Bachelorarbeit, 2012
60 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung: Hoffnungsträger Basel III
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Historie und Basel I
2.2 Umsetzung Basel II
2.3 Umsetzung von Basel II
2.4 Die drei Säulen von Basel II
2.4.1. Erste Säule – Mindesteigenkapitalausstattung
2.4.2 Die zweite Säule – Aufsichtsrechtliches Überprüfungsverfahren
2.4.3 Die dritte Säule – Offenlegungspflichten/ Marktdisziplin
2.5 Kapitalanforderungen von Basel II
2.5.1 Kernkapital (TIER 1)
2.5.1.1 Bilanzielles Eigenkapital
2.5.1.2 Ökonomische Eigenmittel
2.5.1.3 Hartes Kernkapital (Common Equity Tier I)
2.5.1.4 Weiches Kernkapital (Additional Tier I)
2.5.2 Ergänzungskapital (Tier II)
2.5.3 Drittrangmittel (Tier III)
2.5.4 Überblick
2.6 Defizite und Kritik
3. Basel III
3.1 Kapitalanforderungen von Basel III
3.1.1 Kernkapital
3.1.1.1 Hartes Kernkapital (Common Equity Tier I)
3.1.1.2 Weiches Kernkapital (Additional Tier I)
3.1.2 Ergänzungskapital
3.1.3 Ergänzende Kapitalpuffer
3.1.3.1 Kapitalerhaltungspuffer
3.1.3.2 Antizyklischer Puffer
3.1.4 Verschuldungsquote (Leverage Ratio)
3.1.5 Liquiditätsquoten
3.1.5.1 Liquidity Coverage Ratio (LCR)
3.1.5.2 Net Stable Funding Ratio (NSFR)
3.2 Überblick und Übergangsregelungen
3.3 Kritische Betrachtung der Eigenkapitalnormen
4. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert den Übergang von Basel II zu Basel III, um zu untersuchen, ob die neuen Eigenkapitalanforderungen die Stabilität des Finanzsystems nachhaltig erhöhen oder ob weitere Risiken für die Finanzmärkte bestehen bleiben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der kritischen Bewertung der Auswirkungen dieser verschärften Regulierung auf die Kreditinstitute.
1.1 Problemstellung
Im Frühjahr 2007 zeichnete sich in den USA eine Wirtschaftskrise, hervorgerufen durch die US-Immobilienblase ab. In den folgenden Monaten entstand eine der größten Wirtschaftskrisen, die durch zahlreiche notleidende Kreditinstitute, Versicherungen, Fonds und Unternehmen hervorgerufen worden war. Der Höhepunkt war die Subprimekrise im September 2008, als die Investmentbank „Lehman Brothers Inc.“ ihre Insolvenz anmelden musste. Durch Hilfszahlungen seitens der Staaten wurde das Finanzsystem stabilisiert, um weitreichendere Folgen abzuwenden. Staatsbeteiligungen an großen Kreditinstituten waren notwendig, um die sogenannten „too big to fail“ oder systemrelevanten Banken zu retten. Dadurch stieg die Staatsverschuldung einzelner Staaten enorm an. Die Folgen sind noch heute in Form der enormen Staatsverschuldungen zu spüren. Länder wie Griechenland, Spanien, Portugal oder Irland mussten durch internationale Hilfen gerettet werden. Um einer Wiederholung der Ereignisse entgegenzuwirken beschlossen, beschlossen die G-20 Staaten unter anderem eine weitreichende Eigenkapitalunterlegung für die Kreditinstitute, die als „Basel III“ in der Öffentlichkeit bekannt wurde.
1. Einleitung: Hoffnungsträger Basel III: Einführung in die historische Ausgangslage der Finanzkrise 2007/2008 und Darlegung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der Stabilität von Banken durch Basel III.
2. Grundlagen: Analyse der historischen Entwicklung der Bankenregulierung sowie detaillierte Erläuterung der Struktur und der Anforderungen von Basel II.
3. Basel III: Umfassende Untersuchung der neuen Kapitalanforderungen, Liquiditätskennziffern und Pufferkonzepte unter Basel III sowie deren kritische Würdigung.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit von Basel III und ein Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen für das Risikomanagement der Banken.
Basel III, Eigenkapital, Kernkapital, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Leverage Ratio, Kapitalerhaltungspuffer, Bankenregulierung, Finanzmarktstabilität, Risikomanagement, Bankenaufsicht, Mindesteigenkapital, Systemrelevanz, LCR, NSFR.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Auswirkungen der bankenaufsichtsrechtlichen Eigenkapitalvorschriften vom Übergang von Basel II zu Basel III.
Zentrale Felder sind die qualitativen und quantitativen Anforderungen an das Eigenkapital, die Einführung von Kapitalpuffern sowie neue Liquiditätsstandards für Banken.
Ziel ist es zu klären, ob durch die verschärften Regeln unter Basel III die Stabilität von Kreditinstituten tatsächlich signifikant gestärkt wird oder ob neue Risiken für die Finanzmärkte entstehen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer Untersuchung aktueller bankaufsichtsrechtlicher Richtlinien und empirischer Daten zu den Auswirkungen von Basel III.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen (Basel II) sowie die detaillierte Analyse der Neuerungen durch Basel III, inklusive der Kritik an den Eigenkapitalnormen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Eigenkapital, Kernkapital, Basel III, Liquiditätsrisiko, Kapitalerhaltungspuffer und Finanzmarktstabilität.
Die Arbeit erörtert, dass die verschärften Kapitalanforderungen potenziell zu einer Reduktion des Kreditvolumens führen könnten, was insbesondere kleine und mittlere Kreditinstitute vor Herausforderungen bei der Unternehmensfinanzierung stellt.
Die Leverage Ratio dient als zusätzliche, nicht risikobasierte Verschuldungsgrenze, um eine übermäßige Verschuldung der Institute zu verhindern und Schwachstellen in den bisherigen risikogewichteten Ansätzen zu kompensieren.
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