Bachelorarbeit, 2011
42 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Management und Leadership
1.1 Divergierendes Verständnis von Management und Leadership
1.2 Resultierende Kluft zwischen Management und Leadership
1.3 Zusammenhängende Betrachtung unerlässlich
2 Identität im organisationalen Kontext
2.1 Formwerdung einer Identität
2.2 Darstellung von Identitätsaspekten in diskursiven Rollen
2.3 Der wichtige Prozess der Identitätsbearbeitung
2.4 Anspruch und Gewährung einer Rolle
3 Anti-Identität als Führungskonzept
3.1 Dis-Identifikation - Abgrenzung statt Nicht-Identifikation
3.2 Anti-Identität als Gegenposition zu einer frustrierenden Identität
3.2.1 Annahmen der Theorie
3.2.2 Schnelle, unkomplizierte und richtungsgebundene Identifikation
3.2.3 Gefahr von Oberflächlichkeit anstelle von Substanz
3.3 Neubildung der Anti-Identität aus einem Grundzustand heraus
3.3.1 Annahmen der Theorie
3.3.2 Viele Möglichkeiten durch gegebene Sicherheit
3.3.3 Sicherheitsfaktor kann zu Unsicherheit führen
3.4 Direkter Vergleich der Ansätze
3.4.1 Gemeinsamkeiten
3.4.2 Unterschiede
3.4.3 Möglichkeiten einer zusammenhängenden Betrachtung
3.5 Anspruch und Gewährung einer Anti-Identität
3.6 Einflusspotenziale während des Einnehmens einer Anti-Identität
3.7 Identitätsfindung über Umwege
3.8 Verhältnis von Identifikation und Dis-Identifikation
4 Sackgasse Musteridentität
4.1 Implizierte Simplifizierung und Erzeugen von Mystik
4.2 Komplexität der Identitäten anerkennen
4.3 Starres Festhalten an romantisierten Rollen vermeiden
4.4 Mögliche Komplikationen auf organisationaler Ebene
4.5 Memetik und virale Verbreitung der Musterrollen
5 Kritische Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob das Konzept der Anti-Identität als zielführendes Instrument zur Identitätsfindung und Führungskräfteentwicklung im organisationalen Kontext betrachtet werden kann. Dabei steht insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Management und Leadership im Zentrum.
3.2.2 Schnelle, unkomplizierte und richtungsgebundene Identifikation
Sofern sich eine genau detaillierte Rolle oder Gruppierung findet, ist die schlichte Umkehrung der dort ausgedrückten Werte und Annahmen sicher zumindest einfach und vor allem schnell vollziehbar. Einzelne Elemente und Identitätsbestandteile müssen nicht differenziert werden, sondern werden für sich nur mit -1 multipliziert – negative Eigenschaften werden ins Gegenteil angenommen und dadurch positiv. Dies gibt die Art der Identitätsregulation sehr genau vor und mindert letztendlich die Notwendigkeit aktiver Identitätsbearbeitung des Selbst – eben weil das Konstrukt der Anti-Identität nicht in seine einzelnen Aspekte zergliedert sondern nur auf herausstechende Merkmale beschränkt und dadurch einfacher greif- und verstehbar wird.
Dies verspricht eine Zeitersparnis in der Entwicklung von Führungskräften, da die Entwicklungsrichtung schon sehr genau vorgegeben ist. Die schnelle Entwicklung einer wirksamen Führungskraft suggeriert eine Möglichkeit der raschen Generierung von finanziellen Vorteilen durch die frühe Inanspruchnahme der vollständig ausgestalteten Leadership Identity. Der vermeintliche Vorteil dieses Ansatzes liegt also darin, dass durch die Unkompliziertheit des Identifikationsprozesses Zeit, und dadurch auch Geld, gespart wird. Genau in dieser Schlichtheit liegen jedoch auch die größten Gefahren.
Management und Leadership: Beleuchtung der Literaturtrends zur Trennung dieser Rollen und der Notwendigkeit einer zusammenhängenden Betrachtung.
Identität im organisationalen Kontext: Erklärung der Prozesse der Identitätsbildung, Identitätsregulation und Identitätsbearbeitung im Arbeitsumfeld.
Anti-Identität als Führungskonzept: Detaillierte Diskussion verschiedener theoretischer Ansätze zur Negativ-Identifikation und deren Implikationen für die Führungspraxis.
Sackgasse Musteridentität: Analyse der Gefahren von Mystifizierung und Simplifizierung bei der Identitätsgestaltung, unter anderem mittels memetischer Ansätze.
Kritische Diskussion: Zusammenfassende Bewertung, dass das Konzept der Anti-Identität aufgrund seiner Vereinfachungen für die Identität einer guten Führungskraft nur bedingt tauglich ist.
Anti-Identität, Führungskraft, Management, Leadership, Identitätsbearbeitung, Identitätsregulation, Dis-Identifikation, Musteridentität, Identitätsfindung, organisationaler Kontext, Diskurs, Selbst, Counter Identity, Emergent Identity, Memetik.
Die Arbeit untersucht das Konzept der sogenannten "Anti-Identität" als Methode für Führungskräfte, um die eigene Rolle zu definieren und sich von unerwünschten Rollenbildern wie dem eines reinen Managers abzugrenzen.
Zentrale Themen sind die Identitätspsychologie im organisationalen Kontext, die Differenzierung zwischen Management und Leadership, der Umgang mit diskursiven Rollenbildern sowie die kritische Würdigung von Vereinfachungsprozessen bei der Identitätsbildung.
Ziel ist es auszuweisen, ob das Konzept der Anti-Identität dazu beitragen kann festzustellen, was eine gute Führungskraft ausmacht und ob dieses Konzept eine tragfähige Basis für die professionelle Identitätsgestaltung bietet.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Analyse und kritischen Gegenüberstellung existierender Konzepte aus dem Bereich der Organisations- und Identitätsforschung.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen von Identitätsbearbeitung, vergleicht spezifische Ansätze der Anti-Identität, untersucht die Anforderungen an einen Führungsanspruch und beleuchtet die Gefahren starrer Musteridentitäten.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Anti-Identität, Identitätsbearbeitung, Leadership Identity, Management, Dis-Identifikation und Organisationskontext charakterisiert.
Der Ansatz wird als Gegenposition bezeichnet, weil er auf der Frustration mit einem Ausgangszustand (z.B. Management Identity) basiert, die eine direkte Flucht in eine Idealisierung des Gegenteils (Leadership Identity) provoziert.
Die Hauptgefahr liegt in der Entstehung von "Musteridentitäten", die eine komplexe Realität ignorieren und dazu führen können, dass die Identitätsbearbeitung oberflächlich bleibt, die Substanz verloren geht und das Individuum im Konflikt mit sich selbst steht.
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