Bachelorarbeit, 2011
30 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung in die Problemstellung
1.1. Zunehmender Bedarf von Effizienzoptimierung unternehmensinterner Abläufe im Kontext der Globalisierung
1.2. Zielsetzung und Gang der Arbeit
2. Konzeptionelle Grundlage und Begriffsbestimmung
2.1. Einordnung des Scientific Managements in den theoretischen und historischen Gesamtkontext
2.2. Definition und Abgrenzung wesentlicher Begrifflichkeiten
3. Grundprinzipien und kritische Würdigung des Scientific Managements
3.1. Darstellung der Grundüberlegungen des Scientific Managements
3.1.1. Vertikale und horizontale Arbeitsteilung
3.1.2. Standardisierung von Arbeitsabläufen und -instrumenten
3.1.3. Entlohnungssystem mit finanziellen Leistungsanreizen
3.1.4. Systematische Auswahl und Qualifizierung von Arbeitern
3.2. Kritische Würdigung inhaltlicher und methodischer Aspekte
4. Analyse der Aktualität des Scientific Managements in der Praxis im Hinblick auf die Globalisierung am Beispiel der Systemgastronomie
4.1. Aktuelle Anwendung der Grundüberlegungen des Scientific Managements am Beispiel von McDonald’s
4.2. Kritische Diskussion der vorgestellten Ergebnisse
5. Schlussbetrachtung
Diese wissenschaftliche Arbeit hat zum Ziel, die Grundprinzipien des Scientific Managements nach Frederick Winslow Taylor darzustellen und kritisch zu würdigen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern dieser historische Ansatz im Kontext der modernen Globalisierung sowie am konkreten Praxisbeispiel der Systemgastronomie (McDonald's) weiterhin Aktualität besitzt und Anwendung findet.
3.1.1. Vertikale und horizontale Arbeitsteilung
Die Theorie des Scientific Managements beinhaltet eine umfassende Reorganisation des Produktionsbereichs von Unternehmen, die sich insbesondere durch eine starke vertikale Arbeitsteilung auszeichnet. Die Gesamtaufgabe des Unternehmens wird mit der Einführung eines Planungsbüros im Hinblick auf planende und ausführende Tätigkeiten aufgeteilt. Dabei werden alle planenden Tätigkeiten aus dem Produktionsbereich herausgelöst und in das hierarchisch übergeordnete Büro verlegt. Alle Aufgaben, die in der Werkstatt anfallen, werden hier exakt vorausgeplant. Die mit der Planung beschäftigten Arbeiter stützen sich dabei auf Datenmaterial, welches durch umfangreiche Zeit- und Bewegungsstudien im Produktionsbereich ermittelt wird. Mit Hilfe ausführlicher schriftlicher Arbeitsanweisungen, die Vorgehensweisen, Dauer und benötigte Werkzeuge der einzelnen Tätigkeiten detailliert festlegen, werden die Vorgaben an die Werkstatt übermittelt. Der Produktionsbereich ist auf die Arbeitsausführung spezialisiert, wobei keinerlei Abweichung von den Vorschriften zugelassen ist.
Um dem großen Umfang und der hohen Komplexität der Aufgaben eines Vorarbeiters gerecht zu werden (vgl. Kapitel 2.1), führte Taylor das Funktionsmeisterprinzip und damit eine horizontale Arbeitsteilung auf der Leitungsebene ein (vgl. Abb. 1). Die Tätigkeiten des ursprünglichen Vorarbeiters werden dabei aufgegliedert auf acht neue Positionen, sogenannte Funktionsmeister, verteilt, von denen sich jeweils vier im Planungsbüro und vier in der Werkstatt aufhalten. Da bei diesem System jeder Vorarbeiter auf seinen Funktionsbereich spezialisiert ist, erhalten die unterstellten Arbeiter ihre Anweisungen je nach Zuständigkeitsbereich von verschiedenen Vorgesetzten. So ist bspw. der „Speed Boss“ für die Sicherstellung der korrekten Arbeitsgeschwindigkeit verantwortlich, während sich der „Gang Boss“ um die richtige Bestückung der Maschinen und um die optimale Art der Arbeitsausführung kümmert.
1. Einführung in die Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert den steigenden Bedarf an Effizienzsteigerung in globalisierten Märkten und führt in die Thematik des Scientific Managements nach F. W. Taylor ein.
2. Konzeptionelle Grundlage und Begriffsbestimmung: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Scientific Managements in die Organisationslehre sowie eine präzise begriffliche Abgrenzung.
3. Grundprinzipien und kritische Würdigung des Scientific Managements: Hier werden die Kernkonzepte der Taylor-Lehre detailliert analysiert und anschließend hinsichtlich ihrer inhaltlichen und methodischen Stärken sowie Schwächen kritisch hinterfragt.
4. Analyse der Aktualität des Scientific Managements in der Praxis im Hinblick auf die Globalisierung am Beispiel der Systemgastronomie: Die Arbeit prüft am Beispiel von McDonald’s, wie tayloristische Prinzipien in der modernen Systemgastronomie zur globalen Standardisierung eingesetzt werden und diskutiert die Resultate.
5. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bewertet die fortdauernde Relevanz des Scientific Managements unter Berücksichtigung der kritischen Aspekte.
Scientific Management, F. W. Taylor, Arbeitsteilung, Standardisierung, Effizienzoptimierung, Globalisierung, Systemgastronomie, McDonald’s, Zeit- und Bewegungsstudien, Entlohnungssystem, Organisationslehre, Rationalisierung, Produktivitätssteigerung, Funktionsmeisterprinzip, Leistungsanreize
Die Arbeit behandelt die Theorie des Scientific Managements nach F. W. Taylor, analysiert dessen historische Ursprünge sowie Kernelemente und hinterfragt die Übertragbarkeit dieser Prinzipien auf moderne globale Unternehmensstrukturen.
Zentrale Themen sind die Reorganisation von Arbeitsprozessen, die Bedeutung von Standardisierung und Arbeitsteilung sowie die Gestaltung von Anreizsystemen und die Auswahl von Personal.
Ziel ist es, die Aktualität und die Grenzen des Scientific Managements zu beleuchten, indem untersucht wird, ob historische Management-Prinzipien in der heutigen globalisierten Dienstleistungsbranche, speziell bei McDonald's, noch erfolgreich angewendet werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie eine explorative Untersuchung der Praxis am Beispiel der Systemgastronomie, um die Anwendung tayloristischer Methoden zu veranschaulichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung und Kritik der Taylor-Prinzipien (wie Arbeitsteilung und Entlohnung) sowie in eine spezifische Fallstudie zur Anwendung dieser Konzepte bei McDonald's.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Scientific Management", "Standardisierung", "Produktivitätssteigerung", "Globalisierung" und "Funktionsmeisterprinzip" definiert.
Der Autor zeigt auf, dass McDonald's zwar leistungsorientierte Komponenten nutzt, das klassische, unmittelbare "Differentiallohnsystem" nach Taylor jedoch aufgrund veränderter Arbeitsbedingungen und moderner Kontrollmechanismen nur bedingt oder in modifizierter Form Anwendung findet.
Kritisiert werden insbesondere die Entfremdung der Arbeit, die Dequalifizierung der Beschäftigten durch extreme Arbeitsteilung, die mechanistische Sicht auf den Menschen sowie methodische Mängel bei der wissenschaftlichen Fundierung der Experimente durch Taylor.
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