Bachelorarbeit, 2012
91 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriffsverständnis
2.2 Definitionen
2.2.1 Definition Business Process Management (BPM)/ Geschäftsprozessmanagement (GPM)
2.2.2 Definition Organisation und Organisationskultur
2.2.3 Definition Change Management, Widerstand und Kulturwandel
2.3 Grundlagen des Organisationsverständnisses
2.3.1 Funktions- und Prozessorganisation
2.3.2 Transformation Funktionsorganisation zu Prozessorganisation
3. Business Process Management (BPM)
3.1 Verankerung von Business Process Management im betrieblichen Kontext
3.2 Begriffliche Entwicklung
3.3 Ziele des Business Process Management
3.4 Zukunftsthema Business Process Management
4. Psychologie der Veränderung
4.1 Change Management
4.1.1 Handlungsfelder des Change Managements
4.1.2 Warum Change Projekte scheitern
4.2 Widerstandsmanagement
4.2.1 Ursachen von Widerständen
4.2.2 Arten und Merkmale von Widerständen
4.2.3 Umgang mit Widerständen
4.3 Kulturwandel (Cultural Change)
4.3.1 Der Verlauf eines Kulturwandels
4.3.2 Positive und negative Effekte einer Unternehmenskultur
5. Die Psychologie initiierter Veränderungsprozesse anhand eines Beispiels
5.1 Ausgangssituation
5.2 Ablauf der Szenarien
5.3 Analyse der Szenarien
6. Kritische Würdigung und Reflexion
7. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Schnittstellen zwischen Business Process Management (BPM) und psychologischen Faktoren, um zu verdeutlichen, wie Veränderungsprozesse in Unternehmen erfolgreich implementiert werden können. Ziel ist es, Rahmenbedingungen zu identifizieren, unter denen Prozessanpassungen von den Mitarbeitern angenommen werden und die Unternehmenskultur nachhaltig gewandelt werden kann.
4.1 Change Management
Den Einstieg in das Thema Change Management soll eine Metapher gestalten – eine Metapher über einen Verwaltungspalast und eine Zeltstadt. Metaphern dienen den Menschen seit jeher dazu, Situationen oder Fakten in einer pointierten und bildhaften Weise darzustellen. Die Fachliteratur bewegt sich demgegenüber oft in abstrakten und komplexen Organisationsgebilden. Um sich diese Organisationsgebilde besser vorstellen zu können, wird sich nachfolgend der o. g. Metapher bedient, welche die Zustände einer hoch komplexen und starren Organisation (Verwaltungspalast) und einer flexiblen und adaptiven Organisation (Zeltstadt) darstellt.
„Der Palast: massive Bauweise, auf Jahrzehnte, ja auf Jahrhunderte angelegt, vielleicht mit beeindruckender Einschüchterungsornamentik, mächtige Säulen und Kapitel, lange Flure, dicke Mauern, weite Wege, viele Stockwerke, auf den Etagen Zollstationen mit Zugangsberechtigung, Türschilder als Titelurkunden, starre Regeln und Rituale.
Dagegen die Zeltstadt: mobil, kurze Wege, zwangsläufige Begegnungen, geringer Formalisierungsgrad, locker miteinander verknüpft, flexibel umgruppierbar je nach Bedarf, anpassungsfähig, leicht abzubauen – und an anderer Stelle wieder aufzustellen; aber auch vergleichsweise instabil, von geringerer Lebensdauer, extrem kommunikativ – bis zur Leidensgrenze, weil man sich kaum aus dem Weg gehen kann, der Nachbar hört mit, vielleicht auch gelegentlich Intimes.“ (DOPPLER/FUHRMANN/LEBBE-WASCHKE/VOIGT, 2011, S. 22)
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit für Unternehmen, sich durch transparente Geschäftsprozesse anzupassen, und definiert das Ziel der Arbeit, Schnittstellen zwischen BPM und Psychologie zu finden.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt die Basis durch Definitionen von BPM, Organisation, Organisationskultur, Change Management, Widerstand und Kulturwandel, ergänzt durch einen Exkurs zur funktionalen und prozessualen Organisation.
3. Business Process Management (BPM): Der Fokus liegt auf der Verankerung von BPM im betrieblichen Kontext, der historischen Entwicklung des Begriffs sowie den Zielen und der Zukunftsperspektive des Prozessmanagements.
4. Psychologie der Veränderung: Das Kapitel behandelt Change Management, die Handlungsfelder der Veränderung, die Gründe für das Scheitern von Projekten, das Management von Widerständen sowie den Kulturwandel.
5. Die Psychologie initiierter Veränderungsprozesse anhand eines Beispiels: Anhand einer Ausgangssituation werden drei Szenarien (Worst-Case, Normal-Case, Best-Case) für eine Prozesszertifizierung durchlaufen und deren Auswirkungen analysiert.
6. Kritische Würdigung und Reflexion: Eine kritische Betrachtung des BPM als Managementmethode wird vorgenommen, wobei hervorgehoben wird, dass BPM allein kein Allheilmittel ist und die menschliche Komponente entscheidend bleibt.
7. Zusammenfassung: Dieses Kapitel liefert einen abschließenden Überblick über die zentralen Inhalte und Erkenntnisse der gesamten Arbeit.
Business Process Management, Change Management, Widerstandsmanagement, Unternehmenskultur, Kulturwandel, Prozessorganisation, Prozessoptimierung, Geschäftsprozessmanagement, psychologische Faktoren, Change-Projekte, Organisationsgestaltung, Effizienzsteigerung, Managementmethoden, Unternehmensstrategie.
Die Arbeit untersucht die psychologischen Aspekte, die bei der Einführung von Business Process Management (BPM) in Unternehmen eine entscheidende Rolle spielen.
Die zentralen Themen sind das Business Process Management, das Change Management, der Umgang mit Widerständen in Organisationen und die Bedeutung der Unternehmenskultur bei Veränderungsprozessen.
Ziel ist die Identifizierung von Schnittstellen zwischen BPM und der Psychologie, um Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Implementierung neuer Geschäftsprozesse abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu BPM und Psychologie sowie auf der Konstruktion und Analyse praxisorientierter Szenarien zur Veranschaulichung der theoretischen Erkenntnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung von BPM und Organisationspsychologie sowie eine praktische Analyse, in der verschiedene Vorgehensweisen bei der Prozessimplementierung an Beispielszenarien gegenübergestellt werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie BPM, Change Management, Widerstandsmanagement, Unternehmenskultur und Prozessorganisation charakterisiert.
Laut dem Hernstein Management Report sind dies der Widerstand der Mitarbeiter, eine mangelhafte Prozesssteuerung sowie ein zu hohes Tempo bei der Durchführung von Veränderungsprojekten.
Sie dient dazu, die Komplexität und die Unterschiede zwischen starren, funktionalen Organisationen (Palast) und flexiblen, adaptiven Organisationsformen (Zeltstadt) bildhaft greifbar zu machen.
Der Erfolg im dritten Szenario beruht auf einer frühen, transparenten Kommunikation und der aktiven Einbeziehung der Mitarbeiter als Beteiligte, wodurch Widerstände minimiert und die Akzeptanz erhöht werden.
Die Akzeptanzmatrix zeigt, dass ein Großteil der Betroffenen einem Wandel zu Beginn kritisch gegenübersteht und unterstreicht die Notwendigkeit, unterschiedliche Personengruppen (Promotoren, Skeptiker, Gegner) zielgerichtet in den Veränderungsprozess zu integrieren.
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