Examensarbeit, 2012
91 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Physisch- geographische Aspekte der Alpen
2.1 Die Entstehung der Alpen
2.2 Klimatisch- räumliche Differenzen
3. Humangeographische Strukturen in den Alpen
3.1 Bevölkerung in den Alpenländern
3.2 Siedlungsgeographische Aspekte unter Berücksichtigung ökonomischer Strukturen im Alpenraum
3.3 Politische Strukturen
3.3.1 Nationale Verkehrspolitik
3.3.2 Transnationale Verkehrspolitik
4. Verkehr in und durch die Alpen
4.1 Die historische Entwicklung der Alpenquerung
4.2 Verkehrsachsen und Verkehrsarten
4.2.1 Verkehrswege
4.2.1.1 Der Straßenverkehr
4.2.1.2 Der Schienenverkehr
4.2.1.3 Der Flugverkehr
4.2.1.4 Die Binnenschifffahrt
4.3 Verkehrsarten im Alpenraum
4.3.1 Der Güterverkehr
4.3.2 Der Personenverkehr
4.3.2.1 Individualverkehr in den Alpen
4.3.2.2 Der öffentliche Personenverkehr
5. Auswirkungen des Alpenverkehrs
5.1 Positive Effekte des Alpenverkehrs
5.2 Probleme und Risiken des alpenquerenden Verkehrs
5.2.1 Belastungen für Mensch und Umwelt
5.2.1.1 Belastungen der Umwelt durch erhöhte Schadstoffkonzentration
5.2.1.2 Zerschneidung und Zersiedlung
5.2.1.3 Lärmbelästigung
5.2.1.4 Verkehrssicherheit
5.2.1.5 Verkehrsstaus
5.2.2 Wirtschaftliche Folgen des alpenquerenden Verkehrs
6. Lösungsansätze
6.1 Der kombinierte Verkehr
6.2 Car Sharing
6.3 Seeschifffahrt als alternative Route für den Güterverkehr
7. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Die Arbeit analysiert die Entwicklungen, Auswirkungen und zukünftigen Perspektiven des Verkehrs durch die Alpen. Das zentrale Ziel ist es, das Spannungsfeld zwischen der notwendigen Mobilität sowie den wirtschaftlichen Anforderungen einerseits und den negativen ökologischen sowie sozialen Folgen des Verkehrs auf den sensiblen Naturraum Alpen andererseits aufzuzeigen und nachhaltige Lösungsstrategien zu diskutieren.
4.1 Die historische Entwicklung der Alpenquerung
Das Zitat von Anne Morrow Lindbergh ist dem Werk „The Flower and the Nettle“ (Deutsch: „Die Blume und die Nessel“) entnommen, dass zwischen 1936 und 1939 entstand. Ohne den literarischen Zusammenhang näher untersuchen zu wollen und ohne interpretatorische Analysen zu betreiben, muss man sagen, dass bis zu dieser Zeit die Alpenüberquerung schon längst nicht mehr in den Kinderschuhen steckte. Im Zusammenhang mit der Alpenüberquerung wird der Terminus „Pass“ des Öfteren verwendet. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, an dieser Stelle, eine knappe Definition anzuführen. Als Pass bezeichnet man im weiten Sinne eine Engstelle zwischen zwei Bergrücken oder einer Wasserfläche und einem Berg (DIERCKE WÖRTERBUCH DER ALLGEMEINEN GEOGRAPHIE, 201: S. 656). Im Kontext der Alpen definiert sich der Begriff „Pass“ als bedeutender Standort für „verkehrsorientierte Siedlungen“ (Ebd.). Diese Definition erklärt sich wie folgt: Die Funktion von Pässen hat sich im Laufe der Jahrhunderte verändert. Dienten Pässe anfangs noch zum Schutz und zur Verteidigung, waren sie spätestens im 16. Jahrhundert Umschlagsplatz für Waren. In heutiger Zeit sind sie eher Orte, an denen sich Raststätten, Sommertourismus und Wintersport niedergelassen bzw. etabliert haben (Ebd.). Bereits in prähistorischer Zeit passierte man die Alpen über den Alpenhauptkamm zu Fuß auf eisfreien Gebirgsübergängen bzw. Pässen, während die Römer erste (Militär-) Straßen über das Gebirge errichteten, die für Fuhrwerke bestens geeignet waren. Der Alpenverkehr entwickelte sich stetig weiter, und man fand immer mehr Möglichkeiten, den Gebirgskörper zu passieren.
1. Einleitung: Grundlegende Einführung in die Bedeutung von Mobilität und Verkehr sowie die spezifische Relevanz für den sensiblen Alpenraum.
2. Physisch- geographische Aspekte der Alpen: Betrachtung der natürlichen Voraussetzungen, wie Entstehung und Klima, die das Verkehrswesen im Gebirge beeinflussen.
3. Humangeographische Strukturen in den Alpen: Analyse der demographischen Faktoren, Siedlungsmuster sowie der politischen Verkehrspolitik auf nationaler und transnationaler Ebene.
4. Verkehr in und durch die Alpen: Überblick über historische Entwicklungen sowie eine detaillierte Darstellung der heutigen Verkehrsachsen und Verkehrsträger.
5. Auswirkungen des Alpenverkehrs: Untersuchung der positiven wirtschaftlichen Aspekte sowie der kritischen Belastungen für Mensch und Umwelt durch Lärm, Schadstoffe und Unfälle.
6. Lösungsansätze: Vorstellung nachhaltiger Konzepte zur Entlastung des Verkehrs, insbesondere durch kombinierten Verkehr, Car Sharing und maritime Alternativen.
7. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur Notwendigkeit einer nachhaltigen und grenzüberschreitenden Verkehrspolitik zum Schutz der Alpen.
Alpen, Alpenverkehr, Verkehrspolitik, Alpenkonvention, Transitverkehr, Güterverkehr, Personenverkehr, Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Modal Split, Umweltschutz, Gebirge, Pendlerverkehr, Verkehrssicherheit, Alpentourismus.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem Verkehrsaufkommen und den spezifischen Herausforderungen im Alpenraum, wobei ein besonderer Fokus auf den Auswirkungen auf Mensch und Natur liegt.
Die zentralen Felder umfassen die physischen Gegebenheiten der Alpen, die Rolle der Verkehrspolitik, verschiedene Verkehrsarten wie Straßen- und Schienenverkehr sowie Lösungsansätze für eine nachhaltigere Verkehrsgestaltung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie der stetig wachsende Verkehr, insbesondere der Transitverkehr, das empfindliche Ökosystem Alpen beeinflusst und welche politischen und technischen Konzepte diesen Belastungen entgegenwirken können.
Es handelt sich um eine geographische Analyse, die auf einer fundierten Auswertung von Fachliteratur, Statistiken, offiziellen Berichten (z.B. Alpenzustandsbericht) und Kartenmaterial basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der räumlichen Voraussetzungen, der historischen Entwicklung, des aktuellen Verkehrssystems, der ökologischen Probleme sowie der ökonomischen Konsequenzen.
Kernbegriffe sind Alpen, Verkehrspolitik, Transitverkehr, Nachhaltigkeit, Modal Split, Umweltschutz und Verkehrsinfrastruktur.
Die Berge begrenzen die möglichen Routen stark auf die Täler, was zu einer hohen Verkehrskonzentration führt und den Bau sowie die Instandhaltung von Verkehrswegen extrem kostenintensiv macht.
Er führt zu enormen Belastungen durch Schadstoffemissionen, Lärm und Flächenverbrauch, während er gleichzeitig das Risiko von Naturgefahren durch Infrastrukturprojekte erhöht.
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