Bachelorarbeit, 2011
95 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung der Arbeit
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen der „indirekten Pflege“
2.1. Definition des Begriffes „indirekte Pflege“
2.2. Gegenstand der „indirekten Pflege“
2.2.1. Dokumentation
2.2.1.1. Gesetzliche Grundlagen der Dokumentation
2.2.1.2. Inhalt der Dokumentation
2.2.1.2.1. 1. Phase: Sammeln von Informationen
2.2.1.2.2. 2. Phase: Erkennen von Problemen und Ressourcen des Bewohners
2.2.1.2.3. 3. Phase: Festlegen der Pflegeziele
2.2.1.2.4. 4. Phase: Planen der Pflegemaßnahmen
2.2.1.2.5. 5. Phase: Durchführen der Pflege
2.2.1.2.6. 6. Phase: Beurteilen der Wirkung der Pflege auf den Bewohner
2.2.1.3. Rechtliche Bedeutung der Dokumentation
2.2.2. Gruppenübergabe und Teamsitzungen
2.2.3. Administrative Tätigkeiten
2.2.4. Hauswirtschaftliche Tätigkeiten
2.2.5. Medikamentenversorgung und medizinische Betreuung
2.2.6. Weitere indirekte Pflegemaßnahmen
3. Bisherige Evaluationen zur „indirekten Pflege“
3.1. Untersuchung mit dem PLAISIR-Verfahren
3.2. Untersuchung von Wingenfeld und Schnabel
3.3. Zusammenfassung weiterer Untersuchungen
3.4. Fazit aus den bisherigen Untersuchungen
4. Untersuchung zum Thema „indirekte Pflege“ im Seniorenzentrum Martha-Maria Nürnberg
4.1. Vorstellung des Seniorenzentrum Martha-Maria
4.1.1. Kurzbeschreibung des Seniorenzentrum Martha-Maria
4.1.2. Statistiken zur Arbeitssituation im Seniorenzentrum Martha-Maria
4.2. Ziele der Evaluation
4.3. Gegenstand der Evaluation und dessen Operationalisierung
4.4. Entwicklung der Datenerhebung
4.5. Auswertung der Ergebnisse
4.5.1. Allgemeine Daten der Evaluation
4.5.2. Zeitlicher Aufwand der „indirekten Pflege“
4.5.3. Wirtschaftlicher Aufwand der „indirekten Pflege“
4.6. Qualität der Evaluation
4.7. Fazit der Evaluation
5. Mögliche Handlungsanweisung für das Management der stationären Altenhilfe zur Verringerung der Intensität der „indirekten Pflege“
5.1. Qualität der Dokumentation und Pflegeplanung verbessern
5.1.1. Häufige Fehler bei der Dokumentation und Pflegeplanung
5.1.2. Handlungsanweisungen für das Management zur Dokumentation und Pflegeplanung
5.1.3. Einführung eines EDV gesteuerten Dokumentationssystems
5.2. Gruppenübergaben und Teamsitzungen optimieren
5.3. Vorbereitung der Medikamente outscourcen
5.4. Personaleinsatz sinnvoll planen
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den zeitlichen und wirtschaftlichen Aufwand der sogenannten „indirekten Pflege“ in stationären Altenhilfeeinrichtungen, um daraus Handlungsoptionen für ein effektiveres Management abzuleiten und die Arbeitsbelastung der Pflegekräfte zu reduzieren.
2.1. Definition des Begriffes „indirekte Pflege“
Der Begriff der „indirekten Pflege“ wurde bislang durch die Pflegeforschung noch nicht eindeutig und klar definiert, wodurch bisherige Forschungen in diesem Bereich sehr unterschiedliche Auslegungen zu Grunde liegen. Daher ist es sinnvoll, die beiden Begriffe als solche erst einmal einzeln zu betrachten und sie zu definieren.
Das Fremdwörterlexikon von Wahrig definiert den Begriff „indirekt“ mit den Worten auf Umwegen bzw. mittelbar und abhängig und erklärt dies unter anderem mit dem weiterführenden Begriff der indirekten Wahl, bei der ein Vertreter, beispielsweise bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl, nicht sofort gewählt werden kann, sondern mit Hilfe eines Mittelsmannes, der vorher gewählt wurde, bestimmt wird (vgl. Wahrig, 2007, Seite 420). Einem englischsprachigen Zitate-Lexikon zufolge bedeutet es auch, dass etwas das indirekt getan wird, nicht das Ziel hat, eine bestimmte Absicht oder Ergebnis auf den einfachsten Weg zu erreichen sondern über Umwege und als Folge aus diesem Handeln.
Der Begriff „Pflege“ wurde vom „International Council of Nurses“ genau beschrieben und diese Definition wurde vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe in die deutsche Sprache übersetzt. Demnach umfasst die Pflege „die eigenverantwortliche Versorgung und Betreuung, allein oder in Kooperation mit anderen Berufsangehörigen, von Menschen aller Altersgruppen, von Familien oder Lebensgemeinschaften, sowie von Gruppen und sozialen Gemeinschaften, ob krank oder gesund, in allen Lebenssituationen (Settings). Pflege schließt die Förderung der Gesundheit, Verhütung von Krankheiten und die Versorgung und Betreuung kranker, behinderter und sterbender Menschen ein.“ (vgl. DBfK, 2010).
Durch diese beiden Wortdefinitionen ergibt sich folgende, gemeinsame Definition für den Begriff der „indirekten Pflege“:
Die „indirekte Pflege“ ist die mittelbare, nicht auf dem einfachsten Wege erzielte Versorgung von bedürftigen Menschen aller Altersgruppen. Durch diese mittelbaren Maßnahmen wird über Umwege die Gesundheit des Menschen gefördert, die Krankheit verhütet und kranke, behinderte und sterbende Menschen versorgt und betreut.
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Arbeitsbelastung und Frustration in der stationären Altenpflege durch administrative Tätigkeiten und Pflegedokumentation.
2. Theoretische Grundlagen der „indirekte Pflege“: Herleitung einer Arbeitsdefinition sowie detaillierte Beschreibung der Teilbereiche wie Dokumentation, Übergaben und hauswirtschaftliche Arbeiten.
3. Bisherige Evaluationen zur „indirekte Pflege“: Analyse existierender Forschungsstudien wie dem PLAISIR-Verfahren, die signifikante Unterschiede in der Zeitmessung je nach Definition aufzeigen.
4. Untersuchung zum Thema „indirekte Pflege“ im Seniorenzentrum Martha-Maria Nürnberg: Eigene quantitative Erhebung zur Ermittlung des spezifischen zeitlichen und finanziellen Aufwands in einer konkreten Einrichtung.
5. Mögliche Handlungsanweisung für das Management der stationären Altenhilfe zur Verringerung der Intensität der „indirekte Pflege“: Ableitung konkreter Optimierungsschritte, unter anderem durch Dokumentationsverbesserung, EDV-Einsatz und Auslagerung von Medikamentenprozessen.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Plädoyer für ein besseres Verständnis des Nutzens der indirekten Pflege zur Steigerung der Betreuungsqualität.
Stationäre Altenhilfe, Indirekte Pflege, Pflegedokumentation, Zeitmanagement, Arbeitsbelastung, Pflegeprozess, Qualitätsmanagement, Personalkosten, Evaluation, Medikamentenversorgung, Mitarbeiterzufriedenheit, Management, Arbeitsorganisation, Effizienz, Pflegequalität
Die Arbeit untersucht, wie hoch der zeitliche und wirtschaftliche Aufwand der sogenannten „indirekten Pflege“ ist und welche Maßnahmen das Management ergreifen kann, um diese Prozesse zu optimieren und das Personal zu entlasten.
Dazu zählen alle bewohnerfernen Aufgaben wie die Pflegedokumentation, Dienstübergaben, Teamsitzungen, administrative Tätigkeiten, Medikamentenvorbereitung und hauswirtschaftliche Aufgaben.
Ziel ist es, den tatsächlichen Zeitanteil der indirekten Tätigkeiten an der täglichen Arbeitszeit zu bestimmen und daraus Handlungsanweisungen für eine effizientere Gestaltung des Pflegealltags abzuleiten.
Der Autor führt eine eigene empirische Evaluation mittels standardisierter Fragebögen in einer stationären Einrichtung durch, um minutengenaue Zeitaufwandsdaten zu erheben und diese mit Personalkosten zu korrelieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition der indirekten Pflege, einen Vergleich mit bestehenden Forschungsstudien sowie die detaillierte Darstellung der eigenen Erhebung im Seniorenzentrum Martha-Maria.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem stationäre Altenhilfe, Pflegedokumentation, Zeitmessung, Personaleinsatz und Management-Optimierung.
Sie stellt einen der größten zeitlichen Faktoren dar. Die Arbeit identifiziert hierbei Fehlerquellen, wie etwa Überdokumentation ohne direkten Nutzen, und schlägt Verbesserungen durch strukturiertere Handlungsanleitungen vor.
Nach Ansicht des Autors führen Optimierungen zwar nicht direkt zur Senkung der Personalkosten, da gesetzliche Personalvorgaben bestehen, ermöglichen jedoch die Verlagerung gewonnener Zeit in die direkte Bewohnerbetreuung.
Der Autor weist darauf hin, dass EDV-Systeme zwar Zeit sparen können, aber hohe Investitionskosten und Risiken bei Systemausfällen bergen, weshalb eine sorgfältige Abwägung erforderlich ist.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

