Examensarbeit, 2012
66 Seiten, Note: 1,7
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
2 Einleitung
3 E-Mail- und SMS-Kommunikation
3.1 Forschungsstand
3.2 Begriffsbestimmung von „E-Mail“ und „SMS“
3.3 Eigenschaften von E-Mails
3.4 Sprachliche Besonderheiten der E-Mail
3.5 Eigenschaften von SMS
3.6 Sprachliche Besonderheiten der SMS
4 Forschungsdesign
4.1 Forschungsfragen
4.2 Methodische Vorgehensweise
4.3 Die Umfrage zur E-Mail- und SMS-Kommunikation
4.4 Das Analysekorpus
4.5 Die Analysekategorien
5 Aspekte der Medienwahl
5.1 Medienwahltheorie und Faktoren der Medienwahl
5.2 Häufigkeit der Nutzung von privaten E-Mails und SMS
5.3 Nutzungsmotive
5.4 Auswertung der Umfrage- Fazit
6 Linguistische Perspektive
6.1 Analyse des E-Mail-Korpus
6.1.1 Sprachliche Mittel
6.1.2 Ebene des Ausdrucks
6.1.3 Zusammenfassung
6.2 Analyse des SMS-Korpus
6.2.1 Sprachliche Mittel
6.2.2 Ebene des Ausdrucks
6.2.3 Zusammenfassung
7 Vergleich der vorliegenden E-Mails und SMS
7.1 Vergleich der sprachlichen Mittel
7.2 Vergleich der Ausdruckskategorien
8 Schlussbetrachtung
8.1 Fazit
8.2 Ausblick
Diese Arbeit widmet sich dem Vergleich der privaten E-Mail- und SMS-Kommunikation aus linguistischer und medienwahltheoretischer Perspektive, wobei untersucht wird, warum Nutzer in bestimmten Situationen eines der beiden Medien wählen und wie sich die sprachliche Gestaltung in privaten Texten äußert.
3.3 Eigenschaften von E-Mails
Die E-Mail hat nicht nur die Eigenschaft ein Kommunikationsmedium zu sein, auch kann sie in verschiedenen Textsorten realisiert werden. „Die [...] E-Mail kann [...] einer Textsorte zugeordnet und insofern als Repräsentant einer Textsorte angesehen werden“ (Ziegler 2002, S. 26). Dies bedeutet, die E-Mail ist hinsichtlich ihrer Verwendung immer variabel. Sie kann als geschäftliches Schreiben, als Danksagung, als Roman, als Werbung, Bewerbung, Glückwunsch, o.Ä. auftreten.
Weiterhin ist die E-Mail immer schriftbasiert, tritt jedoch zunehmend mit Elementen des mündlichen Sprachgebrauchs auf. Auch können in eine E-Mail Bilder oder andere Dateien eingefügt werden oder Dateien angehängt (Attachments) werden. Die auffälligste Eigenschaft der E-Mail ist ihre Form, denn sie besteht immer aus einem Header und einem Body. Erster enthält Adressen des Senders und Empfängers, sowie die Betreffzeile; letzterer, die Nachricht, also den Text der E-Mail.
Schmitz (2002) kategorisiert die typischen Eigenschaften einer E-Mail wie folgt: „Thematisch“ kann alles vorkommen, was übermittelt werden soll oder was den Sender bzw. den Empfänger interessiert, „Funktional“ kann die E-Mail alles abdecken, was man auch mit anderen Medien, wie Telefon oder Brief bezwecken kann, die E-Mail ist immer schriftbasiert und mithilfe einer Tastatur zu schreiben und hat letztendlich immer die Funktion des kommunizieren zu wollen. Nach Pansegrau (1997) sind die wichtigsten Merkmale der E-Mail Kommunikation der schnelle Informationsaustausch, der Kostenfaktor und die unproblematische Handhabung. Das heißt, eine E-Mail kann innerhalb von Minuten geschrieben und in Sekundenschnelle abgeschickt werden, sodass sie den Empfänger mehrere Sekunden nach dem Verschicken erreicht, egal wo dieser sich auf der Welt befindet. Die meisten E-Mail Programme sind zudem kostenlos, was erheblich in die Wahl des Mediums einwirkt. Jeder Mensch, der tippen kann und einen Computer oder heutzutage ein Smartphone zur Hand hat, kann eine E-Mail verschicken, was die einfache Handhabung beschreibt.
2 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der E-Mail- und SMS-Kommunikation ein und umreißt die Forschungsziele der Arbeit.
3 E-Mail- und SMS-Kommunikation: Dieses Kapitel bietet einen theoretischen Überblick zum aktuellen Forschungsstand und definiert die grundlegenden Eigenschaften beider Medien.
4 Forschungsdesign: Hier werden die Forschungsfragen, die methodische Vorgehensweise, die Umfrage sowie das zur Analyse genutzte Korpus und die Analysekategorien vorgestellt.
5 Aspekte der Medienwahl: Dieses Kapitel untersucht theoretische Medienwahlmodelle und wertet die Umfrage zur Nutzungshäufigkeit und den Nutzungsmotiven aus.
6 Linguistische Perspektive: Hier erfolgt die detaillierte Analyse der E-Mail- und SMS-Korpora basierend auf den zuvor definierten Kategorien.
7 Vergleich der vorliegenden E-Mails und SMS: Dieses Kapitel führt die Ergebnisse zusammen und vergleicht die sprachlichen Mittel sowie Ausdruckskategorien beider Medien direkt miteinander.
8 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einem Fazit zu den Ergebnissen sowie einem Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
E-Mail, SMS, Kommunikation, Medienwahl, Linguistik, Textsorte, Korpusanalyse, Sprachwandel, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Nutzungsmotive, Kurznachrichten, digitale Kommunikation, sprachliche Mittel, Stilistik.
Die Arbeit untersucht die private E-Mail- und SMS-Kommunikation, um deren Nutzungsmotive sowie sprachliche Merkmale zu verstehen und zu vergleichen.
Die zentralen Felder umfassen die medienwahltheoretische Perspektive, die Analyse von Nutzungsmotiven und eine linguistische Untersuchung der sprachlichen Ausgestaltung beider Kommunikationsformen.
Ziel ist es, herauszufinden, warum Nutzer sich in bestimmten Situationen für E-Mails oder SMS entscheiden und ob sich eine spezifische „E-Mail-Sprache“ oder „SMS-Sprache“ identifizieren lässt.
Es wird ein qualitativer Ansatz verfolgt, der eine eigene Umfrage (n=115) sowie eine detaillierte Korpusanalyse (50 E-Mails und 50 SMS) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Medienwahl, die Auswertung der Umfrage und die linguistische Korpusanalyse, gefolgt von einem direkten Vergleich beider Medien.
Zu den zentralen Begriffen zählen Medienwahl, E-Mail-Kommunikation, SMS-Kommunikation, linguistische Analyse, Korpus und sprachliche Besonderheiten.
Die SMS wird primär für spontane Verabredungen und als tägliches, mobiles Kommunikationsmittel genutzt, während die E-Mail eher für den Informationsaustausch bei größeren Datenmengen eingesetzt wird.
Eine rein medientypische Sprache konnte nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden; stattdessen zeigen die Analysen eher eine „Sprache der privaten Mediennutzung“, die stark durch Mündlichkeit und den individuellen Stil der Nutzer geprägt ist.
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