Masterarbeit, 2012
88 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Wohlfahrtsstaat
2.1 Definition
2.2 Bedeutung des Wohlfahrtsstaates
2.3 Klassifikation von Wohlfahrtsstaaten
2.4 Bisherige Herausforderungen der Wohlfahrtsstaaten
2.4.1 Globalisierung
2.4.2 Demographie
2.4.3 Arbeitslosigkeit
2.4.4 Europäisierung
2.4.5 Neue Soziale Risiken
2.4.6 Zwischenfazit
3. Theorien zur Veränderung des Wohlfahrtsstaates
4. Wirtschaftskrise
4.1 Ablauf der Wirtschaftskrise
4.2 Wirtschaftskrise in Deutschland
4.3 Wirtschaftskrise im Vereinigten Königreich
4.4 Wirtschaftskrise in Griechenland
4.5 Zwischenfazit
5. Fallstudien
5.1 Die Wirtschaftskrise und der deutsche Wohlfahrtsstaat
5.1.1 Aufbau Wohlfahrtsstaat
5.1.2 Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf Deutschland
5.1.3 Einschnitte in den Wohlfahrtsstaat
5.1.4 Fazit
5.2. Die Wirtschaftskrise und der Wohlfahrtsstaat im Vereinigten Königreich
5.2.1 Aufbau Wohlfahrtsstaat
5.2.2 Auswirkungen der Wirtschaftskrise im Vereinigten Königreich
5.2.3 Einschnitte in den Wohlfahrtsstaat
5.2.4 Fazit
5.3. Die Wirtschaftskrise und der griechische Wohlfahrtsstaat
5.3.1 Aufbau Wohlfahrtsstaat
5.3.2 Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Griechenland
5.3.3 Einschnitte in den Wohlfahrtsstaat
5.3.4 Fazit
6. Fazit
6.1 Abschluss
6.2 Ausblick
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der globalen Wirtschafts-, Finanz- und Eurokrise und den Reformen bzw. Kürzungen innerhalb der Wohlfahrtsstaaten. Ziel ist es, durch eine vergleichende Fallstudie zu analysieren, wie Deutschland, das Vereinigte Königreich und Griechenland auf den durch hohe Staatsverschuldung entstehenden Druck auf ihre Sozialsysteme reagiert haben und ob ein direkter Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Betroffenheit und der Intensität der Einschnitte im Wohlfahrtsstaat besteht.
2.1 Definition
Es gibt keine allgemein anerkannte Definition für den Begriff „Wohlfahrtsstaat“. Vielmehr begegnen uns bei dem Versuch, für die vorliegende Arbeit eine Arbeitsdefinition aufzustellen, zwei Probleme. Erstens, wird der Begriff Wohlfahrtsstaat häufig synonym mit weiteren Begriffen benutzt, beispielsweise Sozialstaat, Sozialpolitik, soziale Frage, Arbeiterfrage, Sozialreform, soziale Marktwirtschaft, sozialer Rechtsstaat, System der sozialen Sicherung und Gesellschaftspolitik sowie die gebräuchlichen englischen Begriffe social security, welfare policy und welfare state [Köppe, 2008: 5].
Als zweites Problem begegnet uns die inhaltliche Analyse dieses Begriffes. Welche gesellschaftlichen Teilbereiche werden zum Wohlfahrtsstaat gezählt? Auch hierbei gibt es innerhalb der Sozialwissenschaft keine einheitliche Auffassung und keine allgemein gültige Definition. Vielmehr definieren alle Autorinnen und Autoren zum Thema Wohlfahrtsstaat eigenständig.
Es soll nun versucht werden, sich beiden Problemen zu nähern, indem einige der Definitionsansätze betrachtet werden und die zielführenden Merkmale für die vorliegende Arbeit zusammengefasst werden. Staatsausgaben für den Wohlfahrtsstaat können teilweise für die Quantifizierung der Größe des Wohlfahrtsstaates und die Klassifizierung der Wohlfahrtsstaaten verwendet werden. Auch hierbei ist aber nicht allgemein anerkannt, welche Bereiche der staatlichen Ausgaben den wohlfahrtsstaatlichen Ausgaben zuzurechnen sind. Die staatlichen Ausgaben sind zwar der Hauptbestandteil der Ausgaben des Wohlfahrtsstaates, aber nicht die einzigen. Vielmehr ist der Staat der wichtigste Wohlfahrtsstaatproduzent. Daneben finden sich aber mit Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Betrieben, Berufsständen und Betriebsständen weitere Wohlfahrtsproduzenten [ebd.: 11f]. Gleichwohl ist diese Größe äußerst fehlerbehaftet, wie Peter Strake et al feststellen: „Expenditure is but one indicator of policy change, and a problematic one […]. For example, it could be that social expenditure rates increase in times of economic crisis as a consequence of more unemployed people claiming benefits, while policies do not change at all.” [Starke, 2011:2].
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Kontext der Finanz-, Wirtschafts- und Eurokrise ab 2008 und formuliert die Forschungsfrage zum Einfluss dieser Krisen auf den Wohlfahrtsstaat.
2. Der Wohlfahrtsstaat: Dieses Kapitel definiert den Wohlfahrtsstaat, klassifiziert Wohlfahrtsstaaten und diskutiert Herausforderungen wie Globalisierung, Demografie und neue soziale Risiken.
3. Theorien zur Veränderung des Wohlfahrtsstaates: Es werden theoretische Ansätze zur Erklärung von Reformprozessen in Krisenzeiten vorgestellt, namentlich die politische Krisentheorie, der New-Politics-Ansatz und das Window-of-Opportunity-Konzept.
4. Wirtschaftskrise: Hier werden Verlauf und Charakteristika der Wirtschaftskrise sowie deren spezifische Auswirkungen auf Deutschland, das Vereinigte Königreich und Griechenland dargelegt.
5. Fallstudien: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Wirtschaftskrise und die spezifischen Reformen bzw. Einschnitte im Wohlfahrtsstaat der drei gewählten Länder.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, verifiziert die aufgestellte Hypothese und bewertet die theoretischen Modelle vor dem Hintergrund der empirischen Befunde.
Wohlfahrtsstaat, Wirtschaftskrise, Finanzkrise, Eurokrise, Sozialpolitik, Austerität, Sparmaßnahmen, Sozialstaat, Pfadabhängigkeit, New-Politics-Ansatz, Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit, Haushaltsdefizit, Reformen, Krisenmanagement.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Wirtschafts-, Finanz- und Eurokrise auf Wohlfahrtsstaaten und wie diese mit Reformen auf den Druck durch steigende Staatsverschuldung reagieren.
Die zentralen Themen sind die Transformation von Sozialsystemen in Krisenzeiten, die Analyse von Austeritätspolitik sowie der Vergleich zwischen verschiedenen wohlfahrtsstaatlichen Modellen.
Die Arbeit fragt nach dem Einfluss der Wirtschafts-, Finanz- und Eurokrise auf den Wohlfahrtsstaat und sucht nach Gemeinsamkeiten sowie Unterschieden bei den staatlichen Reaktionen.
Es handelt sich um eine vergleichende Fallstudie, die Deutschland, das Vereinigte Königreich und Griechenland als Beispiele heranzieht, um die Hypothese über das Verhältnis von wirtschaftlicher Betroffenheit und Sparmaßnahmen zu prüfen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Rahmenbedingungen sowie die detaillierte empirische Untersuchung der Krisenverläufe und Sozialstaatsreformen in den drei gewählten Ländern durchgeführt.
Wohlfahrtsstaat, Wirtschaftskrise, Austerität, Sozialpolitik, Staatsverschuldung, Pfadabhängigkeit und Reformen sind die prägenden Begriffe.
Der Begriff beschreibt die Strategie von Regierungen, die Schuld für unpopuläre Wohlfahrtsstaatsreformen zu vermeiden, indem sie beispielsweise versuchen, Kürzungen weitestgehend unerkannt oder als automatische Prozesse umzusetzen.
Deutschland agierte im Rahmen eigener Konjunkturprogramme und nutzte Instrumente wie das Kurzarbeitergeld, während Griechenland unter dem direkten Druck internationaler Kredite und spezifischer Strukturreformvorgaben steht.
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