Masterarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Einführung und Problemdefinition
1.2 Fragestellung, Ziel der Arbeit und Aufbau
2. Die Postmoderne in den Theorien der Internationalen Politik
2.1 Definition der Postmoderne und postmoderner Ansätze
2.1.1 Die epochale Postmoderne
2.1.2 Die analytische Postmoderne
2.2 Postmoderne (Diskurs-)Analysen
2.2.1 Interaktion zur Identitätskonstruktion der Innen- und Außenpolitik
2.2.2 Die Macht des Diskurses
3. Entwicklungspolitik – auf dem Weg zu einer sicherheitspolitischen Orientierung?
3.1 Ursprünge der Entwicklungspolitik
3.2 Historische Evolution des Entwicklungsbegriffs
3.3 Ziele heutiger Entwicklungspolitik
4. Neue Trends der Entwicklungspolitik durch die Brille postmoderner Ansätze
4.1 Konstruktion der Sicherheits- und Entwicklungspolitik als veräußerlichte Identität?
4.2 Das Konzept 149 des BMZ: Eine Diskursanalyse
5. Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik: ein notwendiger Paradigmenwechsel?
5.1 Sicherheitspolitik - Eine Gefahr für die ‚klassische‘ Entwicklungspolitik?
5.2 Eine neue, notwendige Allianz?
6. Entwicklungspolitik als Teilgebiet der Sicherheitspolitik?
6.1 Zusammenfassung
6.2 Konklusion
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sicherheitspolitische Elemente die klassische, auf Armutsbekämpfung ausgerichtete deutsche Entwicklungspolitik beeinflussen und ob ein Paradigmenwechsel hin zu einer sicherheitspolitischen Orientierung stattgefunden hat, wobei postmoderne Ansätze und eine Diskursanalyse des BMZ-Konzepts 149 zur Anwendung kommen.
Die analytische Postmoderne
„Der Anspruch postmoderner Ansätze besteht darin, Begrifflichkeiten zu dekonstruieren und zu versuchen, Kontexte von Macht durch Diskursanalyse zu hinterfragen, um eine neue Sicht auf die internationale Politik zu eröffnen.“
Im Vergleich zur epochalen Postmoderne ist die analytische nicht temporal sondern methodisch. Postmoderne Ansätze fanden zunächst in der Philosophie, der Kunstgeschichte und der Literatur Anwendung, bevor sie die Politikwissenschaft für sich entdeckte. Bei der analytischen Postmoderne handelt es sich um ein Hinterfragen und Dekonstruieren der vom eigenen Fach als gegeben deklarierten Voraussetzungen und Sichtweisen. Das Auflösen von Strukturen und vermeintlichen Oppositionen steht hierbei im Vordergrund, wie es bereits Baudrillard diagnostizierte. Pluralität und Differenziertheit der internationalen Beziehungen werden konzeptualisiert. So erfuhr die anarchische Struktur der internationalen Politik, die von vielen Autoren als gegeben vorausgesetzt wird, scharfe Kritik durch postmoderne Politikwissenschaftler.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, ob ein sicherheitspolitischer Paradigmenwechsel in der deutschen Entwicklungspolitik stattfindet, und erläutert die Forschungsfrage sowie den methodischen Ansatz.
2. Die Postmoderne in den Theorien der Internationalen Politik: Dieses Kapitel definiert die epochale und analytische Postmoderne und stellt Werkzeuge der Diskursanalyse vor, um politische Identitätskonstruktionen kritisch zu hinterfragen.
3. Entwicklungspolitik – auf dem Weg zu einer sicherheitspolitischen Orientierung?: Hier werden die Ursprünge und die historische Entwicklung des Entwicklungsbegriffs analysiert, um die Basis für die heutige entwicklungspolitische Zielsetzung zu legen.
4. Neue Trends der Entwicklungspolitik durch die Brille postmoderner Ansätze: Dieses Kapitel dekonstruiert die Sicherheits- und Entwicklungspolitik als identitätsstiftende Konstruktion und unterzieht das Konzept 149 des BMZ einer diskursanalytischen Untersuchung.
5. Sicherheitspolitische Entwicklungspolitik: ein notwendiger Paradigmenwechsel?: Das Kapitel diskutiert das Spannungsfeld zwischen klassischer Entwicklungszusammenarbeit und sicherheitspolitischen Erfordernissen sowie die These einer notwendigen neuen Allianz.
6. Entwicklungspolitik als Teilgebiet der Sicherheitspolitik?: Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse zusammengeführt und die Frage des Paradigmenwechsels reflektiert, wobei die enge Verknüpfung beider Bereiche unterstrichen wird.
Entwicklungspolitik, Sicherheitspolitik, Postmoderne, Diskursanalyse, Fragile Staatlichkeit, Terrorismus, Identitätskonstruktion, BMZ, Internationale Politik, Paradigmenwechsel, Entwicklungszusammenarbeit, Macht, Dekonstruktion, Globalisierung, Außenpolitik.
Die Arbeit analysiert, ob die deutsche Entwicklungspolitik eine Verschiebung hin zu sicherheitspolitischen Prioritäten erfahren hat und ob dies als Paradigmenwechsel zu bezeichnen ist.
Die Themenfelder umfassen die Rolle der Sicherheit in der Entwicklungspolitik, die Auswirkungen des internationalen Terrorismus auf entwicklungspolitische Konzepte und die Verwendung postmoderner Analysemethoden.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob sicherheitspolitische Elemente die klassische Armutsbekämpfung beeinflussen und ob eine neue sicherheitspolitische Ausrichtung die Entwicklungspolitik bestimmt.
Es werden postmoderne Ansätze (PMA) sowie eine diskursanalytische Methode nach Jäger angewendet, um Texte und politische Konzepte zu dekonstruieren.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition postmoderner Theorien, der historischen Entwicklung der Entwicklungspolitik und der empirischen Analyse des BMZ-Konzepts 149.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sicherheitspolitik, Entwicklungspolitik, Postmoderne, Diskursanalyse und fragile Staatlichkeit charakterisiert.
Es dient als zentrales Untersuchungsdokument für die Diskursanalyse, um zu identifizieren, wie sicherheitspolitische Aspekte in den offiziellen Sprachgebrauch der deutschen Entwicklungspolitik integriert werden.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die These eines abrupten Paradigmenwechsels nicht haltbar ist; vielmehr zeigen die Ergebnisse eine tiefe Verknüpfung von Sicherheit und Entwicklung als Antwort auf globale Risiken.
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