Magisterarbeit, 2012
110 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Forschungsstand
2. Funktion und Umsetzbarkeit der deutschen Schuldenbremse auf Bundesebene
2.1 Deutsche Schuldenpolitik der Bundesrepublik
2.1.1 Die frühe Schuldenpolitik der BRD (1949-1967)
2.1.2 Die große Finanzreform von 1969
2.1.3 Schuldenstand und Reformpläne der Großen Koalition ab 2005
2.2 Die Arbeit der Föderalismuskommission II
2.2.1 Konstituierung und Zielsetzungen der Föderalismuskommission II
2.2.2 Kommissionsarbeit und Vertiefung auf das Thema Schuldenbremse
2.2.2.1 Das „Schweizer Modell“ als Diskussionsgrundlage
2.2.2.2 Einschätzungen der Sachverständigen zur Planung einer deutschen Schuldenbremse
2.2.2.3 Das politische Klima während der Kommissionsarbeit
2.3 Zur Beurteilung der Schuldenbremse auf Bundesebene
2.3.1 Erläuterungen der Beschlussfassung im Grundgesetz und offene Fragen
2.3.2 Sachstand zur Analyse der Wirksamkeit der Schuldenbremse
2.3.3 Politische Positionen und Bewertungen der Schuldenbremse auf Bundesebene
2.4 Zwischenfazit
3. Funktion und Wirkung der Schuldenbremse auf das föderale System der Bundesrepublik
3.1 Zum Stand der Schuldenbremse in den Bundesländern
3.1.1 Übersicht und Umsetzungsstand in den Ländern
3.1.2 Widerstand gegen die Bundesbeschlüsse zur Schuldenbremse
3.2 Zur Beurteilung der Schuldenbremse im Bund-Länder-Kontext
3.2.1 Zur Frage der möglichen Störung des Föderalprinzips der BRD
3.2.1.1 Vereinbarkeit der Schuldenbremse mit dem Grundgesetz aus Sicht der Forschung
3.2.1.2 Weitere Auseinandersetzungen innerhalb der Kommission
3.2.2 Mögliche Folgen für die Bundesländer nach 2020
4. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht die Sinnhaftigkeit und Durchführbarkeit der deutschen Schuldenbremse, insbesondere im Hinblick auf deren Implementierung durch die Föderalismusreform II sowie deren Auswirkungen auf die Haushaltsautonomie der Bundesländer und das föderale System der Bundesrepublik.
2.2.1 Konstituierung und Zielsetzungen der Föderalismuskommission II
Nachdem in der jeweiligen Sitzung des Bundesrats und Bundestags Ende 2006 beschlossen worden war, eine gemeinsame „Kommission zur Modernisierung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen“ zu bilden, um die Fiskalpolitik und andere Themen zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern, fand am 8. März 2007 die erste Sitzung der Kommission in Berlin statt.
Im Rahmen der Konstituierung der Kommission wurden von den jeweiligen Häusern Vorsitzende und Stellvertreter für die Kommission benannt. Von Seiten des Bundestags wurde der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck ernannt, für den Bundesrat sollte der damalige baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger als Vorsitzender fungieren, beide nahmen ihre Wahl ohne Zögern an.
Sowohl Struck wie auch Oettinger sind sich in ihren Antrittsreden jeweils bewusst, dass sie sich keiner einfachen Aufgabe stellen. So gibt Struck direkt zu Beginn zu bedenken: „Das Projekt, das wir uns vorgenommen haben, ist schwieriger als die Föderalismusreform I. Wir müssen ernsthaft prüfen, ob und wo die Länder eine eigene Steuerhoheit erhalten sollen. [...] Schließlich müssen wir auch über die Staatsverschuldung reden. Es kann sich niemand damit zufrieden geben, dass elf von 16 Ländern verfassungswidrige Haushalte haben.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der deutschen Schuldenbremse in Zeiten der Finanzkrise und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Sinnhaftigkeit sowie den Aufbau der Arbeit dar.
2. Funktion und Umsetzbarkeit der deutschen Schuldenbremse auf Bundesebene: Dieses Kapitel analysiert die historische Entwicklung der Schuldenpolitik, die Arbeit der Föderalismuskommission II und die Debatte um die Ausgestaltung und Beurteilung der Schuldenbremse auf Bundesebene.
3. Funktion und Wirkung der Schuldenbremse auf das föderale System der Bundesrepublik: Hier wird der Umsetzungsstand in den Ländern, der Widerstand gegen die Bundesvorgaben und die verfassungsrechtliche Debatte über die Störung des Föderalprinzips durch die Schuldenbremse untersucht.
4. Schlussbetrachtung: Das Kapitel zieht eine vorläufige Bilanz zur Wirksamkeit der Schuldenbremse und hinterfragt, ob sie das bestmögliche Instrument zur Budgetkontrolle darstellt oder das föderale System beeinträchtigt.
Schuldenbremse, Föderalismusreform II, Staatsverschuldung, Fiskalpolitik, Grundgesetz, Bund-Länder-Finanzbeziehungen, Haushaltsautonomie, Schweizer Modell, Konjunkturzyklus, Budgetkontrolle, Föderalismus, Stabilitätsrat, Haushaltsdisziplin, Neuverschuldung.
Die Arbeit analysiert kritisch die Einführung und Ausgestaltung der deutschen Schuldenbremse infolge der Föderalismusreform II sowie deren Folgen für den Bund und das föderale System.
Zentral sind die historische Schuldenpolitik, der Verhandlungsprozess der Föderalismuskommission II, die Anwendung des "Schweizer Modells" als Vorbild sowie die verfassungsrechtliche Debatte zur Länderautonomie.
Das Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit der Schuldenbremse nach deutscher Art zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie ein wirksames und justiziables Instrument für Bund und Länder ist.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse von Primärquellen (Kommissionsprotokolle, Gesetzesentwürfe, Stellungnahmen) sowie eine Auswertung der relevanten Fachliteratur und wissenschaftlichen Debatten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung auf Bundesebene (Entstehung, Kommission, Beurteilung) und die Analyse der Auswirkungen auf das föderale System der Bundesländer.
Schlüsselbegriffe sind Schuldenbremse, Föderalismus, Haushaltsdisziplin, Fiskalpolitik und Verfassungsrecht.
Die Schweizer Schuldenbremse galt zum Zeitpunkt der Debatte in Deutschland als erfolgreiches „Exportmodell“ und Musterbeispiel für die Begrenzung von Staatsausgaben.
Sie war das zentrale Gremium, das die rechtlichen Grundlagen für die deutsche Schuldenbremse erarbeitete, unter starkem politischem Druck stand und kontroverse Debatten zwischen Akteuren führte.
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