Diplomarbeit, 2002
124 Seiten, Note: Sehr gut
1 HERMENEUTISCHER EXKURS
1.1 DIE WIRKUNG VON AUSDAUERTRAINING AUF HERZKREISLAUFERKRANKUNGEN
1.2 DIE WIRKUNG VON AUSDAUERTRAINING AUF BLUTHOCHDRUCK
1.3 KONZEPTE ZUR BESTIMMUNG DER INDIVIDUELLEN ANAEROBEN SCHWELLE
1.3.1 Trainingsadaptationen bei Training im Bereich der Laktatschwellen
1.4 VENTILATORISCHE SCHWELLENKONZEPTE
1.5 HEARTRATETURNPOINT – HRTP
1.6 DAS MAXIMALE LAKTATSTEADY-STATE
1.6.1 Abhängigkeit des MLSS von der Art der Übung
1.6.2 Vergleich verschiedener Steady-State Protokolle
1.6.3 Training im MLSS im Zusammenhang mit körperlichen Auswirkungen
2 METHODISCHE AUSFÜHRUNG
2.1 DAS UNTERSUCHUNGSKOLLEKTIV
2.2 DIE TESTANORDNUNG
2.2.1 1-Minuten Test
2.2.2 Der Steady-State Test
2.3 LEISTUNGSDIAGNOSTISCHE PARAMETER
2.3.1 Die Herzfrequenzleistungskurve und der HRTP
2.3.1.1 Der k-Wert
2.3.2 Atemäquivalente von O2 und CO2 (VE/VO2 und VE/VCO2)
2.3.3 Die Laktatturnpoints – LTP1 und LTP2
2.3.4 Der Blutdruck
3 STATISTISCHE AUSWERTUNGEN UND ERGEBNISSE
3.1 VERGLEICH DER WATTLEISTUNG
3.1.1 Mittelwertvergleich der Umstellpunkte
3.1.1.1 Gesunde Männer
3.1.1.2 Gesunde Frauen
3.1.1.3 Männer mit einer KHK
3.1.1.4 Frauen mit einer KHK
3.1.1.5 Männer mit arteriellem Hypertonus
3.1.1.6 Frauen mit arteriellem Hypertonus
3.1.2 Lineare Regressionen und Korrelationskoeffzienten
3.1.2.1 Gesunde Männer
3.1.2.2 Gesunde Frauen
3.1.2.3 Männer mit einer KHK
3.1.2.4 Frauen mit einer KHK
3.1.2.5 Männer mit arteriellem Hypertonus
3.1.2.6 Frauen mit arteriellem Hypertonus
3.2 VERGLEICH DER HERZFREQUENZEN
3.2.1 Mittelwertvergleich und Korrelationkoeffizienten der Herzfrequenzen
3.2.1.1 Gesunde Männer
3.2.1.2 Gesunde Frauen
3.2.1.3 Männer mit einer KHK
3.2.1.4 Frauen mit einer KHK
3.2.1.5 Männer mit arteriellem Hypertonus
3.2.1.6 Frauen mit arteriellem Hypertonus
3.2.2 Zusammenfassung der linearen Regressionen und Korrelationskoeffizienten der Herzfrequenzwerte
3.3 VERGLEICH DER LAKTATWERTE
3.3.1 Mittelwertvergleich und Korrelationskoeffizienten der Laktatwerte
3.3.1.1 Gesunde Männer
3.3.1.2 Gesunde Frauen
3.3.1.3 Männer mit einer KHK
3.3.1.4 Frauen mit einer KHK
3.3.1.5 Männer mit arteriellem Hypertonus
3.3.1.6 Frauen mit arteriellem Hypertonus
3.3.2 Zusammenfassung der linearen Regressionen und Korrelationskoeffizienten der Laktatwerte
3.4 VERGLEICH DER RELATIVEN SAUERSTOFFAUFNAHME
3.4.1 Mittelwertvergleich und Korrelationskoeffizienten der relativen Sauerstoffaufnahme
3.4.1.1 Gesunde Männer
3.4.1.2 Gesunde Frauen
3.4.1.3 Männer mit einer KHK
3.4.1.4 Frauen mit einer KHK
3.4.1.5 Männer mit arteriellem Hypertonus
3.4.1.6 Frauen mit arteriellem Hypertonus
3.4.2 Zusammenfassung der linearen Regressionen und Korrelationskoeffizienten der Sauerstoffaufnahme
3.5 FESTLEGUNG DER STEADY-STATE BELASTUNG NACH KRITERIEN DER AUSBELASTUNG
3.5.1 Festlegung der Steady-State Belastung der gesunden Probanden
3.5.2 Festlegung der Steady-State Belastung der KHK Patienten
3.5.3 Festlegung der Steady-State Belastung der hypertonen Patienten
3.5.4 Festlegung der Steady-State Belastung Frauen und Männer gesamt
4 KASUISTIK
5 LIMITIERENDE FAKTOREN DER UNTERSUCHUNG
6 DISKUSSION
CONCLUSIO
7 LITERATURLISTE
8 ANHANG
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, adäquate Trainingsintensitäten für gesunde Personen sowie für Herz-Kreislaufpatienten zu ermitteln, um eine individuelle Ausdauerleistungsgrenze präzise zu definieren. Dabei wird untersucht, ob leistungsdiagnostische Parameter wie Laktat- und Herzfrequenzleistungskurven in Kombination mit Atemgasanalysen als zuverlässige Kennpunkte für die Steuerung der Belastungsintensität im Rahmen der Therapie dienen können.
Die Wirkung von Ausdauertraining auf Herzkreislauferkrankungen
Bei Patienten mit einem „chronic heart failure“ war physisches Training kontraindiziert. Man fürchtete sich vor schnell auftretenden klinischen Zuständen (PIEPOLI et CAPUCCI, 2000). Nun wird die Zahl der Untersuchungen auf diesem Gebiet immer größer und man ist zu der Erkenntnis gekommen, dass es nicht nur möglich, sondern auch nützlich ist, mit herzkranken Patienten ein sicheres körperliches Training durchzuführen.
Linksventrikuläre Dysfunktionen führt zu CHF (congestive heart failure). Das Myokard kann beschädigt werden und somit die Herzleistung verringern. Die Patienten werden in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt und sind oft nicht mehr in der Lage, die gewohnten täglichen Aktivitäten zu bewältigen. Zwar ist eine medikamentöse Intervention hilfreich, verbessert die körperliche Leitungsfähigkeit aber nicht. Diese ist ja nicht nur durch die Herzleistung herabgesetzt, sondern auch sämtliche Organfunktionen, der Muskelstoffwechsel und enzymatische Vorgänge verschlechtern sich durch Inaktivität.
Man versuchte Patienten mit einer linksventrikulären Dysfunktion in ein sicheres Training zu führen. Dabei konnte man die üblichen trainingsbedingten Anpassungserscheinungen bei Herzfrequenz, Ventilation und maximaler Sauerstoffaufnahme beobachten (PIEPOLI et CAPUCCI, 2000).
1 HERMENEUTISCHER EXKURS: Dieser theoretische Teil beleuchtet den medizinischen Kontext von Ausdauertraining bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und die verschiedenen wissenschaftlichen Konzepte zur Bestimmung der individuellen anaeroben Schwelle.
2 METHODISCHE AUSFÜHRUNG: Hier wird das Untersuchungskollektiv bestehend aus 60 Probanden definiert und der Ablauf der 1-Minuten-Stufentests sowie der Steady-State-Tests inklusive der verwendeten Parameter detailliert beschrieben.
3 STATISTISCHE AUSWERTUNGEN UND ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die erhobenen Daten zu Wattleistung, Herzfrequenz, Laktatwerten und Sauerstoffaufnahme innerhalb der sechs Probandengruppen mittels linearer Regressionen und Korrelationsanalysen statistisch aufbereitet.
4 KASUISTIK: Anhand von zwei Fallbeispielen – einem hypertonen Patienten und einem KHK-Patienten – wird die Anwendung der Schwellenparameter zur praktischen Trainingssteuerung veranschaulicht.
5 LIMITIERENDE FAKTOREN DER UNTERSUCHUNG: Eine kritische Betrachtung der statistischen Aussagekraft aufgrund der teilweise geringen Probandenzahlen sowie eine Reflexion methodischer Schwierigkeiten während der Testdurchführung.
6 DISKUSSION: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse, in der die Eignung der verschiedenen Parameter zur Trainingssteuerung gewürdigt und die Notwendigkeit von Steady-State Tests zur Absicherung betont wird.
Trainingsintensität, Herzkreislauftherapie, Steady-State Test, Laktatleistungskurve, Herzfrequenzleistungskurve, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, koronare Herzerkrankung, arterieller Hypertonus, Ausdauerleistungsgrenze, Spiroergometrie, Heartrateturnpoint, Laktatturnpoint, Leistungsdiagnostik, Blutdruck, Sauerstoffaufnahme
Die Arbeit untersucht, wie Trainingsintensitäten für gesunde Personen und Herz-Kreislauf-Patienten exakt ermittelt werden können, um ein sicheres und effektives Training ohne Überlastungsrisiko zu ermöglichen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ausdauertrainingstherapie bei chronischen Erkrankungen wie KHK und Hypertonus sowie auf dem methodischen Vergleich verschiedener leistungsdiagnostischer Konzepte zur Schwellenbestimmung.
Ziel ist es, valide Parameter (Laktat- und Herzfrequenzkennpunkte) zu finden, die die individuelle Ausdauerleistungsgrenze so genau widerspiegeln, dass sie als Basis für eine verlässliche Trainingssteuerung dienen können.
Es werden 1-Minuten-Stufentests bis zur Erschöpfung sowie zur Validierung Steady-State-Tests durchgeführt. Die Auswertung basiert auf statistischen Methoden wie ANOVA/MANOVA und Korrelationsanalysen von Leistungsdaten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur, eine detaillierte methodische Beschreibung des Testaufbaus sowie eine umfangreiche statistische Auswertung der Ergebnisse in sechs unterschiedlichen Probandengruppen.
Wesentliche Begriffe sind Trainingsintensität, Laktatsteady-State, Herzfrequenzleistungskurve, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die Bestimmung der individuellen anaeroben Schwelle.
Das maximale Laktatsteady-State (MLSS) markiert die höchste Belastungsintensität, die unter aeroben Bedingungen über einen längeren Zeitraum gehalten werden kann, was für Herz-Kreislauf-Patienten die sicherste Trainingsbasis bildet.
Die individuelle Streuung ist bei Patienten so groß, dass pauschale prozentuale Herzfrequenzvorgaben zu ungenauen Trainingsbereichen führen können, was das Risiko einer Unter- oder Überforderung des Herz-Kreislauf-Systems birgt.
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