Bachelorarbeit, 2012
41 Seiten, Note: 1,3
Getrieben von Empathie
Im Kampf für die Menschenrechte in Tibet
Ursprünge von Petra Kellys politischem Interesse und frühe Berührungspunkte mit Tibet
Petra Kellys Aktivitäten zur Unterstützung der tibetischen Exilregierung
Reden und Vorträge
Publikationen
Preisverleihungen
Pressearbeit
Reisen und Veranstaltungen
Korrespondenz
Politik im Bundestag
Politische Widerstände im Kampf für Tibet
Die offizielle Haltung der Bundesrepublik Deutschland
Abweichende Positionen bezüglich Tibet in Union und FDP
Die SPD
Die Grünen
Petra Kelly – Die Stimme Tibets in Deutschland
Diese Bachelorarbeit analysiert das politische Engagement von Petra Kelly für die Rechte der Tibeter während ihrer Zeit als Bundestagsabgeordnete von 1983 bis 1990. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, wie Kelly durch parlamentarische und außerparlamentarische Aktivitäten das Thema Tibet in den Fokus der deutschen Öffentlichkeit rückte und welche politischen Widerstände sie dabei überwinden musste.
Die offizielle Haltung der Bundesrepublik Deutschland
Ein Vielfaches hilfreicher für das tibetische Volk als jedes noch so große persönliche Engagement Kellys wäre eine tibetfreundliche Haltung der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Repräsentanten gewesen. China wäre durch eine offizielle Regierungserklärung oder ähnliches viel stärker unter Druck gesetzt worden, als durch Aussagen von Petra Kelly. Ziel von Kellys Bemühungen musste es also sein, die Politik ihrer Regierung möglichst stark in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Petra Kelly war von 1983 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestags. Während dieser zehnten und elften Legislaturperiode stellte die Unionsfraktion in Koalition mit der FDP die Regierung. Die Antwort der Bundesregierung zur Kleinen Anfrage von Petra Kelly aus dem Jahr 1986 zeigte, wie verschieden die Positionen von Kelly und der Bundesregierung bezüglich Tibet waren. Die Kernaussage dieses Dokuments lautete, dass die Bundesrepublik Deutschland Tibet offiziell als Teil des chinesischen Staatsverbandes ansah und darüber hinaus keinerlei Initiative zeigen würde, um dieses Faktum zu ändern.
Getrieben von Empathie: Einleitung in das Leben von Petra Kelly und die historische Einordnung der Tibet-Frage.
Im Kampf für die Menschenrechte in Tibet: Untersuchung der biografischen Wurzeln Kellys und der Anfänge ihres Engagements für Tibet.
Petra Kellys Aktivitäten zur Unterstützung der tibetischen Exilregierung: Detaillierte Darstellung ihrer Methoden, wie Reden, Publikationen, Netzwerkarbeit und parlamentarische Vorstöße.
Politische Widerstände im Kampf für Tibet: Analyse der konträren Haltungen der Bundesregierung sowie der verschiedenen politischen Parteien gegenüber Kellys Tibet-Initiativen.
Petra Kelly – Die Stimme Tibets in Deutschland: Fazit und Zusammenfassung der Bedeutung von Kellys Pionierleistung als Aktivistin im Bundestag.
Petra Kelly, Tibet, Menschenrechte, Exilregierung, Bundestag, DDR-Friedensbewegung, Dalai Lama, China, Außenpolitik, grüne Partei, parlamentarische Arbeit, Diplomatie, Autonomie, politische Aktivistin, Pionierarbeit.
Die Arbeit untersucht den Einsatz der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Petra Kelly für die Unabhängigkeit und Menschenrechte in Tibet zwischen 1983 und 1990.
Zu den zentralen Themen gehören Menschenrechtspolitik, die diplomatische Haltung der Bundesrepublik Deutschland gegenüber China und die Rolle politischer Aktivisten in parlamentarischen Prozessen.
Das Ziel ist es, Petra Kellys Pionierleistung als „Stimme Tibets“ in Deutschland herauszuarbeiten und zu beleuchten, wie sie politische Mehrheiten und Aufmerksamkeit für ein zuvor ignoriertes Thema generierte.
Die Autorin stützt sich primär auf eine Analyse von Primärquellen aus dem Petra-Kelly-Archiv (PKA), darunter Briefwechsel, Plenarprotokolle des Deutschen Bundestags, Drucksachen und Pressemitteilungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Kellys verschiedenen Aktionsformen wie Reisen, Konferenzen und Lobbyarbeit sowie eine Analyse der Widerstände, denen sie durch die Regierungsparteien und ihre eigene Partei, die Grünen, begegnete.
Die wichtigsten Schlagworte sind Petra Kelly, Menschenrechte, Tibet, parlamentarisches Engagement und die deutsch-chinesische Politik der 1980er Jahre.
Die damalige Bundesregierung verfolgte eine Politik der "stillen Diplomatie", erkannte Tibet offiziell nur als Teil Chinas an und mied aus Rücksicht auf wirtschaftliche Interessen und diplomatische Beziehungen zu Peking offizielle Kontakte zum Dalai Lama.
Innerhalb ihrer eigenen Partei stieß Kelly auf Widerstände, da Teile der "Fundis" aus einer falsch verstandenen internationalen Solidarität mit dem kommunistischen China und einer Skepsis gegenüber religiösen Führern wie dem Dalai Lama die Unterstützung Tibets kritisch sahen.
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