Bachelorarbeit, 2011
50 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsklärung
2.1 Medienkonvergenz
2.2 Medienaneignung
2.3 Kontextuelles Verstehen der Medienaneignung
2.4 Konvergenzbezogene Medienaneignung
3 Forschungsstand: Ältere Menschen und neue Medien
4 Methodik
4.1 Sampling
4.2 Forschungsleitende Prinzipien
4.3 Der Leitfaden
4.4 Datenaufbereitung
5 Auswertung
5.1 Zusammenfassende Inhaltsanalyse
5.2 Erkenntnisse und Ausblicke
6 Literaturverzeichnis
6.1 Internetlinks
7 Anhang 1: Interviewleitfaden
Die Arbeit untersucht explorativ den Aneignungsprozess konvergenter Medienangebote durch Menschen im jungen Rentenalter. Ziel ist es, die individuellen Motive, Wahrnehmungen und Bewertungsprozesse zu verstehen, die den Umgang dieser Altersgruppe mit der medienübergreifenden Verknüpfung von Inhalten prägen, und so Anregungen für zukünftige medienpädagogische Forschungen zu liefern.
1 Einleitung
Medien begleiten uns durch das gesamte Leben und sind in der industrialisierten Welt omnipräsent. Durch die zunehmende Verknüpfung der unterschiedlichen Einzelmedien miteinander wächst ein gewaltiges multimediales Netz und breitet sich in allen Lebensbereichen aus. Diese Entwicklung hat in den letzten Jahren stark zugenommen und ist als Phänomen der Medienkonvergenz oder aus Vermarktungssicht auch als „Cross-media“ bekannt. Die Medien wachsen zusammen, es gibt immer multifunktionellere Endgeräte und ein Produkt wird selten nur über ein Medium, sondern über die gesamte Medienpalette angeboten.
Neben dieser medialen Entwicklung ist eine weitere und davon unabhängige Entwicklung in den letzten Jahrzehnten von immer größerer Bedeutung gewesen: Der Anteil der älteren Generation in der Bevölkerung wächst stetig. In der Politik und Wirtschaft wurde schon längst erkannt, dass die Bedeutung dieser Entwicklung für die Gesellschaft gravierend ist - nicht nur, wenn es um die Rentenproblematik geht. Beide Entwicklungen, sowohl die der Medienkonvergenz als auch die der alternden Gesellschaft sind für die Medienforschung verhältnismäßig neu und noch ungenügend untersucht. Daher richtet sich der Fokus dieser Arbeit genau auf die Berührungspunkte dieser beiden Entwicklungen.
Die Rezipienten- und Nutzungsforschung beschäftigt sich erst seit einigen Jahren mit dem Untersuchungsgegenstand der Medienkonvergenz und konzentriert sich hierbei vor allem auf junge Nutzerinnen und Nutzer als Untersuchungsobjekte. Die Forschung weist zudem noch erhebliche Lücken auf, da sie lange Zeit quantitativ auf die Häufigkeit und Dauer der Nutzung beschränkt blieb. Erst seit kurzem wird sich tiefgreifender mit dem Aneignungsprozess auseinandergesetzt, das heißt mit der Frage, welche Prozesse vor, während und nach der Nutzung von konvergenten Medien ablaufen und welche Motive und Konsequenzen mit ihr verbunden sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Medienkonvergenz und alternde Gesellschaft ein und begründet die Relevanz der Untersuchung des Aneignungsverhaltens bei älteren Menschen.
2 Begriffsklärung: Hier werden die zentralen Begriffe Medienkonvergenz und Medienaneignung definiert und theoretisch in den Kontext des Medienhandelns älterer Menschen eingebettet.
3 Forschungsstand: Ältere Menschen und neue Medien: Das Kapitel bietet einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand zur Mediennutzung durch ältere Menschen und beleuchtet deren Rolle als wachsende Zielgruppe.
4 Methodik: Hier wird der Einsatz qualitativer Leitfadeninterviews begründet, das Sampling der Probanden erläutert und der Interviewleitfaden sowie die Datenaufbereitung dargelegt.
5 Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse, kategorisiert die Aneignungsprozesse und diskutiert die gewonnenen Erkenntnisse sowie zukünftige Ausblicke.
6 Literaturverzeichnis: Umfasst sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen, inklusive der genutzten Internetlinks.
7 Anhang 1: Interviewleitfaden: Dieses Kapitel dokumentiert den vollständigen Leitfaden, der zur Durchführung der qualitativen Experteninterviews verwendet wurde.
Medienkonvergenz, Medienaneignung, Ältere Menschen, Qualitative Sozialforschung, Medienhandeln, Kontextuelles Verstehen, Mediennutzung, Biografieanalyse, Technikinteresse, Leitfadeninterview, Inhaltsanalyse, Medienensemble, Lebenswelt, Cross-media, Nutzungsforschung
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Art und Weise, wie Menschen im jungen Rentenalter konvergente Medienangebote aneignen und nutzen.
Die zentralen Themen sind Medienkonvergenz, die Medienaneignung durch Ältere sowie der Einfluss von Lebensbiografien und lebensweltlichen Kontexten auf dieses Verhalten.
Das Ziel ist es, explorativ herauszuarbeiten, wie das Aneignungsverhalten konvergenter Medienangebote bei älteren Personen aussieht und welche Rolle ihre Lebensgeschichte dabei spielt.
Der Autor verwendet eine qualitative Forschungsmethode, basierend auf Leitfadeninterviews mit drei Probanden, die anschließend mittels zusammenfassender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Konvergenz/Aneignung), der Forschungsstand zu älteren Menschen und Medien, die methodische Vorgehensweise und eine detaillierte Auswertung der geführten Interviews präsentiert.
Zu den prägenden Begriffen gehören Medienkonvergenz, Medienaneignung, Ältere Menschen, qualitative Sozialforschung und das lebensweltliche Kontextmodell des Medienhandelns.
Diese Altersspanne markiert den Eintritt in das Rentenalter, was eine signifikante Veränderung der Lebenssituation und zeitlicher Freiräume darstellt, die für die Aneignung neuer Medien relevant ist.
Das soziale Umfeld, wie zum Beispiel Kinder oder Enkel, fungiert oft als wichtiger Impulsgeber für die Nutzung neuer Technologien und beeinflusst maßgeblich die Offenheit oder Skepsis gegenüber Innovationen.
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