Bachelorarbeit, 2011
52 Seiten, Note: 1,0
1. Lernbeeinträchtigung
1.1 Definitionen von Lernbeeinträchtigung
1.2 Lernbeeinträchtigung im schulischen Kontext
1.3 Didaktische Aspekte bei Lernbeeinträchtigungen
1.4 Neuropsychologische Aspekte
1.5 Aspekte der Selbstwirksamkeit
2. Erlebnispädagogik
2.1 Begriffsklärung der Erlebnispädagogik
2.2 Definitionen von Erlebnispädagogik
2.3 Geschichte der Erlebnispädagogik
2.3.1 Vordenker der Erlebnispädagogik
2.3.2 Einflüsse aus der Reformpädagogik
2.3.3 Kurt Hahn
2.4 Grundelemente der HAHNschen Erlebnistherapie
2.5 Ziele der modernen Erlebnispädagogik
2.6 Leitideen und Methoden der Erlebnispädagogik
2.6.1 Wachstumsorientierung
2.6.2 Ganzheitlichkeit
2.6.3 Selbstorganisation
3. Die Relevanz der Erlebnispädagogik für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen
3.1 Empirische Untersuchungen zur Wirksamkeit der Erlebnispädagogik
3.1.1 Wirksamkeit von Outdoor Aktivitäten
3.1.2 Einfluss von erlebnispädagogischen Programmen auf die Selbstwirksamkeit
3.2 Möglichkeiten und Grenzen der Erlebnispädagogik für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Erlebnispädagogik als Förderinstrument für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen, insbesondere im Hinblick auf deren Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwirksamkeit, und reflektiert dabei die Möglichkeiten sowie systemischen Grenzen im schulischen Kontext.
2.6.1 Wachstumsorientierung
Im Zentrum aller Überlegungen vor einer erlebnispädagogischen Maßnahme stehen die individuellen Potentiale der Schülerinnen und Schüler und deren Entfaltung. Aus dem Blickfeld dürfen dabei die Schwächen bzw. Defizite selbstverständlich nicht gänzlich geraten, es findet an ihnen jedoch keine maßgebliche Orientierung statt. Der Fokus richtet sich nicht auf die Vermittlung von Inhalten, sondern auf die Vermittlung von Kompetenzen sich Inhalte anzueignen. Dies betrifft Lerntechniken ebenso wie die Fähigkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Wachstums-orientierung meint auch „Schülerinnen und Schüler eine Weile auf einem Weg zu begleiten, den sie als lebenslang Lernende fortsetzen.“ (GILSDORF & VOLKERT 2004, 27).
Herausforderung: In vielen erlebnispädagogischen Maßnahmen werden insbesondere die Natursportarten Klettern, Wandern, Segeln, Kanufahren oder Höhlenwandern dafür eingesetzt, die Schülerinnen und Schüler motorisch zu aktivieren. Durch eine herausfordernde Aktion im Natursportbereich sollen die Schülerinnen und Schüler neben dem Erlernen von Techniken über das entsprechende Medium, ungewohnte und besondere Situation erleben, welche sie vor eine Herausforderung stellen (REINERS 1995, 36). Ausgangspunkt einer herausfordernden Aktion ist es, die Schülerinnen und Schüler in neuartige und unbekannte Situationen zu bringen, in denen alte Denk- und Verhaltensmuster nichts bewirken können. Dies versetzt die Schülerinnen und Schüler zunächst in einen Zustand des Ungleichgewichts, eröffnet aber während des sich anschließenden Problemlöseprozesses neue Perspektiven und Möglichkeiten im Denken und im Handeln.
1. Lernbeeinträchtigung: Dieses Kapitel definiert Lernbeeinträchtigung im schulischen Kontext und beleuchtet didaktische sowie neuropsychologische Aspekte, wobei die Bedeutung der Selbstwirksamkeit hervorgehoben wird.
2. Erlebnispädagogik: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss der Erlebnispädagogik, definiert deren Begriffe und stellt die zentralen Leitideen sowie Ziele vor.
3. Die Relevanz der Erlebnispädagogik für Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen: Hier werden empirische Studien zur Wirksamkeit der Erlebnispädagogik analysiert und auf die spezifischen Bedürfnisse und Fördermöglichkeiten der Zielgruppe übertragen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Erlebnispädagogik für die Persönlichkeitsförderung zusammen und diskutiert die Herausforderungen einer Implementierung im schulischen Alltag.
Erlebnispädagogik, Lernbeeinträchtigung, Selbstwirksamkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialkompetenz, Schulpädagogik, Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit, Selbstorganisation, Inklusion, Outdoor-Aktivitäten, Förderung, Schulerfolg, Motivation, Lernschwierigkeiten.
Die Arbeit untersucht, ob und wie erlebnispädagogische Ansätze dazu beitragen können, Schülerinnen und Schüler mit Lernbeeinträchtigungen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwirksamkeit zu unterstützen.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen der Lernbeeinträchtigung, die historische Entwicklung der Erlebnispädagogik sowie deren Methoden und Ziele im Hinblick auf schulische Anwendungsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, die Chancen und Grenzen der Erlebnispädagogik für die Zielgruppe aufzuzeigen und zu prüfen, wie durch solche Methoden implizit auch Lernprozesse und die Persönlichkeit gestärkt werden können.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Bachelorarbeit, die bestehende Fachliteratur, historische Konzepte und empirische Studien analysiert und auf die spezifische Gruppe der Schüler mit Lernbeeinträchtigungen überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsbestimmung, Geschichte, Methoden der Erlebnispädagogik) und die anschließende Relevanzprüfung für Schüler mit Lernbeeinträchtigungen auf Basis vorhandener Wirksamkeitsuntersuchungen.
Kernbegriffe sind Erlebnispädagogik, Lernbeeinträchtigung, Selbstwirksamkeit und Persönlichkeitsförderung.
Da diese Schüler häufig durch Misserfolge geprägt sind, ist die Steigerung der Selbstwirksamkeit essenziell, um ihr Selbstvertrauen wieder aufzubauen und sie zu motivieren, sich neuen Anforderungen zu stellen.
Die Lehrkraft fungiert als sensible Begleitung, die den Lernraum gestaltet und gleichzeitig eine vertrauensvolle Beziehung aufbaut, um Überforderungen zu vermeiden und den Transfer in den Alltag zu unterstützen.
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