Masterarbeit, 2012
123 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
2 Theoretischer Hintergrund selbstregulierten Lernens
2.1 Der Begriff „selbstreguliertes Lernen“
2.2 Theoretische Modelle selbstregulierten Lernens
2.3 Die Bedeutung der Lernstrategien beim selbstregulierten Lernen
2.4 Forschungsbefunde zum selbstregulierten Lernen aus dem Primarbereich
3 Lernstrategien
3.1 Taxonomie der Lernstrategien
3.2 Entwicklung von Lernstrategien
3.3 Förderung von Lernstrategien in der Grundschule
3.4 Didaktisch-Methodische Prinzipien zur Förderung selbstregulierten Lernens
4 Fragestellung
5 Methode der Untersuchungen
5.1 Stichprobe
5.1.1 Instrument
5.1.2 Entwicklungsmodell
5.2 Messinstrument: Rating
5.2.1 Ratingmanual
5.2.2 Raterschulung
5.2.3 Inter-Rater-Reliabilität - Intraclass-Correlation (ICC)
5.3 Datenanalyse
5.3.1 Hypothesentest
5.3.2 Wilcoxon-Test
5.4 Gütekriterien
6 Ergebnisse
6.1 Deskriptive Statistik
6.1.1 Prätest
6.1.2 Posttest
6.2 Überprüfung der Hypothesen - Veränderung der Strategieinstruktion
7 Diskussion/Fazit
7.1 Kritische Bewertung, Grenzen vorliegender Arbeit
7.1.1 ICC
7.1.2 Methodische Diskussion
7.2 Konzeptionelle Implikation
7.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob die Einführung einer konstruktivistischen Unterrichtseinheit im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule die Qualität der Förderung selbstregulierten Lernens durch Lehrkräfte verbessert.
2.1 Der Begriff „selbstreguliertes Lernen“
Seit langem beschäftigt sich die Forschung der Pädagogik mit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung des Phänomens des selbständigen Lernens. Mit der Zeit entstanden aus den diversen Gesichtspunkten der Forschung verschiedene Ansätze und Bezeichnungen zur Definition des selbständigen Lernens. So sind in der Literatur u.a. Begriffe wie selbstreguliertes Lernen (self-regulated learning) - synonym mit selbstgesteuertes Lernen (self-directed learning), selbstbestimmtes Lernen (self-determined learning) - selbstorganisiertes Lernen oder autonomes bzw. automatisches Lernen, anzutreffen. Konzepte wie selbstorganisiertes, autodidaktisches oder autonomes Lernen werden vorwiegend im Zusammenhang mit der beruflichen Weiterbildung genannt, da sie eher Lernformen beschreiben, in denen die Lernenden über den Lerninhalt, die Lernziele, den Lernort und die soziale Form des Lernens selbst entscheiden (Friedrich & Mandl 1990).
Die unterschiedlichen Begriffe basieren auf einer gemeinsamen Auffassung einer Lernform, bei der der Lernende „die wesentlichen Entscheidungen darüber trifft, ob, was, wann, wie und woraufhin er lernt, gravierend und folgenreich beeinflussen kann“ (Weinert 1982, S. 12). Für das Lernen ist es daher wichtig, dass Entscheidungen über Lernziele (woraufhin?), über Inhalte (was?), über Lernressourcen (Medien, Lernmittel), über zeitliche Aspekte (wann?) und methodische Aspekte (mentale Verarbeitung des Lerninhaltes, wie?) getroffen werden. Es wird deutlich, dass die Lernentscheidungen komplex und facettenreich sind, wodurch es somit schwer fällt, Selbstregulation als Gesamtkonzept zu definieren (Winter, 2007).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von selbstreguliertem Lernen in der Grundschule und führt in das Forschungsziel einer Interventionsstudie ein.
2 Theoretischer Hintergrund selbstregulierten Lernens: Dieses Kapitel definiert selbstreguliertes Lernen und stellt zentrale theoretische Modelle wie die von Zimmerman und Boekaerts vor.
3 Lernstrategien: Es werden verschiedene Taxonomien von Lernstrategien erläutert sowie Möglichkeiten ihrer Förderung im Grundschulkontext diskutiert.
4 Fragestellung: Das Kapitel formuliert die zentrale Hypothese, dass konstruktivistisch angeleiteter Unterricht die Qualität der Strategieinstruktion durch Lehrkräfte positiv beeinflusst.
5 Methode der Untersuchungen: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign, die Stichprobe und das hochinferente Ratingverfahren, das zur Analyse des Lehrerverhaltens eingesetzt wurde.
6 Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen die deskriptive Statistik und die statistische Überprüfung der Hypothesen zur Wirksamkeit der Strategieinstruktion.
7 Diskussion/Fazit: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse, methodischer Grenzen sowie konzeptionellen Implikationen und einem Ausblick auf zukünftige Forschung ab.
Selbstreguliertes Lernen, Grundschule, Lernstrategien, Lehrerverhalten, konstruktivistischer Unterricht, Interventionsstudie, Ratingverfahren, Metakognition, Strategieinstruktion, Sachunterricht, Primarbereich, Lernzyklus, Wissenserwerb, Bildungsziele.
Die Masterarbeit untersucht, wie Lehrkräfte in der Grundschule das selbstregulierte Lernen ihrer Schüler durch gezielte Strategieinstruktion fördern und ob dieser Prozess durch ein spezifisches Unterrichtsprogramm positiv verändert werden kann.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung selbstregulierten Lernens, die verschiedenen Arten von Lernstrategien (kognitiv, metakognitiv, motivational) sowie deren praktische Vermittlung im Unterricht.
Das primäre Ziel ist es, mittels einer Interventionsstudie zu prüfen, ob der Einsatz einer konstruktivistischen Unterrichtseinheit im Sachunterricht zu einer signifikanten Verbesserung der Qualität der Selbstregulationsförderung durch Lehrkräfte führt.
Es wird ein quasi-experimentelles Forschungsdesign mit einem hochinferenten, konzeptorientierten Ratingverfahren auf Basis von Videoaufzeichnungen genutzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Lernstrategien, eine detaillierte Beschreibung der methodischen Umsetzung (Ratingmanual, Raterschulung) und die statistische Analyse der erhobenen Daten.
Selbstreguliertes Lernen, Grundschule, Lernstrategien, Lehrerverhalten, konstruktivistischer Unterricht, Interventionsstudie und Strategieinstruktion.
Das Projekt IGEL liefert die Datengrundlage der Studie, insbesondere die Videomaterialien von 33 Klassen der dritten Jahrgangsstufe im Fach Sachunterricht.
Der Wilcoxon-Test wird eingesetzt, da die Daten der abhängigen Variable nicht normalverteilt sind und ein Vergleich über zwei Messzeitpunkte (Prä- und Posttest) bei abhängigen Stichproben durchgeführt werden muss.
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