Diplomarbeit, 2012
118 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Problemstellung
1 Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Banken
1.1 Neoklassischer Ansatz der Effizienzmarkthypothese
1.2 Ansatz der Neuen Institutionenökonomik
1.2.1 Transaktionskostenansatz
1.2.1.1 Haushalte
1.2.1.2 Unternehmen
1.2.1.3 Intermediäre
1.2.2 Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie
1.2.2.1 Verborgene Eigenschaften
1.2.2.2 Adverse Selektion
1.2.2.3 Hidden action
1.2.2.4 Moral hazard und adverse Selektion
1.2.2.5 Lösungsansätze
1.3 Kapitalmärkte als markets for lemons
1.3.1 Kapitalanbieter als Prinzipale
1.3.2 Banken als Prinzipale
2 Finanz- und Bankensysteme
2.1 Finanzsysteme
2.2 Bankensysteme
2.2.1 Universalbankensystem
2.2.2 Trennbankensystem
2.3 Geschäftsfelder von Banken
2.3.1 Kerngeschäft
2.3.1.1 Passivgeschäft
2.3.1.2 Aktivgeschäft
2.3.2 Peripheriegeschäft
2.4 Formen der Unternehmensfinanzierung
2.4.1 Bankorientierte Unternehmensfinanzierung
2.4.2 Kapitalmarktorientierte Unternehmensfinanzierung
2.5 Modellierung der theoretischen Erkenntnisse
2.5.1 Vollkommener Kapitalmarkt
2.5.2 Unvollkommener Kapitalmarkt ohne Intermediation
2.5.3 Unvollkommener Kapitalmarkt Universalbankensystem
2.5.4 Unvollkommener Kapitalmarkt Trennbankensystem
2.6 Hypothesen
3 Exkurs internationale Finanzmarktarchitektur
3.1 Abgrenzung von Gütermärkten
3.2 Krisen
3.2.1 Kreditklemme
3.2.2 Finanzmarktstabilität als öffentliches Gut
3.3 Finanzderivate
3.3.1 Absicherung
3.3.2 Spekulations- und Arbitragegeschäfte
3.3.3 Originate – to – distribute – Strategie
4 Empirische Evidenz
4.1 Zuordnung Bankensystem
4.2 Indikatorenauswahl
4.2.1 Financial Development Indicator
4.2.2 Banksystemstabilitätsindikator
4.2.3 Z-score
4.2.4 Price-to-Rent-Ratio
4.2.5 Cost-Income-Ratio
4.2.6 Gemeinkosten/Aktiva
4.2.7 Gesamtkapitalrentabilität
4.2.8 Nettozinsspanne
4.2.9 Systemische Bankenkrisen 1970 bis 2009
5 Ergebnis
5.1 Überprüfen der Hypothesen
5.1.1 H1 Informationskosten
5.1.2 H2 Informationsqualität
5.1.3 H3 Informationsasymmetrie
5.1.4 H4 Stabilität
5.2 Kritik und Vorbehalte
Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der institutionellen Ausgestaltung von Bankensystemen auf die Finanzmarktstabilität, insbesondere im Hinblick auf die politische Debatte um eine Trennung von klassischem Einlagen- und Kreditgeschäft von peripheren Investmentaktivitäten.
1.1 Neoklassischer Ansatz der Effizienzmarkthypothese
Die grundlegende Arbeit zu effizienten Kapitalmärkten veröffentlichte Eugene Fama im Jahr 1970. Fama führt darin aus, dass ideale Kapitalmärkte in dem Moment als effizient angesehen werden können, wenn in den Preisen der gehandelten Wertpapiere sämtliche verfügbaren Informationen der Kapitalanbieter abgebildet sind. Er übernimmt damit die strengen Annahmen der neoklassischen Theorie von perfekten Märkten. Auf perfekten Märkten handeln alle Wirtschaftssubjekte unabhängig voneinander, streng rational, sind Nutzenmaximierer und besitzen identische Präferenzen. Vor allem aber, treffen sie ihre Entscheidungen unter der Prämisse vollständiger Information. Das heißt, alle Marktteilnehmer verfügen über sämtliche vorhandenen Informationen, nehmen sie gleichzeitig auf und interpretieren sie identisch. Auf dieser Grundlage bilden sie gleiche Erwartungen über die Zukunft.
Daraus folgt, dass der gegenwärtige Preis eines Wertpapiers der abdiskontierten Erwartung aller Marktteilnehmer über die Wertentwicklung entspricht. Wenn die Wertentwicklung von allen Marktteilnehmern gleich erwartet wird, kann kein Akteur mit seiner Investition eine Rendite oberhalb der durchschnittlichen Marktrendite erzielen. Der Gleichgewichtspreis ist dann das Ergebnis von Tauschhandlungen, die ausschließlich zur Wertermittlung getätigt werden. Ein weiterer Handel käme nicht zustande.
1 Zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Banken: Theoretische Untersuchung der Rolle von Finanzinstitutionen auf Basis neoklassischer Modelle und der Neuen Institutionenökonomik, insbesondere unter Aspekten von Informationsasymmetrie.
2 Finanz- und Bankensysteme: Darstellung der verschiedenen Ausgestaltungsformen von Bank- und Finanzsystemen, inklusive der Abgrenzung von Geschäftsfeldern und Formen der Unternehmensfinanzierung.
3 Exkurs internationale Finanzmarktarchitektur: Erläuterung der Mechanismen auf Finanzmärkten und die Eigenschaft der Finanzmarktstabilität als öffentliches Gut.
4 Empirische Evidenz: Empirische Analyse und Vergleich der Stabilität und Effizienz von Universal- und Trennbankensystemen anhand verschiedener ökonomischer Indikatoren.
5 Ergebnis: Zusammenführung der theoretischen Hypothesen mit den empirischen Daten und kritische Würdigung der Arbeit.
Bankensystem, Universalbankensystem, Trennbankensystem, Finanzmarktstabilität, Informationsasymmetrie, Prinzipal-Agent-Theorie, Adverse Selektion, Moral Hazard, Intermediation, Bankenkrise, Unternehmensfinanzierung, Finanzderivate, Effizienzmarkthypothese, Regulierungsintensität.
Die Arbeit analysiert die institutionelle Ausgestaltung von Bankensystemen und untersucht, ob eine gesetzliche Trennung zwischen dem klassischen Kreditgeschäft und riskanten Investmentbereichen zu einer höheren Stabilität führt.
Zentral sind der Vergleich von Universal- und Trennbankensystemen, die Rolle der Banken als Intermediäre, Informationsasymmetrien und deren Auswirkung auf die Stabilität von Finanzmärkten.
Es soll beantwortet werden, ob durch eine regulatorische Trennung (wie beim Trennbankensystem) positive Effekte für die Stabilität des Bankensystems erreicht werden können.
Die Arbeit kombiniert einen theoretischen Teil (unter anderem Prinzipal-Agent-Theorie, Transaktionskostenansatz) mit einem empirischen Teil, in dem Länderdaten auf Basis von Indikatoren und Korrelationsanalysen ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agent-Beziehungen, die Modellierung von Finanzsystemen sowie der empirische Vergleich von 28 Ländern bezüglich Indikatoren wie Stabilität und Krisenhäufigkeit detailliert behandelt.
Die wichtigsten Begriffe sind Informationsasymmetrie, Adverse Selektion, Moral Hazard, Universalbank, Trennbankensystem und systemische Bankenkrisen.
Nein, der Autor konnte im Rahmen der Arbeit keine Anhaltspunkte dafür finden, dass durch eine gesetzliche Trennung der Geschäftstätigkeit eine Stabilisierung oder Haftungsbeschränkung erreicht würde.
Diese werden als Beispiele für ordnungspolitische Eingriffe und gesetzliche Bestrebungen in den USA und anderen Ländern zur Trennung von Bankgeschäften angeführt, um Krisen vorzubeugen.
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