Masterarbeit, 2012
100 Seiten, Note: 1,0
1. PROBLEMAUFRISS
2. ZENTRALE BEGRIFFE
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
4. MIGRANTINNEN AUF DEM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT
4.1. ENTWICKLUNG DER ZUWANDERUNG UND MIGRATIONSPOLITIK IN DEUTSCHLAND
4.2. RECHTLICHE BEDINGUNGEN DER EINGLIEDERUNG VON MIGRANTINNEN IN DEN ARBEITSMARKT ANHAND DES AUFENTHALTSSTATUS
4.3. STATISTISCHER ÜBERBLICK ÜBER DIE BILDUNGSBIOGRAPHISCHE ZUSAMMENSETZUNG UND ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG DER MIGRATIONSBEVÖLKERUNG IN DEUTSCHLAND
4.4. FORSCHUNGSTAND: EMPIRISCHE STUDIEN ZUR SITUATION VON MIGRANTINNEN AUF DEM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT
5. METHODISCHES VORGEHEN DER STUDIE
5.1. ZUGANG ZU DEN INTERVIEWS UND AUSWAHL DER FÄLLE
5.2. DAS NARRATIV FUNDIERTE INTERVIEW
5.3. DIE DOKUMENTARISCHE METHODE
6. DIE FALLBEISPIELE ANHAND VON DREI TYPEN
6.1. HOCHQUALIFIZIERTE BILDUNGSAUSLÄNDERINNEN – DER FALL VON FRAU BAKSHI
6.2. MITTELQUALIFIZIERTE BILDUNGSAUSLÄNDERINNEN – DER FALL VON FRAU SUVOROV
6.3. UNTERQUALIFIZIERTE MIGRANTINNEN – DER FALL VON HERRN SAID
6.4. WEITERE FÄLLE FÜR DIE TYPENBILDUNG ALS BIOGRAPHISCHE KURZDARSTELLUNGEN
7. VERGLEICHENDE INTERPRETATION UND ANSÄTZE EINER TYPENBILDUNG
7.1. BIOGRAPHISCHE ORIENTIERUNGEN UND DIE STATUSPASSAGEN DER MIGRATION
7.1.1. Partnerschafts-/ Familienorientierung als Migrations- und Bleibemotiv
7.1.2. Ameliorationsorientierung als Migrations- und Bleibemotiv
7.1.3. Asylsuche aufgrund von Kriegsausbrüchen
7.2. ARBEITSMARKTEINSTIEG UND ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG
7.2.1. Eigenwerbung und Arbeitsmarktintegration unterhalb der Qualifikation
7.2.2. Soziale Kontakte als Motor für den Arbeitsmarkteinstieg auf unterschiedlichen Qualifikationsebenen
7.2.2.1. Nutzung sozialer Kontakte im berufsbezogenen Kontext
7.2.2.2. Nutzung sozialer Kontakte ohne Berufsbezug
7.2.3. Herkunftsland- und berufsbezogene Organisationen als Möglichkeiten für den Arbeitsmarkteinstieg mit beschränkter Rendite
7.3. NUTZUNG DES KULTURELLEN KAPITALS
7.3.1. Die hochqualifizierten BildungsausländerInnen
7.3.2. Die mittelqualifizierten BildungsausländerInnen
7.3.3. Die unterqualifizierten MigrantInnen
8. ERGEBNISSE: STATUSPASSAGEN, ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG UND VERWERTUNG DES KULTURELLEN KAPITALS
9. BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNGEN UND GRENZEN DER FORSCHUNG
Die Arbeit untersucht den Prozess des Arbeitsmarkteinstiegs von Migrantinnen der ersten Generation, um zu rekonstruieren, wie und unter welchen Bedingungen ihr im Herkunftsland erworbenes Wissen und Können (kulturelles Kapital) auf dem deutschen Arbeitsmarkt verwertet werden kann. Dabei steht die Frage im Zentrum, warum auch hochqualifizierte Migrantinnen häufig in prekären oder unterqualifizierten Arbeitsverhältnissen landen und welche Rolle familiale Orientierungen und soziale Netzwerke dabei spielen.
Hochqualifizierte BildungsausländerInnen – Der Fall von Frau Bakshi
Frau Bakshi wurde 1970 in Indien geboren, wo sie aufwuchs und zur Schule ging. Nach ihrer Schulausbildung studierte sie Hindi-Sprachwissenschaft und Politikwissenschaft. Dabei erreichte sie je einen Master of Arts-Abschluss in Sprachwissenschaft und Politikwissenschaft, sowie nach einem absolvierten Forschungsstudium zusätzlich einen Abschluss Master of Philosophy in Politikwissenschaft.
Ihr Mann kommt ebenfalls aus Indien, lebt aber bereits seit den 1980’er Jahren in Deutschland und ist als Elektriker tätig. Bei einem Heimatbesuch Ende der 1990’er Jahre lernten sich beide kennen, heirateten und bekamen eine gemeinsame Tochter. Im Jahr 2000 folgte Frau Bakshi ihrem Mann nach Deutschland. Ihr Studium war zu dieser Zeit jedoch noch nicht abgeschlossen, sodass sie alle sechs Monate nach Indien reiste und dort ihr Studium vorantrieb. Auch die Geburt ihres Sohnes im Jahr 2003 ließ sie nicht von diesem Plan abweichen. Im März 2011 erhielt sie schließlich ihren Doktortitel in Politikwissenschaft mit dem Themenschwerpunkt „Atompolitik“.
„B Ich hab nur studiert, studiert, studiert, ich hab äh Master zweimal Master of Arts (2) einmal Hindisprache einmal Political Wissenschaft und dann ich Master of Philosophy in Political Wissenschaft (atmet tief ein) und gera::de ich hab in diesen März Doktoreipass in Political Y einen Doktor? B Ja (1) geschafft Y Herzlichen Glückwunsch B @Danke aber trotzdem keine Arbeit@“ (Frau Bakshi Z 1-8)
1. PROBLEMAUFRISS: Einführung in die Problematik der Arbeitsmarktintegration von Migrantinnen unter Berücksichtigung ihres mitgebrachten kulturellen Kapitals.
2. ZENTRALE BEGRIFFE: Definition grundlegender Konzepte wie Bildungsausländer, Statuspassage und erfolgreicher Arbeitsmarkteinstieg.
3. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Auseinandersetzung mit der Humankapitaltheorie und der Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu sowie deren Anwendung auf Migrationsprozesse.
4. MIGRANTINNEN AUF DEM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT: Historischer Abriss der Migrationspolitik und rechtlicher Rahmenbedingungen sowie statistischer Überblick zur bildungsbiographischen Zusammensetzung.
5. METHODISCHES VORGEHEN DER STUDIE: Beschreibung der Interviewmethodik (narrativ fundiertes Interview) und der Auswertungsstrategie (dokumentarische Methode).
6. DIE FALLBEISPIELE ANHAND VON DREI TYPEN: Detaillierte Vorstellung und erste Interpretation von drei exemplarischen Fällen für hoch-, mittel- und unterqualifizierte Migrantinnen.
7. VERGLEICHENDE INTERPRETATION UND ANSÄTZE EINER TYPENBILDUNG: Systematischer Vergleich der Migrationsmotive, Einstiegsstrategien und der Nutzung des kulturellen Kapitals unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Qualifikationsniveaus.
8. ERGEBNISSE: STATUSPASSAGEN, ARBEITSMARKTPOSITIONIERUNG UND VERWERTUNG DES KULTURELLEN KAPITALS: Zusammenführende Darstellung der zentralen Erkenntnisse über die rechtliche Inklusion und die Wirksamkeit sozialer Netzwerke.
9. BEANTWORTUNG DER FRAGESTELLUNGEN UND GRENZEN DER FORSCHUNG: Synthese der Forschungsergebnisse und kritische Reflexion der methodischen Einschränkungen.
Migration, kulturelles Kapital, Arbeitsmarktintegration, Bildungsausländer, Statuspassage, Pierre Bourdieu, Bildungsbiographie, Migrationsmotive, Soziales Kapital, Arbeitsmarkteinstieg, Qualifikation, Migrationsforschung, Integration, Deutschland, Arbeitserlaubnis.
Die Arbeit untersucht, wie Migrantinnen ihren im Heimatland erworbenen Bildungsabschluss und ihre berufliche Erfahrung (kulturelles Kapital) auf dem deutschen Arbeitsmarkt einsetzen und verwerten können.
Zentrale Themen sind die Rolle von Bildungsbiographien, die Bedeutung sozialer Netzwerke, die Auswirkungen des aufenthaltsrechtlichen Status sowie der Einfluss familiärer Verpflichtungen auf den beruflichen Integrationsprozess.
Das Ziel ist es, zu verstehen, warum Migrantinnen häufig Schwierigkeiten beim Transfer ihrer Qualifikationen haben und welche individuellen Strategien sie entwickeln, um den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu meistern.
Der Autor verwendet eine qualitative Forschungsstrategie, bestehend aus narrativ fundierten Interviews und der dokumentarischen Methode nach Bohnsack, um das handlungsleitende Wissen und die Orientierungsrahmen der Migrantinnen zu rekonstruieren.
Der Hauptteil analysiert Fallbeispiele von hoch-, mittel- und unterqualifizierten Migrantinnen, vergleicht deren Migrationsmotive und Strategien zur Arbeitsplatzsuche und untersucht die Wirksamkeit ihres kulturellen und sozialen Kapitals.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie kulturelles Kapital, Statuspassage, Bildungsbiographie, Migrationserfahrung, Arbeitsmarktintegration und soziale Netzwerke beschreiben.
Der Autor identifiziert fehlende oder unzureichende Deutschkenntnisse als eines der Haupthindernisse, da diese nicht nur die Kommunikation erschweren, sondern auch den Zugang zu höherwertigen Tätigkeiten und die Anerkennung von Qualifikationen blockieren.
Interessanterweise stellt der Autor fest, dass hohe akademische Titel im deutschen Kontext manchmal abschreckend wirken können ("Überqualifizierung") oder bei Arbeitgebern zu skeptischen Reaktionen führen, was den Integrationsprozess paradoxerweise erschwert.
Familiale Bindungen und die Verantwortung für Kinder sind oft die primären Motive für die Migration sowie für die Entscheidung, in Deutschland zu bleiben, wirken jedoch bei der Arbeitssuche häufig als Barriere, da sie die Flexibilität und Zeit für Weiterbildungen einschränken.
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