Bachelorarbeit, 2010
90 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
1.1 ANNÄHERUNG AN DAS THEMA
1.2. DEFINITION DER UNBEGLEITETEN MINDERJÄHRIGEN FLÜCHTLINGE
1.2.1 DEFINITION DER UNBEGLEITETEN MINDERJÄHRIGEN
1.2.2 DEFINITION DES FLÜCHTLINGSSTATUS
1.3 EINREISE- UND AUFENTHALTSGRÜNDE DER UMF
2. RECHTLICHE STELLUNG DER UMF
2.1 REGELUNGEN IM INTERNATIONALEN RECHT
2.1.1 GENFER FLÜCHTLINGSKONVENTION
2.1.2 HAAGER MINDERJÄHRIGENSCHUTZABKOMMEN
2.1.3 UN- KINDERRECHTSKONVENTION
2.1.4 ENTSCHLIEßUNG DES RATES DER EUROPÄISCHEN UNION VOM 26.JUNI 1997
2.1.5 DUBLIN II- VERORDNUNG
2.2 REGELUNGEN IM NATIONALEN RECHT
2.2.1 GRUNDGESETZ DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
2.2.2 BÜRGERLICHES GESETZBUCH
2.2.3 SOZIALGESETZBUCH ACHTES BUCH
2.2.3.1 KINDER- UND JUGENDHILFEWEITERENTWICKLUNGSGESETZ
2.2.4 AUFENTHALTSGESETZ
2.2.5 ASYLVERFAHRENSGESETZ
2.2.6 ASYLBEWERBERLEISTUNGSGESETZ
2.3 GRAPHIK DES FRSH ZU DEN RECHTSBEREICHEN
3. DEFINITION DER KINDER- UND JUGENDHILFE
3.1 AUFGABEN DER KINDER- UND JUGENDHILFE
3.2 ANGEWENDETE HILFEFORMEN BEI UMF
3.2.1 UNTERBRINGUNG IN EINER PFLEGEFAMILIE
3.2.2 UNTERBRINGUNG IN VOLLSTATIONÄREN EINRICHTUNGEN/ HEIMERZIEHUNG
4. UMF IN ZAHLEN UND DATEN
4.1 FESTSTELLUNGEN UNERLAUBT EINGEREISTER AUSLÄNDER AN DEUTSCHEN GRENZEN
4.2 FESTSTELLUNGEN VON UMF IN DEN JAHREN 2003-2008
4.3 INOBHUTNAHMEN VON UMF IM JAHR 2009
5. UMF IN SCHLESWIG- HOLSTEIN
5.1 VERWALTUNGSGLIEDERUNG IN SCHLESWIG- HOLSTEIN
5.2 BETROFFENHEIT UND HANDLUNGSABLÄUFE DER EINZELNEN REGIONEN IN SCHLESWIG- HOLSTEIN
5.2.1 AKTUELLE LAGE (STAND AUG./ SEP. 2010)
6. QUALITATIV- HEURISTISCHE ERHEBUNG ZUM UMGANG MIT UMF (BEDARFSERMITTELUNG)
6.1 ENTWICKLUNG EINES ERHEBUNGSINSTRUMENTES
6.1.1 FRAGEBOGEN ZUR BEFINDLICHKEIT IN DER HEIMERZIEHUNG
6.2 DURCHFÜHRUNG DER ERHEBUNG
6.3 AUSWERTUNG DER ERHEBUNG
7. PRAXIS IN ANDEREN BUNDESLÄNDERN
7.1 CLEARINGVERFAHREN UND UNTERBRINGUNG IN HESSEN:
7.1.1 DAS CLEARINGVERFAHREN IN HESSEN
7.1.2 DIE AUFNAHMEEINRICHTUNGEN IN HESSEN
7.2 DIE INOBHUTNAHMEEINRICHTUNG „AJUMI“ IN KARLSRUHE
7.3 DAS JUGENDPROJEKT ALREJU IN FÜRSTENWALDE
8. POSITIVE ENTWICKLUNGEN IN SCHLESWIG HOLSTEIN
8.1 NEUE WEGE IN HAVETOFT – DIE SCHUTZSTELLE FÜR UMF
9. FAZIT
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation und Praxis im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und die praktische Ausgestaltung der Inobhutnahme und Unterbringung im Bundesland Schleswig-Holstein. Ein zentrales Ziel ist es, bedarfsgerechte Unterstützungsangebote zu identifizieren und Herausforderungen sowie Lösungsansätze im Bereich der stationären Jugendhilfe darzustellen.
1.2.1 Definition der unbegleiteten Minderjährigen
Zunächst wäre an dieser Stelle zu klären, welche Personengruppe als „unbegleitete Minderjährige“ zu bezeichnen ist. Der Rat der Europäischen Union bezeichnet als UM:
Drittstaatenangehörige oder Staatenlose unter 18 Jahren, die ohne Begleitung eines gesetzlich oder nach den Gepflogenheiten für sie verantwortlichen Erwachsenen in das Hoheitsgebiet eines Mitgliedsstaates einreisen, solange sie nicht tatsächlich in die Obhut einer solchen Person genommen werden; hierzu gehören auch Minderjährige, die ohne Begleitung zurückgelassen werden, nachdem sie in das Hoheitsgebiet der Mitgliedsstaaten eingereist sind (EU Rat 2004, Art.2(i)).
Dem entsprechend lautet die Formulierung der UM des Rates an anderer Stelle:
Personen unter 18 Jahren, die ohne Begleitung eines für sie nach dem Gesetz oder dem Gewohnheitsrecht verantwortlichen Erwachsenen in das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats einreisen, solange sie sich nicht tatsächlich in der Obhut eines solchen Erwachsenen befinden; hierzu gehören auch Minderjährige, die nach der Einreise in das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats dort ohne Begleitung zurückgelassen wurden (EU Rat 2003, EU Rat 2005).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Zuwanderungsproblematik und führt in das spezifische Thema der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge als schutzbedürftige Personengruppe ein.
2. RECHTLICHE STELLUNG DER UMF: Dieses Kapitel analysiert die komplexen internationalen und nationalen Rechtsnormen, die den Status und Schutz von UMF in Deutschland regeln.
3. DEFINITION DER KINDER- UND JUGENDHILFE: Hier werden die gesetzlichen Aufgaben der Jugendhilfe sowie die spezifischen Unterbringungsformen bei UMF definiert.
4. UMF IN ZAHLEN UND DATEN: Dieses Kapitel präsentiert aktuelle statistische Daten zu Fluchtrouten und Feststellungen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.
5. UMF IN SCHLESWIG- HOLSTEIN: Die Arbeit untersucht hier die regional unterschiedliche Handhabung und administrative Struktur in Schleswig-Holstein bei der Aufnahme von UMF.
6. QUALITATIV- HEURISTISCHE ERHEBUNG ZUM UMGANG MIT UMF (BEDARFSERMITTELUNG): Der Autor führt eine qualitative Untersuchung durch, um die Bedürfnisse der betroffenen jungen Menschen in der Heimerziehung zu ermitteln.
7. PRAXIS IN ANDEREN BUNDESLÄNDERN: Es werden beispielhafte Modellprojekte aus Hessen, Karlsruhe und Brandenburg vorgestellt, die als Vorbild für eine gelungene Betreuung dienen können.
8. POSITIVE ENTWICKLUNGEN IN SCHLESWIG HOLSTEIN: Dieses Kapitel zeigt positive Ansätze und die Vernetzung wichtiger Akteure und NGO-Organisationen im Bereich der Flüchtlingsarbeit auf.
9. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert einheitliche Standards sowie ein höheres Bewusstsein für die Bedürfnisse unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge.
Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, UMF, Kinder- und Jugendhilfe, SGB VIII, Inobhutnahme, Clearingverfahren, Heimerziehung, Asyl, Integration, Schleswig-Holstein, Kindeswohl, Vormundschaft, Fluchtmigration, Interkulturelle Kompetenz, Sozialpädagogik
Die Arbeit behandelt die Lebenssituation und die rechtliche sowie pädagogische Versorgung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in Deutschland mit einem Fokus auf Schleswig-Holstein.
Zentrale Themen sind die rechtliche Stellung, die Unterbringungsmöglichkeiten in der Heimerziehung, die statistische Erfassung sowie die methodische Bedarfsermittlung mittels qualitativer Forschung.
Das Ziel ist es, die Qualität und Bedarfsgerechtigkeit der Inobhutnahme und Betreuung von UMF zu analysieren und Wege für eine einheitlichere, humanere Praxis aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt einen qualitativ-heuristischen Forschungsansatz, basierend auf Experteninterviews und Fragebögen, um die Perspektiven der Betroffenen und der pädagogischen Fachkräfte zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Analysen, die statistische Aufarbeitung, die regionale Bestandsaufnahme in Schleswig-Holstein sowie die Vorstellung bewährter Praxismodelle aus anderen Bundesländern.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie UMF, Inobhutnahme, Clearingverfahren, SGB VIII und Kindeswohl definiert.
Aufgrund der föderalen Ordnung gibt es keine einheitliche bundesweite Praxis, was dazu führt, dass die Versorgung von UMF stark von den jeweiligen Landesgesetzen und der politischen Ausrichtung der Kommunen abhängt.
Das Clearingverfahren ist ein zentraler Prozess zur schnellen Identitätsklärung, gesundheitlichen Erstversorgung und zur Weichenstellung für die weitere Lebensplanung des Jugendlichen.
ALREJU gilt als Modellprojekt, da es eine integrierte Betreuung aus Clearing und stationärer Unterbringung an einem Ort bietet, was für die betroffenen Jugendlichen mehr Stabilität und Sicherheit bedeutet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

