Examensarbeit, 2012
123 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2. PSYCHOLOGISCHE UND SOZIOLOGISCHE GRUNDLAGEN VON AGGRESSION UND GEWALT
2.1 Begriffsdefinitionen
2.1.1 Aggression
2.1.1.1 Aggressives Verhalten und aggressive Emotionen
2.1.1.2 Aggressionsarten
2.1.2 Gewalt
2.2 Klassische Erklärungstheorien von Aggression und Gewalt
2.2.1 Psychologische Erklärungstheorien
2.2.1.1 Trieb- und Instinkttheorie
2.2.1.2 Frustrations-Aggressions-Theorie
2.2.1.3 Lerntheorien
2.2.2 Soziologische Erklärungstheorien
2.2.2.1 Anomietheorie
2.2.2.2 Etikettierungstheorie
2.3 Weitere risikoerhöhende Faktoren zur Entstehung von Aggression und Gewalt
2.3.1 Familiäre Faktoren
2.3.2 Medieneinflüsse
3. AGGRESSION UND GEWALT IM SCHULISCHEN KONTEXT
3.1 Ausmaß und Gewaltsituation in der (Grund-)Schule
3.1.1 Erscheinungs- bzw. Gewaltformen
3.1.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede
3.1.3 Vergleich der Gewalttaten deutscher Schüler und Schülern mit Migrationshintergrund
3.2 Täter-Opfer-Typologien
3.2.1 Charakteristische Tätermerkmale
3.2.2 Charakteristische Opfermerkmale
3.3 Mögliche schulische, risikoerhöhende Faktoren zur Entstehung von Aggression und Gewalt
4. GEWALTPRÄVENTION IN DER (GRUND-)SCHULE
4.1 Begriffsbestimmung
4.2 Handlungsansätze zur Gewaltprävention unter Betrachtung verschiedener schulischer Systemebenen
4.2.1 Individuelle Schülerebene
4.2.2 Klassenebene
4.2.3 Schulebene
4.3 Schulische Gewaltpräventionsprogramme
5. FAUSTLOS – EIN GEWALTPRÄVENTIONSPROGRAMM FÜR DIE GRUNDSCHULE
5.1 Theoretische Fundierung und Zielsetzung
5.2 Aufbau des Curriculums
5.3 Beschreibung und Zielsetzung der drei Einheiten
5.3.1 Einheit I - Empathiefähigkeit
5.3.2 Einheit II - Impulskontrolle
5.3.3 Einheit III - Umgang mit Ärger und Wut
5.4 Anweisungen zur Durchführung der einzelnen Lektionen für den Unterricht
5.5 Untersuchung der Wirksamkeit des Curriculums
5.5.1 Untersuchungsstudien zum Originalcurriculum Second Step
5.5.2 Untersuchungsstudien zu FAUSTLOS
6. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das Ausmaß und die Ursachen von Gewalt an Grundschulen und analysiert die Wirksamkeit des Gewaltpräventionsprogramms "FAUSTLOS" als pädagogisches Instrument zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
„Der Retter hatte gerade das erste Opfer erfolgreich mit Erste-Hilfe-Maßnahmen behandelt, da sah er eine Frau, die kurz vor dem Ertrinken war, und zog auch sie an Land. Die Geschichte wiederholte sich ein halbdutzend Mal, aber plötzlich drehte sich der Retter um und lief davon, während der Fluss einen weiteren Ertrinkenden herantrug. ‹Willst du den denn nicht retten?› fragte ein in der Nähe stehender Mensch. ‹Zum Teufel, nein› erwiderte der Retter. ‹Ich gehe jetzt flussaufwärts und schaue nach, was alle diese Leute ins Wasser schubst.›“
Diese Anekdote verdeutlicht bildkräftig den Kerngedanken der Prävention. Gewaltvorfälle in der Schule und in außerschulischen Sozialisationsräumen werfen immer wieder zum einen Fragen nach den Ursachen und zum anderen Möglichkeiten der effektiven Prävention bzw. Vermeidung von Aggression und Gewalt im Vorfeld auf.
Kinder und Jugendliche sind oftmals innerhalb und außerhalb des Schulhofs mit einer Vielzahl von Konflikten konfrontiert. Hänseleien, Ausgrenzung, Bedrohung sowie weitere körperliche und psychische Belästigungen sind Formen von Aggression und Gewalt, die heutzutage nicht selten auftreten. Aktuelle Forschungsstudien zeigen, dass sogar bereits Grundschulkinder von diesen Problemen betroffen sind. Auch wenn eine gravierende Verschärfung aggressiven Verhaltens in der (Grund-)Schule nicht zu verzeichnen ist, sondern Aggression und Gewalt eher als ein Dauerproblem charakterisiert werden können, sollte das beobachtete Ausmaß aggressiver Verhaltensweisen frühzeitig Anlass zum Handeln im Sinne von präventiven Maßnahmen geben.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik von Gewalt in der Grundschule und Vorstellung der Zielsetzung sowie der Vorgehensweise der Arbeit.
2. PSYCHOLOGISCHE UND SOZIOLOGISCHE GRUNDLAGEN VON AGGRESSION UND GEWALT: Theoretische Abgrenzung der Begriffe sowie Erläuterung psychologischer und soziologischer Erklärungstheorien und weiterer Risikofaktoren.
3. AGGRESSION UND GEWALT IM SCHULISCHEN KONTEXT: Analyse der Gewaltsituation in der Grundschule, Vorstellung von Täter-Opfer-Typologien und schulischen Risikofaktoren.
4. GEWALTPRÄVENTION IN DER (GRUND-)SCHULE: Definition der Präventionsarten sowie Darstellung konkreter Handlungsansätze auf verschiedenen schulischen Systemebenen.
5. FAUSTLOS – EIN GEWALTPRÄVENTIONSPROGRAMM FÜR DIE GRUNDSCHULE: Detaillierte Behandlung des Präventionsprogramms, dessen Aufbau, theoretischer Fundierung und Wirksamkeit.
6. ZUSAMMENFASSENDE SCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und subjektive Betrachtung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Gewaltprävention, Grundschule, Aggression, Gewalt, FAUSTLOS, Sozialkompetenz, Empathie, Impulskontrolle, Schulsozialarbeit, Konfliktlösung, Präventionsprogramm, Erziehungsstile, Second Step, Verhaltensauffälligkeiten, Schulklima.
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit des Gewaltpräventionsprogramms "FAUSTLOS" an Grundschulen und untersucht die Entstehungsursachen aggressiven Verhaltens bei Kindern.
Zu den zentralen Themen gehören psychologische und soziologische Theorien zur Entstehung von Aggression, die Situation von Gewalt an Schulen sowie pädagogische Möglichkeiten der Prävention.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Programm "FAUSTLOS" durch die Vermittlung sozial-emotionaler Kompetenzen zur Reduktion aggressiven Verhaltens bei Grundschulkindern beitragen kann.
Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Analyse existierender Fachliteratur, aktueller Forschungsstudien, Befragungsdaten sowie Evaluationsergebnisse von Präventionsprogrammen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse schulischer Gewaltfaktoren, die Beschreibung präventiver Handlungsansätze und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem "FAUSTLOS"-Curriculum.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Gewaltprävention, FAUSTLOS, Grundschule, Aggression, soziale Kompetenz und Schulklima charakterisiert.
Die Unterscheidung ist zentral, da die Arbeit zwischen konstruktiver Aggression und destruktiver Gewalt differenziert und nur für letztere gezielte Präventions- und Interventionsmaßnahmen als notwendig erachtet.
Die familiären Bedingungen werden als ein wesentlicher risikoerhöhender Faktor identifiziert, da Erziehungsstile und die Vorbildfunktion der Eltern maßgeblich die Entwicklung sozialer Kompetenzen und das Aggressionspotential von Kindern beeinflussen.
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