Examensarbeit, 2011
101 Seiten, Note: 1,0
1 LITERATUR UND FILM
1.1 Intermedialität
1.2 Literaturadaption
1.3 Formen der Visualisierung in Literatur und Film
1.4 Filmisches Schreiben
2 „EMIL UND DIE DETEKTIVE“
2.1 Ein Roman für Kinder von Erich Kästner
2.1.1 Inhalt
2.1.2 Rezeption
2.2 Die deutschen Verfilmungen
2.2.1 Gerhard Lamprecht – 1931
2.2.2 Robert A. Stemmle – 1954
2.2.3 Franziska Buch – 2001
3 FIGURENGESTALTUNG
3.1 Figuren in Literatur und Film
3.2 Kästners Roman
3.2.1 Figuren und Figurenkonstellationen
3.2.2 Die Figur Emil
3.2.3 Die Darstellung der Kinderfiguren
3.3 Figuren und Figurenkonstellationen in den Verfilmungen
3.3.1 Gerhard Lamprecht - 1931
3.3.2 Robert A. Stemmle – 1954
3.3.3 Franziska Buch – 2001
4 DAS MOTIV DER GROßSTADT
4.1 Entwicklung und Wandel des Motivs
4.2 Die Darstellung der Stadt in Kästners Roman
4.3 Die Darstellung der Stadt in den Verfilmungen
4.3.1 Gerhard Lamprecht - 1931
4.3.2 Robert A. Stemmle - 1954
4.3.3 Franziska Buch - 2001
5 „EMIL UND DIE DETEKTIVE“ ALS LITERATURVERFILMUNG
5.1 Typen der Adaption der Verfilmungen
5.1.1 Gerhard Lamprecht - 1931
5.1.2 Robert A. Stemmle – 1954
5.1.3 Franziska Buch - 2001
Die vorliegende Arbeit untersucht Erich Kästners Roman „Emil und die Detektive“ sowie seine drei deutschen Verfilmungen im Hinblick auf Veränderungen in der Figuren- und Stadtdarstellung über einen Zeitraum von mehr als 70 Jahren und analysiert, wie diese Adaptionen als Literaturverfilmungen einzuordnen sind.
1.1 INTERMEDIALITÄT
Intermedialität (lat. Inter: zwischen; lat. medius: Mittler, vermittelnd) bezeichnet eine gegenwärtige Forschungsrichtung, die im engeren Sinn die Beziehungen zwischen Medien behandelt, wie sie aufgrund eines Zusammenspiels mindestens zweier distinktiver Medien bestehen.
Nach Schanze kann die Intermedialitätsforschung historisch als Mediengeschichte oder aktuell als Medienästhetik angelegt sein. Er definiert Intermedialität als Beziehung zwischen mindestens zwei sich in ihrer Bedeutung unterscheidenden Medien. Da der moderne Begriff allerdings häufig diskutiert wurde, kam es zu einer Ausweitung, womit eine „Unschärfe der Definition“ einhergeht.
Die Verwendung des Begriffs nimmt mit der Entwicklung der Medien zu. So ist dieser etwa seit Mitte der neunziger Jahre in sämtlichen Werken, die sich mit der Beziehung von Literatur und elektronischen Medien beschäftigen, zu finden. Die Forschungsfragen werden immer vielfältiger und differenzierter. Weiterhin sind äußerst unterschiedliche Ausprägungen von Intermedialität seit den achtziger Jahren entstanden, die jeweils Funktionen mit verschiedenem Schwerpunkt erfüllen.
1 LITERATUR UND FILM: Theoretische Grundlegung zum Verhältnis von Literatur und Film sowie Erläuterung der Konzepte Intermedialität und Literaturadaption.
2 „EMIL UND DIE DETEKTIVE“: Vorstellung des Romans von Erich Kästner sowie inhaltliche und filmorganisatorische Details zu den drei Verfilmungen (1931, 1954, 2001).
3 FIGURENGESTALTUNG: Analyse der Charakterisierung von Figuren im Roman und den Filmen, wobei insbesondere der Wandel der Hauptfiguren und ihre moralische Ausrichtung untersucht werden.
4 DAS MOTIV DER GROßSTADT: Untersuchung des Stadtraums als Handlungsort und dessen Darstellung im Wandel der Zeit und der jeweiligen Filmepochen.
5 „EMIL UND DIE DETEKTIVE“ ALS LITERATURVERFILMUNG: Abschließende Einordnung der Adaptionen nach filmwissenschaftlichen Typologien basierend auf den vorangegangenen Analysen.
Emil und die Detektive, Erich Kästner, Literaturverfilmung, Intermedialität, Adaption, Figurengestaltung, Stadtmotiv, Berlin, Neue Sachlichkeit, Filmgeschichte, Transformation, Kinderliteratur, Medienwechsel, Werktreue, Genreanalyse.
Die Arbeit analysiert das Zusammenspiel von Literatur und Film am Beispiel von Erich Kästners „Emil und die Detektive“ und dessen drei deutschen Verfilmungen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die filmische Darstellung von Figuren, das Motiv der Großstadt Berlin sowie die medienwissenschaftliche Einordnung der Literaturverfilmungen.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich Handlung, Figuren und das Milieu Stadt in den Adaptionen verändert haben, um zeitgenössische Funktionen zu erfüllen, und inwiefern Kästners moralisches Anliegen in den Filmen erhalten bleibt.
Die Autorin nutzt einen vergleichenden medienwissenschaftlichen Ansatz, der auf Film- und Literaturtheorien zur Adaption und Figurengestaltung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der literarischen Vorlage, die spezifische Charakterisierung der Filmfiguren über die Jahrzehnte hinweg sowie die Untersuchung des sich wandelnden Stadtbildes in den drei Verfilmungen.
Wichtige Begriffe sind Intermedialität, Literaturadaption, Figurenanalyse, Großstadtmotiv und der filmhistorische Vergleich der drei Versionen.
Während die Romanfigur Emil durch Moral und Selbstreflexion geprägt ist, rücken die Verfilmungen zunehmend Spannung und Action in den Vordergrund, wobei die Figur Emil in den späteren Adaptionen weniger moralisch reflektiert und teils naiv oder unüberlegt handelt.
Sie fungiert besonders in der Verfilmung von 1954 als zentrales Symbol und Mahnmal, das den zeitgeschichtlichen Kontext der Nachkriegszeit und die Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte visuell unterstützt.
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