Bachelorarbeit, 2012
84 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Methoden
2.2 Definitionen
2.2.1 Musikmarkt
2.2.2 Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus
2.2.3 Rechtsextreme Musik
2.2.4 Wertschöpfung
2.3 Rechtliche Grundlagen
2.4 Entwicklung rechtsextremer Musik in der Nachkriegszeit
2.4.1 Entwicklung der Skinhead-Kultur
2.4.2 Ian Stuart Donaldson, Skrewdriver und White Noise
2.4.3 Rock-O-Rama und Blood & Honour
2.4.4 Rechtsrock kommt nach Deutschland
2.4.5 Rechtsrock nach der Wende
3. Hypothesen
4. Der Markt für rechtsextreme Musik
4.1 Akteure
4.1.1 Bands
4.1.2 Produktion
4.1.2.1 Labels
4.1.2.2 Bandmanager
4.1.2.3 Anwälte
4.1.2.4 Herstellung
4.1.3 Vertrieb
4.1.3.1 Einzelhandel
4.1.3.2 Online-Vertriebe
4.1.3.3 Internetradios
4.1.3.4 Youtube
4.1.3.5 Online-Tauschbörsen
4.1.3.6 Klandestiner Vertrieb
4.1.3.7 Social Media
4.1.3.8 Wandel durch das Internet
4.1.3.9 GEMA und Musikverlage
4.1.4 Veranstaltungen
4.1.5 Rechtsextreme Organisationen
4.1.6 Zielgruppe
4.1.6.1 Marktsegmentierung
4.1.6.2 Quantitative Einschätzung
4.2 Wertschöpfungsprozess
4.2.1 Entwicklung
4.2.1.1 Bands
4.2.1.2 Labels
4.2.1.3 Rechtsextreme Parteien und Organisationen
4.2.2 Produktion
4.2.2.1 Studios und Aufnahme
4.2.2.2 Tonträgerhersteller
4.2.2.3 Druckereien
4.2.3 Verwertung
4.2.3.1 Direktvertrieb
4.2.3.2 Mailorder- und Onlinevertriebe
4.2.3.3 Einzelhandel
4.2.3.4 Handvertrieb
4.2.3.5 Konzerte
4.2.3.6 Klandestiner Vertrieb
4.2.3.7 Merchandise
4.3.3.8 Youtube, Social Media und Internetradios
4.3 Qualitative Aspekte des Marktes
4.4 Marktgröße
4.5 Art des Marktes
5. Hypothesenprüfung
6. Fazit
7. Anhang
Diese Arbeit analysiert die ökonomischen Strukturen und Wertschöpfungsprozesse der rechtsextremen Musikszene in Deutschland. Ziel ist es, die Akteure, Vertriebskanäle und Finanzströme des Rechtsrocks zu beleuchten, um zu verstehen, wie kommerzielle Mechanismen innerhalb dieses politisch radikalen Umfelds funktionieren.
4.1.3.1 Einzelhandel
Im Einzelhandel werden Rechtsrock-CDs von Militaria-Läden vertrieben, die sich auch mit Bekleidung und weiterem szenetypischen Angebot an rechtsextreme Kunden richten. Auf gezielte Nachfrage ist es hier immer wieder möglich, illegale und jugendgefährdende Inhalte zu bekommen. Solche „Szene-Läden“ existierten 2001 nach Schätzungen von Henning Flad und Klaus Farin zwischen 60 und 80. Trotz des Einbruchs der CD-Verkaufszahlen dürfte sich die Zahl er Ladengeschäfte aufgrund des regelrechten Booms um Nazikleidung kaum verringert haben. Im Gegenteil, vor allem im Osten haben sich Naziläden in den letzten Jahren etablieren können. Sogar im Dresdner Kaufhaus Mälzerei befindet sich ein Army-Shop, der in der Hauptsache Neonazis als Kunden anspricht.
Auch Labels setzen im Selbstvertrieb nicht ausschließlich auf Online-Shops und Mailordern. PC Records besitzt in Chemnitz beispielsweise ein eigenes Ladengeschäft.
Bei großen Einzelhändlern, die CDs anbieten (Saturn, Media Markt, Müller etc.) finden sich in der Regel Tonträger von Bands aus der Grauzone wie den Böhsen Onkelz oder der Band Frei.Wild. Indizierte Rechtsrock-Tonträger sind hier genauso wenig erhältlich wie legale CDs einschlägig bekannter Rechtsrockbands wie Noie Werte.
1. Einführung: Darstellung der gesellschaftlichen Relevanz des Themas und der Zielsetzung der Untersuchung ökonomischer Aspekte im rechtsextremen Musiksektor.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Definition grundlegender Begriffe wie Musikmarkt, Rechtsextremismus und Wertschöpfung sowie ein historischer Abriss zur Entwicklung der Szene.
3. Hypothesen: Aufstellung der leitenden Annahmen zu Professionalität, Internetnutzung und Marktgröße der Szene.
4. Der Markt für rechtsextreme Musik: Detaillierte Analyse der Akteure, Vertriebswege, Wertschöpfungsprozesse und Zielgruppen innerhalb des rechtsextremen Musikmarktes.
5. Hypothesenprüfung: Überprüfung und Verifizierung der im dritten Kapitel aufgestellten Hypothesen anhand der erhobenen Daten.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, insbesondere zur ökonomischen Bedeutung von Merchandise und Internetvertrieb.
7. Anhang: Auflistung der verwendeten Literatur, Internetquellen und relevanten Gesetzestexte.
Rechtsextremismus, Musikwirtschaft, Rechtsrock, Vertrieb, Wertschöpfung, Skinhead-Kultur, NPD, Internetvertrieb, Marktsegmentierung, Indizierung, Konzerte, Szene-Handel, Online-Shops, Musikproduktion, Professionalisierung
Die Arbeit untersucht die ökonomischen Hintergründe und Strukturen des Marktes für rechtsextreme Musik, also des sogenannten Rechtsrocks, in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Vertrieb, die Rolle des Internets, die Bedeutung von Merchandise sowie die Identifikation der Zielgruppen.
Das Ziel ist ein Überblick über die ökonomischen Aspekte, die Aufklärung über Finanzströme und die Identifizierung der beteiligten Marktakteure.
Es handelt sich um eine Sekundäranalyse auf Basis wissenschaftlicher Studien, Presseberichten, Fachliteratur sowie Expertengesprächen mit Klaus Farin und Martin Langebach.
Der Hauptteil analysiert Akteure wie Bands, Labels und Verlage, Vertriebswege vom Einzelhandel bis zu illegalen Downloads, sowie die Segmentierung der Zielgruppen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Rechtsextremismus, Rechtsrock, Musikwirtschaft, Wertschöpfung und Vertrieb.
Das Internet wird als zentrales Medium für den Online-Vertrieb und zur Umgehung von Jugendschutzbarrieren durch illegale Downloads und Videoportale wie Youtube identifiziert.
Merchandise, insbesondere Kleidung von Marken wie Thor Steinar, hat sich als ökonomisch bedeutsamer als der reine Tonträgerverkauf entwickelt und stellt heute oft die Haupteinnahmequelle dar.
Trotz vieler Kleinstunternehmen gibt es eine zunehmende marktwirtschaftliche Ausrichtung bei Preisen und Vertrieb, wobei jedoch ein großer Teil der Szene weiterhin ideologisch und weniger profitorientiert arbeitet.
Parteien wie die NPD nutzen Musik als Werbemittel (Schulfhof-CDs), organisieren Konzerte und sind eng mit Strukturen der Szene sowie dem Vertrieb vernetzt.
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