Bachelorarbeit, 2012
58 Seiten, Note: 1,7
1. Moderne Kulturtheorien in Übersicht
1. 1. Eine vergleichende Begriffsbestimmung
1. 1. 1. Normative Orientierung
1. 1. 2. Totalitätsorientierung
1. 1. 3. Differenzierungstheoretische Orientierung
1. 1. 4. Bedeutungs- und Wissensorientierung
1. 2. Konzeptionelle Divergenzen und Konvergenzen
2. Modelle zur Erklärung kultureller Beziehungen in einer globalisierten Welt
2. 1. Herausforderungen der Multikulturalität
2. 2. 1. Dimensionen des Kulturpluralismus
2. 2. 2. Politik der Anerkennung
2. 2. 3. Multikulturalität als Identitätsbegrenzung
2. 2. Perspektivische Probleme der Transkulturalität
2. 2. 1. Der Mensch als ›kultureller Mischling‹
2. 2. 2. Interdisziplinarität der Transkulturalität anhand zweier Beispiele
2. 2. 2. 1. Transkulturelle Pädagogik
2. 2. 2. 2. Transkulturelle Kommunikation
2. 2. 3. Die Rolle der unüberbrückbaren Differenzen
2. 3. Strukturelle Dimensionen der Interkulturalität
2. 3. 1. Entstehung eines Faches
2. 3. 2. Philosophischer Zugang der Interkulturalität
3. Praktische Aporien der interkulturellen Kommunikation
3. 1. Sprachen als Mittel zur Kommunikation
3. 1. 1. Nonverbale Aspekte des interkulturellen Dialogs
3. 1. 2. Der Ort der Überlappung
3. 2. Zentrale Korrelatbegriffe
3. 2. 1. Das Eigene und das Andere
3. 2. 2. Interkulturelle Kompetenz
3. 2. 3. Interkulturelle Semantik
3. 2. 4. Interkulturelle Hermeneutik
3. 2. 5. Interkulturelle Komparatistik
3. 2. 6. Interkulturelle Toleranz
3. 2. 7. Interkulturelle Ethik
3. 3. Praktische Hindernisse der interkulturen Kommunikation
3. 3. 1. Erstes Fallbeispiel: Das Islambild
3. 3. 2. Zweites Fallbeispiel: Absloutheits- und Wahrheitsanspruch
3. 3. 3. Drittes Fallbeispiel: Vorurteile und Massenmedien
3. 4. Möglichkeiten der interkulturellen Kommunikation
3. 4. 1. Fallbeispiel: Bildung
3. 4. 2. Deutsche Schulbücher im Spiegelbild der Kritik
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die theoretischen Modelle der Multi-, Trans- und Interkulturalität, um deren Eignung für eine effektive interkulturelle Kommunikation zu bewerten. Dabei steht die Frage im Zentrum, welcher dieser Ansätze am besten geeignet ist, kulturelle Interaktionen in einer globalisierten Welt zu erfassen und zu fördern, wobei insbesondere die kritische Analyse von Kulturbegriffen und deren Auswirkungen auf Identitätskonstruktionen sowie die Rolle von Bildung und Medien beleuchtet werden.
1. 1. 2. Totalitätsorientierung
Auch wenn der normative Kulturbegriff noch nicht vollkommen verschwunden war, so rückte im ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhundert das vor allem in der amerikanischen Kulturanthropologie bestimmende totalitätsorientierte Kulturkonzept immer stärker in den Fordergrund. Im Gegensatz zum zuvor besprochenen, normativen Verständnis von Kultur wird nicht mehr eine für die gesamte Menschheit erstrebenswerte Lebensform skizziert. Vielmehr vergleicht der totalitätsorientierte Kulturbegriff historisch-spezifische Lebensweisen bestimmter Gruppen miteinander. Wichtig zu bemerken ist, dass dies ohne Wertung geschehen soll. Denn nach den Vertretern dieses Kulturbegriffs, ist jede Kultur oder jede Gemeinschaft individuell und kann nur an ihrem eigenen Maßstab gemessen werden. Somit sind die unterschiedlichen Kulturen prinzipell als gleichberechtig zu betrachten. Für Kultur ist hier die Totalität der Lebensformen einer Gemeinschaft von zentraler Bedeutung.
Der britische Ethnologe und Vertreter des totalitätsorientiereten Kulturbegriffs Edward B. Tylor (1832-1917) beschrieb dies wie folgt: »Cultur oder Civilisation im weitesten ethnographischen Sinne ist jener Inbegriff von Wissen, Glauben, Kunst, Moral, Gesetz, Sitte und all jenen übrigen Fähigkeiten und Gewohnheiten, welche der Mensch als Glied der Gesellschaft sich angeeignet hat.[...] Alles was nicht durch die Natur vorgegeben ist, wird damit zur Kultur.« Daher spricht man in diesem Zusammenhang oft auch von dem holistischen, also ganzheitlichen Kulturbegriff.
1. Moderne Kulturtheorien in Übersicht: Dieses Kapitel stellt vier zentrale Kulturtheorien vor und vergleicht diese hinsichtlich ihrer Definitionsansätze von Kultur, wobei der Fokus auf deren Eignung zur Beschreibung moderner kultureller Phänomene liegt.
2. Modelle zur Erklärung kultureller Beziehungen in einer globalisierten Welt: Hier werden die Konzepte Multikulturalität, Transkulturalität und Interkulturalität kritisch analysiert, wobei insbesondere deren Grenzen bei der Erfassung tatsächlicher kultureller Interaktionen aufgezeigt werden.
3. Praktische Aporien der interkulturellen Kommunikation: Das letzte Kapitel untersucht konkrete Hindernisse in der interkulturellen Kommunikation, wie Vorurteile und Identitätskonflikte, und diskutiert Lösungsansätze durch interkulturelle Bildung und einen reflektierten Umgang mit dem Fremden.
Kultur, Interkulturalität, Multikulturalität, Transkulturalität, Identität, Interkulturelle Kommunikation, Kulturwissenschaft, Wahrheitsanspruch, Vorurteile, Diskurs, Bildung, Fremdheit, Globalisierung, Stereotype, Anerkennung.
Die Arbeit bietet eine fundierte Analyse und einen Vergleich der drei wesentlichen Kulturmodelle (Multi-, Trans- und Interkulturalität), um deren Anwendbarkeit für die heutige interkulturelle Praxis zu prüfen.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Kulturbegriffs, die Analyse von Interaktionsmodellen zwischen Kulturen sowie die Identifikation praktischer Hindernisse wie Vorurteile und verzerrte Fremdbilder.
Das Hauptziel besteht darin, jenen theoretischen Ansatz zu identifizieren, der die Komplexität kultureller Begegnungen am besten erfassen kann und somit den effektivsten Beitrag zur Realisierung interkultureller Kommunikation leistet.
Es wird eine kulturwissenschaftliche Vergleichsmethode genutzt, die bestehende theoretische Konzepte anhand ihrer historischen und fachspezifischen Grundlagen dekonstruiert und kritisch in Beziehung zueinander setzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Klassifizierung von Kulturkonzepten, die Analyse der Modelle für kulturelle Beziehungen und die Untersuchung von Aporien (Hindernissen) im Rahmen der Kommunikation.
Zentrale Begriffe sind Kultur, Interkulturalität, Multikulturalität, Transkulturalität, Identität, Interkulturelle Kommunikation, Diskursanalyse sowie die Bedeutung von Bildung und Vorurteilen im sozialen Kontext.
Der Autor argumentiert, dass "das Fremde" negativ konnotiert ist, während "das Andere" auf eine bereits bestehende Nähe hindeutet, was die Grundlage für eine gleichwertige empirische Untersuchung bildet.
Medien beeinflussen laut Arbeit maßgeblich die Bildung von Stereotypen, indem sie nationale Gruppen häufig in einem verzerrten, negativen oder kriminalisierenden Kontext darstellen, was Vorurteile in der Gesellschaft verstärkt.
Die Arbeit betrachtet Schulbücher als zentrales Bildungsmedium, das kritisch auf die Darstellung islamischer Themen untersucht werden muss, um eine einseitige oder manipulative Wahrnehmung abzubauen und den interkulturellen Dialog zu fördern.
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