Masterarbeit, 2012
101 Seiten, Note: 1+ (0,7)
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Risikomanagement bei Kreditinstituten
2.1 Risiken und Risikomanagement
2.2 Regulierung durch rechtliche Vorschriften und Aufsichtsorgane
2.3 Kreditausfallrisiken und Kreditrisikovorsorge
3. Bilanzierungsvorschriften zur Kreditausfallsicherung und -risikovorsorge
3.1 Grundlagen der Bankrechnungslegung
3.2 Bilanzierung von Forderungsausfällen und Vorschriften zur Kreditrisikovorsorge
3.2.1 Bilanzierung nach HGB
3.2.2 Bilanzierung nach IFRS
3.2.3 Bilanzierung nach US-GAAP
4. Bilanzpolitische Spielräume in den Rechungslegungsvorschriften zur Kreditausfallsicherung und -risikovorsorge
4.1 Motive zur Gestaltung bilanzpolitischer Spielräume
4.2 Instrumente der Bilanzpolitik
5. Empirische Ergebnisse zur Bilanzierung von Kreditausfallrisiken und Wertberichtigungen bei Kreditinstituten
5.1 Grundlagen zur empirischen Forschung
5.2 Prozyklische Kreditvergabe
5.3 Kreditrisikovorsorge als bilanzpolitisches Instrument
5.3.1 Earnings Management: Income Smoothing
5.3.2 Capital Management
5.3.3 Signaling
6. Ansätze zur Verbesserung der Risikovorsorge
6.1 Ansätze aus Sicht des IASB/FASB
6.2 Betrachtung eines Dynamic Provisioning Model
7. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick
Die vorliegende Arbeit analysiert die bilanzpolitischen Spielräume von Kreditinstituten bei der Kreditausfallsicherung und Kreditrisikovorsorge. Dabei wird untersucht, wie Banken Kreditausfälle erfassen, welche Motive und Instrumente für Bilanzpolitik genutzt werden und inwieweit regulatorische Rahmenbedingungen sowie Rechnungslegungsvorschriften (HGB, IFRS, US-GAAP) eine prozyklische Wirkung entfalten.
2.1 Risiken und Risikomanagement
Mit der zunehmenden Dynamik und Komplexität unserer Wirtschaft kommt dem Risikomanagement für Kreditinstitute eine immer größere Bedeutung zu. Von Seiten der Gesetzgeber und Aufsichtsorgane werden verstärkt Gesetze und Vorschriften erlassen, die sich mit der Thematik Risikomanagement befassen. Die Risikoanalyse und -vorsorge gewinnen an Bedeutung, da Wirtschaftssubjekte immer stärker miteinander vernetzt sind und sich die Rahmenbedingungen, denen ein Unternehmen ggü. steht, immer schneller verändern. Als Folge der Deregulierung der Märkte ergibt sich eine verschärfte Wettbewerbssituation aufgrund einer erhöhten Wettbewerberzahl und einem erleichterten Markteintritt.
Risiko kann definiert werden „als das Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schaden verursachenden Ereignisses und der resultierenden Schadenshöhe“. Zur Beurteilung des Risikoausmaßes ist der Risikoerwartungswert zu ermitteln. Dieser ergibt sich aus der Multiplikation der Eintrittswahrscheinlichkeit mit der Schadenshöhe. Zusätzlich kann die Standardabweichung der Rendite als Schadenshäufigkeit in die Berechnung des Risikoerwartungswerts einbezogen werden. Das Risiko ist in diesem Fall die negative Abweichung von dem Erwartungswert und umgekehrt gilt die positive Abweichung als Chance. In diesem Zusammenhang stimmt der Risikoerwartungswert mit dem statistischen Erwartungswert der Stochastik überein und entspricht dem gewichteten Mittelwert. Je höher das Risiko des Investors ist, desto höher kann die Schadenshöhe sein, desto höher ist aber auch gleichermaßen die zu erwartende, bzw. geforderte Rendite, da die Portfoliogestaltung von der Risikobereitschaft des Investors abhängt. Dieser Zusammenhang führt zur Notwendigkeit eines Risikomanagements zur Optimierung des Risiko-Rendite-Profils.
1. Einleitung: Definiert die Problemstellung der Arbeit im Hinblick auf die Auswirkungen von Rechnungslegungsvorschriften auf den wirtschaftlichen Abwärtstrend während der Finanzkrise und erläutert den Gang der Untersuchung.
2. Risikomanagement bei Kreditinstituten: Erörtert die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, die Rolle der Bankenaufsicht und die Messung von Kreditausfallrisiken.
3. Bilanzierungsvorschriften zur Kreditausfallsicherung und -risikovorsorge: Detaillierte Gegenüberstellung der Rechnungslegungsvorschriften nach HGB, IFRS und US-GAAP sowie deren Anwendung auf Kreditausfälle.
4. Bilanzpolitische Spielräume in den Rechungslegungsvorschriften zur Kreditausfallsicherung und -risikovorsorge: Analysiert Motive und Instrumente der Bilanzpolitik sowie die spezifischen Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb der Bankenbilanz.
5. Empirische Ergebnisse zur Bilanzierung von Kreditausfallrisiken und Wertberichtigungen bei Kreditinstituten: Präsentiert und diskutiert aktuelle empirische Studien zum prozyklischen Kreditvergabeverhalten sowie zu Earnings Management, Capital Management und Signaling.
6. Ansätze zur Verbesserung der Risikovorsorge: Evaluierung alternativer Bewertungsmodelle wie des Expected Loss Models und des Dynamic Provisioning zur Korrektur der Schwachstellen bestehender Vorschriften.
7. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die zukünftigen regulatorischen Herausforderungen.
Risikomanagement, Kreditausfallrisiko, Kreditrisikovorsorge, Bilanzpolitik, Income Smoothing, Capital Management, Signaling, Prozyklizität, HGB, IFRS, US-GAAP, Incurred Loss Model, Expected Loss Model, Dynamic Provisioning, Bankenaufsicht
Die Arbeit analysiert kritisch, wie Kreditinstitute Kreditausfallrisiken bilanzieren und welche Spielräume sie dabei für bilanzpolitische Maßnahmen nutzen, insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise 2007-2009.
Zentrale Themen sind Risikomanagement, die regulatorische Bankenaufsicht, Rechnungslegungsvorschriften nach HGB, IFRS und US-GAAP sowie die empirische Untersuchung von Bilanzpolitik und Prozyklizität.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Kreditausfälle bilanziert werden, welche bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume bestehen und ob diese Vorschriften das prozyklische Verhalten der Banken in wirtschaftlichen Krisen verstärken.
Es handelt sich um eine kritische Analyse auf Basis einer Literaturrecherche und der Auswertung einer Vielzahl empirischer Studien zu den Themen Earnings Management, Capital Management und Signaling.
Der Hauptteil behandelt die rechtlichen und rechnungslegungstechnischen Grundlagen der Bankbilanzierung, analysiert die drei bilanzpolitischen Hauptziele und diskutiert empirische Ergebnisse zu deren Einfluss auf die Risikovorsorge.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Prozyklizität, Incurred Loss Model, Expected Loss Model, Income Smoothing und die regulatorische Eigenkapitalausstattung charakterisiert.
Es wird als alternative Modelllösung zu den kritisierten Incurred-Loss-Modellen diskutiert, insbesondere unter Verweis auf die Erfahrungen des spanischen Bankensystems bei der Glättung des Wirtschaftszyklus.
Weil Bankmanager durch die bewusste Steuerung der Risikovorsorge (Zeitpunkt und Höhe) ihre Ergebnisse glätten oder regulatorische Eigenkapitalvorgaben beeinflussen können, was die Transparenz und Stabilität der Bankbilanzen beeinträchtigen kann.
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