussagekräftige Steuerung zu ermöglichen.
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