Diplomarbeit, 2010
85 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Ziel
1.3. Danksagung
2. Das Kyoto-Protokoll
2.1. Historische Entwicklung des Kyoto-Protokolles
2.2. Zuteilung der Zertifikate
2.3. Betroffene Tätigkeiten
2.3.1 Allgemeine Informationen
2.3.2. Exkurs: Tätigkeiten im nationalen Kontext am Beispiel VOEST
2.4. Mechanismen
2.4.1. Allgemeine Informationen
2.4.2. Joint Implementation
2.4.3. Clean Development Prozess
2.4.4 Emissionshandel
2.4.5. Exkurs: Ausgleichs- und Glockenpolitik
2.5. Umsetzung des Kyoto Protokolls in Österreich
2.5.1. Allgemeine Informationen
2.5.2. Verwendete Mechanismen
2.5.3. Klimastrategie 2008
3. Unternehmensbewertung Theorieteil
3.1. Vorgaben und Empfehlungen
3.1.1. KFS BW 1 - Fachgutachten zur Unternehmensbewertung
3.1.2. Weitere Empfehlungen
3.2. Anlässe für Unternehmensbewertungen
3.3. Zweck von Unternehmensbewertungen
3.3.1. Allgemeine Informationen
3.3.2. Ermittlung von subjektiven Unternehmenswerten
3.3.3. Ermittlung von objektivierten Unternehmenswerten
3.3.4. Ermittlung von Schiedswerten
3.4. Berücksichtigung von Risiken
3.4.1. Allgemeine Informationen
3.4.2. Subjektive Berücksichtigung von Risiken
3.4.3. Objektivierte Berücksichtigung von Risiken
3.5. Bewertungsverfahren
3.5.1. Allgemeine Informationen
3.5.2. Ertragswertverfahren
3.5.3. Discounted Cash-Flow Verfahren – Entity Ansatz
3.5.4. Discounted Cash-Flow Verfahren – Equity Ansatz
3.5.5. Discounted Cash-Flow Verfahren – Adjusted Present Value
3.5.6. Substanzwertverfahren
3.5.7. Mischverfahren
4. Unternehmensbewertung Praxisteil
4.1. Allgemeine Informationen
4.2. Prämissen
4.2.1. Allgemeine Informationen
4.2.2. Exkurs Besteuerung von Kapitalgesellschaften
4.2.3. Exkurs Umsatzkostenverfahren vs. Gesamtkostenverfahren
4.3. Gewinn- und Verlustrechnung
4.3.1. Allgemeine Informationen
4.3.2. GuV-Rechnung mit CO2 Zertifikateaufwendungen
4.3.3. GuV-Rechnung ohne CO2 Zertifikateaufwendungen
4.4. Working Capital (Nettoumlaufvermögen)
4.5. Bewertungen
4.5.1. Allgemeine Informationen
4.5.2. Bewertung mit Einfluss nach Ertragswertverfahren
4.5.3. Bewertung mit Einfluss nach DCF-Verfahren, Entity Ansatz
4.5.4. Bewertung ohne Einfluss nach Ertragswertverfahren
4.5.5. Bewertung ohne Einfluss nach DCF-Verfahren, Entity Ansatz
4.5.6. Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
4.6. Plausibilitätsüberprüfung
4.7. Resumé und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss des CO2-Zertifikatehandels auf die Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel ist es, mittels fiktiver Szenarien und unterschiedlicher Bewertungsverfahren die Auswirkungen dieser klimapolitischen Maßnahme auf den Unternehmenswert aufzuzeigen und als Basis für eine Plausibilitätsprüfung zu nutzen.
1.1. Problemstellung
Mit Beginn des neuen Jahrtausends wurde man sich bewusst, dass es, sofern nicht ehest möglich Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, zu einem radikalen Klimawandel infolge der Treibhausgasemissionen kommt. Die Menschheit war anno dazumal bestrebt, Maßnahmen zu setzen, um in eine bessere Zukunft zu starten. Eine solche weltweite Maßnahme stellt das Kyoto-Protokoll dar. Dieses im April 2002 abgeschlossene Protokoll regelt die Maßnahmen, die zur Reduktion von Treibhausgasen ergriffen werden sollten [Vgl. Richtlinie 2003/87/EG (4)]. Eine EU-weite Richtlinie zu diesem Themenkomplex wurde 2003 herausgegeben [Vgl. Richtlinie 2003/87/EG]. Diese Richtlinie, 2003/87/EG, ist die maßgebliche Vorschrift für die Emissionreduktion innerhalb der Europäischen Union. Unter anderem werden in der Richtlinie sowie im Kyoto-Protokoll auch die Mechanismen erwähnt, durch deren Einsatz die Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht werden sollte. Dabei haben Unternehmen folgende Möglichkeiten: Zertifikatehandel, Joint Implementation, Clean Development Mechanism oder eine Abgabe in Form von Steuern, sofern Anlagen kurzfristig ausgenommen werden [Vgl. Richtlinie 2003/87/EG (18f)]. Genau diese Mechanismen lösen Zahlungsströme aus, die einen Einfluss auf den berechneten Unternehmenswert aufweisen. Da diese Zahlungsströme sehr unsicher sind, besteht in jeder durchgeführten Unternehmensbewertung ein gewisses Restrisiko, ob die angenommenen Fakten auch tatsächlich so eintreffen. Und mit diesem Zusammenhang beziehungsweise mit diesem Einfluss in der Bewertung von Unternehmen setzt sich diese Diplomarbeit auseinandersetzen. Da zur Bewertung von Unternehmen mehrere Verfahren möglich sind, so hängt das Ergebnis der Bewertung (= Unternehmenswert) stark vom gewählten Bewertungsverfahren ab, wie wir später noch sehen werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Klimawandels und des Kyoto-Protokolls ein und definiert das Ziel der Diplomarbeit sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Das Kyoto-Protokoll: Es werden die historischen Entwicklungen, Zuteilungsmechanismen von Zertifikaten, betroffene Tätigkeiten sowie die verschiedenen Kyoto-Mechanismen (Joint Implementation, Clean Development, Emissionshandel) erläutert.
3. Unternehmensbewertung Theorieteil: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Grundlagen der Unternehmensbewertung, inklusive einschlägiger Fachgutachten, Anlässe, Zwecke, Risikoberücksichtigungen und gängiger Bewertungsverfahren.
4. Unternehmensbewertung Praxisteil: Der praktische Teil wendet die theoretischen Modelle auf ein fiktives Stahlunternehmen an, um den quantitativen Einfluss des CO2-Zertifikatehandels auf den Unternehmenswert mittels verschiedener Szenarien darzustellen.
Kyoto-Protokoll, CO2-Zertifikatehandel, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted-Cash-Flow-Verfahren, Emissionsreduktion, Klimaschutz, Risikobewertung, Treibhausgasemissionen, Unternehmenswert, Free Cash-Flow, Kapitalkosten, Finanzanalyse.
Die Arbeit analysiert, wie sich der durch das Kyoto-Protokoll eingeführte CO2-Zertifikatehandel auf die Bewertung von Unternehmen auswirkt.
Zentrale Felder sind die regulatorischen Rahmenbedingungen des Zertifikatehandels, die Methoden der Unternehmensbewertung (insb. Ertragswert- und DCF-Verfahren) und deren praktische Anwendung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Zertifikatekosten auf Zahlungsströme auswirken und wie diese Differenzen den berechneten Unternehmenswert beeinflussen.
Es werden eine Literaturanalyse zu den rechtlichen Grundlagen sowie eine simulationsbasierte Fallstudie mit fiktiven Unternehmenszahlen nach gängigen Bewertungsstandards durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Bewertungsmethodik und einen Praxisteil, der Szenarien mit und ohne Zertifikatebelastung vergleicht.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie CO2-Zertifikatehandel, Unternehmensbewertung, Kyoto-Protokoll und Discounted-Cash-Flow charakterisieren.
Die Verfahren zeigen, dass die Wahl zwischen subjektiven (Ertragswert) und objektiven (DCF) Methoden sowie die Berücksichtigung von Zertifikatekosten zu signifikant unterschiedlichen Unternehmenswerten führen kann.
Die Arbeit demonstriert an einem fiktiven Beispiel eines Stahlproduzenten eine sehr hohe Sensitivität des Unternehmenswertes gegenüber den Zertifikatekosten, was zu Wertminderungen von über 90 % führen kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

