Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Analysten
2.1. Definition und Abgrenzung
2.2. Generierung von Empfehlungen auf der Sell-Side
2.3. Interessenskonflikte
2.4. Fama’s Effizienzmarkthypothese und Grossman-Stiglitz-Paradoxon
2.5. Der Nutzen von Sell-Side Analysten
3. Hauptteil
3.1. Womack (1996)
3.1.1. Fragestellung und Methodik
3.1.2. Ergebnis
3.1.3. Fazit und Kritik
3.2. Barber et al. (2001a)
3.2.1. Fragestellung und Methodik
3.2.2. Ergebnis
3.2.3. Fazit und Kritik
3.3. Barber et al. (2001b)
3.3.1. Fragestellung und Methodik
3.3.2. Ergebnis
3.3.3. Fazit und Kritik
3.4. Jegadeesh et al. (2004)
3.4.1. Fragestellung, Methodik und Ergebnis
3.4.2. Fazit
3.5. Barber et al. (2007)
3.5.1. Fragestellung und Methodik
3.5.2. Ergebnis
3.5.3. Fazit und Kritik
3.6. Groysberg et al. (2010)
3.6.1. Fragestellung und Methodik
3.6.2.Ergebnis
3.6.3. Fazit und Kritik
4. Gesamtfazit
5. Kritik und Vorschlag für weiteres Research
Diese Arbeit untersucht die Profitabilität von Handelsempfehlungen verschiedener Analystengruppen unter Berücksichtigung von Interessenskonflikten und Marktgegebenheiten. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Anleger durch das Befolgen dieser Empfehlungen eine Überrendite erzielen können und ob sich Unterschiede in der Performance zwischen Sell-Side, Buy-Side und unabhängigen Analysten zeigen.
3.1. Womack (1996)
In der Fragestellung ob die Handelsempfehlungen von Sell-Side Analysten profitabel sind, ist die Arbeit von Womack (1996) von besonderer Relevanz. Womack (1996) untersucht Preisreaktionen auf Änderungen von Handelsempfehlungen. Um diese Untersuchungen durchzuführen greift er auf die First-Call Datenbank zurück, welche tägliche Kommentare und Empfehlungen von der Mehrzahl aller U.S. sowie internationaler Brokerhäuser sammelt und diese Kunden zur Verfügung stellt. Womack (1996) beschränkt sich bei seiner Untersuchung auf Änderungen der Handelsempfehlung der äußersten Bewertungen von den, nach dem Ranking von „Instituional Investors“, 14 führenden Brokerhäusern der USA im Zeitraum von 1989-1991. Die Untersuchung wurde mit 1.573 Handelsempfehlungen, welche sich auf 822 US-Unternehmen bezogen, durchgeführt. Diese Handelsempfehlungen wurden in vier verschiedene Portfolios eingruppiert: (a) „Added-to-Buy“ (nachfolgend: Portfolio 1), (b) „Removed-from-Buy“ (nachfolgend: Portfolio 2), (c) „Added-to-Sell” (nachfolgend: Portfolio 3, (d) „Removed-from-Sell” (nachfolgend: Portfolio 4).
In der Arbeit wurden die Preisbewegungen in bestimmten Zeiträumen vor, nach und während der Veröffentlichung von Handelsempfehlungsänderungen betrachtet und untersucht, ob hierdurch eine Überrendite erzielt werden kann. Zur Ermittlung der Überrendite wurden drei verschiedene Modelle angewendet. (siehe Anhang A.1.)
Größenangepasste Rendite: Von der absoluten Rendite der jeweiligen Firma im Zeitraum wurde die Rendite anderer börsennotierter Unternehmen, mit ähnlich hoher Marktkapitalisierung, abgezogen. Um die größenangepasste Rendite für eines der vier Portfolios zu ermitteln, wurde die Summe der Überrendite der einzelnen Firmen in dem Portfolio durch die Anzahl der jeweiligen Firmen in dem Portfolio dividiert und somit die durchschnittliche größenangepasste Rendite ermittelt.
Branchenangepasste Rendite: Von der oben errechneten größenangepassten Rendite des einzelnen Unternehmens wird die durchschnittliche größenangepasste Rendite von anderen Unternehmen derselben Branche abgezogen. Wie auch schon bei der größenangepassten Rendite wurde die branchenangepasste Rendite des Portfolios mittels Bildung der durchschnittlichen branchenangepassten Rendite je Portfolio, ermittelt.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema Aktienanalysten, deren Rolle bei der Informationseffizienz und die Problematik von Interessenskonflikten, und leitet daraus die Forschungsfragen zur Profitabilität ab.
2. Analysten: Dieses Kapitel definiert das Berufsbild, unterscheidet zwischen Sell-Side, Buy-Side und unabhängigen Analysten, erläutert den Prozess der Empfehlungsgenerierung und diskutiert Interessenskonflikte sowie Markteffizienztheorien.
3. Hauptteil: Der Hauptteil wertet sechs zentrale Studien (Womack 1996, Barber et al. 2001a/2001b/2007, Jegadeesh et al. 2004, Groysberg et al. 2010) hinsichtlich Methodik, Ergebnis und Kritik aus.
4. Gesamtfazit: Das Gesamtfazit führt die Erkenntnisse der analysierten Studien zusammen, bewertet die Profitabilität von Handelsempfehlungen und diskutiert die Aussagekraft der Ergebnisse unter Berücksichtigung von Interessenskonflikten.
5. Kritik und Vorschlag für weiteres Research: Dieses Kapitel reflektiert die Limitationen der untersuchten Studien, insbesondere bezüglich geografischer Beschränkungen, Transaktionskosten und zeitlicher Übertragbarkeit, und formuliert Forschungsfelder für die Zukunft.
Aktienanalysten, Handelsempfehlungen, Sell-Side, Buy-Side, Profitabilität, Überrendite, Interessenskonflikte, Informationseffizienz, Fundamentalanalyse, Marktineffizienzen, Portfolio-Performance, Transaktionskosten, Kapitalmärkte, Aktienbewertung.
Die Arbeit befasst sich mit der Profitabilität von Handelsempfehlungen, die von Aktienanalysten ausgesprochen werden, wobei ein besonderer Fokus auf den Interessen des Arbeitgebers der Analysten liegt.
Zentrale Themen sind die Rolle der Aktienanalysten, die Generierung von Empfehlungen, auftretende Interessenskonflikte, die Effizienzmarkthypothese und die empirische Überprüfung der Performance von Analystenempfehlungen.
Das Ziel ist die Untersuchung der zwei Forschungsfragen: Ob Handelsempfehlungen generell profitabel sind und ob Empfehlungen von Sell-Side-, Buy-Side- oder unabhängigen Analysten profitabler sind.
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse, indem sie sechs relevante empirische Studien auswertet und deren Methodik, Ergebnisse sowie Schlussfolgerungen vergleicht und kritisch hinterfragt.
Im Hauptteil werden die zentralen Studien von Womack (1996), Barber et al. (2001a/b, 2007), Jegadeesh et al. (2004) und Groysberg et al. (2010) detailliert in Bezug auf ihre Fragestellung, Methodik, Ergebnisse und Kritikpunkte analysiert.
Die wichtigsten Begriffe sind Aktienanalysten, Handelsempfehlungen, Überrendite, Sell-Side, Buy-Side, Interessenskonflikte und Informationseffizienz.
Dies ist häufig auf Interessenskonflikte zurückzuführen, da Analysten ihre Empfehlungen an den Geschäftsinteressen ihrer Arbeitgeber, wie etwa dem Investmentbanking oder Provisionserlösen aus Wertpapiertransaktionen, ausrichten.
Transaktionskosten sind ein kritischer Faktor, da die in den Studien oft festgestellte Überrendite bei Berücksichtigung dieser Kosten häufig verschwindet oder drastisch sinkt, was die Profitabilität für Anleger einschränkt.
Die Arbeit betont, dass die Ergebnisse kritisch betrachtet werden müssen, da sich durch Regulierungen, das Internet und neue Handelsplattformen die Rahmenbedingungen und Transaktionskosten seit Durchführung der Studien signifikant verändert haben.
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